Home Suche Links Kontakt Impressum

Führungs- und Generationenwechsel an der Nürnberger Hochschule für Musik

4.11.2009

Der langjährige Rektor und Präsident Prof. Siegfried Jerusalem wurde von Staatsminister Dr. Heubisch feierlich aus dem Amt verabschiedet. Der MInister dankte dem international gefeierten Sänger für sein Engagement für die Hochschule, die unter Jerusalems Leitung in die staatliche Trägerschaft überführt wurde und auch noch weiterhin von seiner Expertise als Gesangslehrer profitieren wird. An der Spitze der Nürnberger Musikhochschule steht nun mit dem 38-jährigen Prof. Martin Ullrich ein ebenso künstlerisch wie pädagogisch und wissenschaftlich qualifizierter Nachfolger, der neben der nicht unerheblichen „Baustelle Bologna-Reform“ und dem anstehenden Umbau des Haupthauses die weitere Profilierung und Gestaltung der jüngsten bayerischen Musikhochschule voranbringen wird.
Zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und den Hochschulen sowie Lehrende, Studierende und Fördermitglieder der Hochschule dokumentierten durch ihre Anwesenheit ihre Wertschätzung und ihr Interesse.

In den Redebeiträgen wurde durchgängig die hohe Qualität der bisherigen Hochschularbeit gelobt, aber auch auf die anstehenden Aufgaben verwiesen, die im Rahmen des Umbaus des Hochschulgebäudes sowie der Neustrukturierung der bayerischen Hochschullandschaft und des Studienangebots auf die neue Leitung zukommen.

So unterstrich Staatsminister Heubisch in seiner Rede die Bedeutung der Eigenverantwortung der Hochschule im Rahmen der neuen Hochschulgesetze und kündigte gleichzeitig jährliche Besuche in Nürnberg an. Im Zentrum aller Bemühungen, so Heubisch, stehen die Studierenden, an diese appellierte er jedoch gleichzeitig, selbst Verantwortung für eine breit gefächerte Ausbildung und einen offenen Blick über den Tellerrand hinaus zu übernehmen.

Prof. Dr. Braun, Präsident der Georg-Simon-Ohm-Hochschule und Vorsitzender des Hochschulrates, betonte die Notwendigkeit der Modularisierung für die Konkurrenzfähigkeit der Hochschule, lobte die konstruktive Atmosphäre im Hochschulrat und zeigte sich überzeugt von der Entscheidung für Prof. Martin Ullrich als Präsident, der gemeinsam mit den noch zu wählenden weiteren Mitgliedern des Präsidiums nun „in große Fußstapfen“ trete.

Prof. Manz dankte als stellvertretender Vorsitzender des Senats und ehemaliger Prorektor der Abteilung Nürnberg Herrn Prof. Jerusalem für die gute Zusammenarbeit in einer „schicksalhaften Zeit“ und bescheinigte ihm einen „festen Platz in der Geschichte der Hochschule“. Seinem Nachfolger im Amt des Prorektors und Vizepräsidenten, Herrn Prof. Thalheimer, der „höchsten Wissensinstanz in allen Studienangelegenheiten“ zollte er Respekt für seine Integrität und Standhaftigkeit angesichts der vielfältigen Interessenslagen innerhalb der Hochschule.

Die Belobigten zeigten sich dankbar und erfreut, aber auch erleichtert darüber, dass sie nun die Verantwortung abgeben und sich wieder verstärkt der Lehre und Forschung widmen können.

Der neue Präsident machte in seiner Ansprache deutlich, dass er sich stolz und glücklich schätze, am nächsten Kapitel der Geschichte der Hochschule mitschreiben zu können. Er betrachte die Hochschulleitung und das gesamte Kollegium sowie die Verwaltung als Dienstleister für die Studierenden, die dafür sorgen, dass Musik „nicht nur Sahnehäubchen, sondern Grundbestandteil von Leben und Bildung“ bleibt. Die vier „fulminanten Musikbeiträge“ (Nürnberger Nachrichten) von Dozent Radoslav Szarek am Marimbaphon, Dora Pavlikóva (Gesangsklasse Prof. Dr. Hammar) mit Ralf Waldner am Cembalo und Elias Mai und Jan Rosenkranz (Kontrabassklasse Prof. Marc) mit Dunja Robotti am Klavier sprachen in diesem Zusammenhang für sich selbst.