| Der langjährige Rektor und Präsident
Prof. Siegfried Jerusalem wurde von Staatsminister Dr. Heubisch
feierlich aus dem Amt verabschiedet. Der MInister dankte
dem international gefeierten Sänger für sein Engagement
für die Hochschule, die unter Jerusalems Leitung in
die staatliche Trägerschaft überführt wurde
und auch noch weiterhin von seiner Expertise als Gesangslehrer
profitieren wird. An der Spitze der Nürnberger Musikhochschule
steht nun mit dem 38-jährigen Prof. Martin Ullrich
ein ebenso künstlerisch wie pädagogisch und wissenschaftlich
qualifizierter Nachfolger, der neben der nicht unerheblichen
„Baustelle Bologna-Reform“ und dem anstehenden
Umbau des Haupthauses die weitere Profilierung und Gestaltung
der jüngsten bayerischen Musikhochschule voranbringen
wird.
Zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und den
Hochschulen sowie Lehrende, Studierende und Fördermitglieder
der Hochschule dokumentierten durch ihre Anwesenheit ihre
Wertschätzung und ihr Interesse.
In den Redebeiträgen wurde durchgängig die hohe
Qualität der bisherigen Hochschularbeit gelobt, aber
auch auf die anstehenden Aufgaben verwiesen, die im Rahmen
des Umbaus des Hochschulgebäudes sowie der Neustrukturierung
der bayerischen Hochschullandschaft und des Studienangebots
auf die neue Leitung zukommen.
So unterstrich Staatsminister Heubisch in seiner Rede die
Bedeutung der Eigenverantwortung der Hochschule im Rahmen
der neuen Hochschulgesetze und kündigte gleichzeitig
jährliche Besuche in Nürnberg an. Im Zentrum aller
Bemühungen, so Heubisch, stehen die Studierenden, an
diese appellierte er jedoch gleichzeitig, selbst Verantwortung
für eine breit gefächerte Ausbildung und einen
offenen Blick über den Tellerrand hinaus zu übernehmen.
Prof. Dr. Braun, Präsident der Georg-Simon-Ohm-Hochschule
und Vorsitzender des Hochschulrates, betonte die Notwendigkeit
der Modularisierung für die Konkurrenzfähigkeit
der Hochschule, lobte die konstruktive Atmosphäre im
Hochschulrat und zeigte sich überzeugt von der Entscheidung
für Prof. Martin Ullrich als Präsident, der gemeinsam
mit den noch zu wählenden weiteren Mitgliedern des
Präsidiums nun „in große Fußstapfen“
trete.
Prof. Manz dankte als stellvertretender Vorsitzender des
Senats und ehemaliger Prorektor der Abteilung Nürnberg
Herrn Prof. Jerusalem für die gute Zusammenarbeit in
einer „schicksalhaften Zeit“ und bescheinigte
ihm einen „festen Platz in der Geschichte der Hochschule“.
Seinem Nachfolger im Amt des Prorektors und Vizepräsidenten,
Herrn Prof. Thalheimer, der „höchsten Wissensinstanz
in allen Studienangelegenheiten“ zollte er Respekt
für seine Integrität und Standhaftigkeit angesichts
der vielfältigen Interessenslagen innerhalb der Hochschule.
Die Belobigten zeigten sich dankbar und erfreut, aber auch
erleichtert darüber, dass sie nun die Verantwortung
abgeben und sich wieder verstärkt der Lehre und Forschung
widmen können.
Der neue Präsident machte in seiner Ansprache deutlich,
dass er sich stolz und glücklich schätze, am nächsten
Kapitel der Geschichte der Hochschule mitschreiben zu können.
Er betrachte die Hochschulleitung und das gesamte Kollegium
sowie die Verwaltung als Dienstleister für die Studierenden,
die dafür sorgen, dass Musik „nicht nur Sahnehäubchen,
sondern Grundbestandteil von Leben und Bildung“ bleibt.
Die vier „fulminanten Musikbeiträge“ (Nürnberger
Nachrichten) von Dozent Radoslav Szarek am Marimbaphon,
Dora Pavlikóva (Gesangsklasse Prof. Dr. Hammar) mit
Ralf Waldner am Cembalo und Elias Mai und Jan Rosenkranz
(Kontrabassklasse Prof. Marc) mit Dunja Robotti am Klavier
sprachen in diesem Zusammenhang für sich selbst.
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