Der Hochschulrat entscheidet
über bedeutsame Angelegenheiten der Hochschule. Dazu
gehören die Entwicklungsplanung, die Gliederung der
Hochschule, die Einrichtung neuer Studiengänge, Grundsatzfragen
und Schwerpunkte des Haushalts sowie die Wahl des Präsidenten
und der Vizepräsidenten.
Der Hochschulrat besteht aus sieben gewählten
Mitgliedern des Senats und aus ebenso vielen Persönlichkeiten
aus Wissenschaft, Kunst, Wirtschaft und beruflicher Praxis.
Vorsitzender: Prof.
Dr. Michael Braun
Stellvertretender Vorsitzender: Günter
Priesner
Externe Mitglieder
- Prof. Dr. Michael Braun,
Präsident der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg
- Theo Geißler,
Herausgeber der Neuen Musikzeitung (nmz), Verleger
- Axel Linstädt,
Leiter der Hauptabteilung Musik beim Bayerischen Rundfunk,
Künstlerischer Leiter des ARD-Musikwettbewerbes
- Prof. Dr. iur. Dr. h.c.
Peter M. Lynen,
Leiter des Zentrums für internationales Kunstmanagement
an der Hochschule für Musik Köln
- Dr. Peter Reidemeister,
ehem. Leiter der Schola Cantorum Basiliensis
- Prof. Wolfhagen Sobirey,
ehem. Leiter der staatlichen Jugendmusikschule Hamburg,
Mitglied des Landesmusikrates
- Prof. Simone Young,
Generalmusikdirektorin und Intendantin der Hamburgischen
Staatsoper.
Mitglieder des Senats
- Prof. Dr. Jan Hammar (Gesang),
- Prof. Siegmund von Hausegger (Violoncello),
- Prof. Wolfgang Manz (Klavier),
- Prof. Steffen Schorn (Jazz-Arrangement/-Komposition)
Vertreter der Professoren
- Günter Priesner (Saxophon)
Vertreter der wissenschaftlich-künstlerischen Mitarbeiter
- Elisabeth Rosenkranz
Vertreterin der sonstigen Mitarbeiter
- Dorothea Tausch
Vertreterin der Studierenden
Externe Mitglieder des Hochschulrats
Prof.
Dr. Michael Braun
* Geboren 1954 in Balingen (Württ.)
* Verheiratet mit der Modedesignerin Gabriele Braun
* Zwei Kinder im Alter von 20 und 24 Jahren
* Diplom (1982) und Promotion (1986) in Experimenteller
Physik an der Universität Tübingen
* Promotionsstipendium der Studienstiftung des Deutschen
Volkes; Dr.-Friedrich-Förster-Preis (1988)
* Visiting Scholar am R.H. Varian Laboratory der Stanford
University (1984)
* Projektleiter ESA-Technologieprogramm für Forschung
unter Schwerelosigkeit und Leiter der Anlagenvorentwicklung,
Dornier System GmbH, Friedrichshafen (ab 1988)
* Leiter Marketing Orbitalsysteme, DaimlerBenz Aerospace
AG, Friedrichshafen und Bremen (ab 1992)
* Professor für Experimentelle Physik an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule
Nürnberg (seit 1994)
* Prorektor für angewandte Forschung und Entwicklung,
Wissens- und Technologietransfer und Weiterbildung (2000-2006);
gleichzeitig Geschäftsführer der Verbund IQ gGmbH
* Präsident der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
(seit 2006)
* Zahlreiche Beirats- und
Beratungsfunktionen, ausländische Gastprofessuren
* Mitgründer (1998) und Vorstandsvorsitzender (2000-2003)
der Innovationswerkstatt Nürnberg e.V.
* Mitgründer und Mitglied des Vorstands im Centrum
für Interdisziplinäre Gesundheitsförderung
(CIG) e.V. – Institut an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule
Nürnberg (seit 1997)
* Vorstandsvorsitzender International Co-operative Studies
(I.C.S.) e.V. (seit 2000)
* Mitglied im Expertenkreis des Bundesministeriums für
Bildung und Forschung, Bonn (seit 2004)
* Co-Vorsitzender der Weiterbildungsbeauftragten der bayerischen
Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften
(seit 2002)
* Stv. Vorsitzender Hochschule Bayern e.V. (seit 2008)
Theo
Geißler

Theo Geißler wurde 1947 in Gmund am
Tegernsee geboren. Nach einem Studium der Germanistik, Philosophie
und Geschichte in Regensburg absolvierte er die Münchner
Hochschule für Fernsehen und Film, war dann als Autor
und Regisseur für Kinderprogramme des Bayerischen Fernsehens
tätig. Bereits seit 1966 arbeitete Geißler als
Redakteur der nmz (damals noch: „Musikalische Jugend“);
hinzu kam Öffentlichkeitsarbeit für die Wettbewerbe
„Jugend musiziert“ und die Jeunesses Musicales.
1977 übernahm er die redaktionelle Koordination der
nmz, von 1986 bis 2008 die Chefredaktion. Von 1987 bis 1993
leitete er den Gustav Bosse Verlag und wurde zusätzlich
Herausgeber der nmz. 1993 gründete er die ConBrio Verlagsgesellschaft
als eigenständige Verlagsgruppe. Seit 1999 ist Geißler
auch Herausgeber der Zeitschriften „Oper & Tanz“,
der „Jazz-Zeitung“, Verleger der „Beiträge
zur Gregorianik“, seit 2002 außerdem Mitherausgeber
von „Politik und Kultur“ (puk), der Zeitung
des Deutschen Kulturrates. Er arbeitet als Autor und Moderator
für den Bayerischen Rundfunk und den WDR. Seit 1998
moderiert er das Live-Musikmagazin „taktlos“
für Bayern2, seit 2002 zudem „contrapunkt –
europäischer Dialog“, zusammen mit Frank Kämpfer,
Deutschlandfunk.
An Auszeichnungen erhielt Geissler den Oberhausener
Preis der evangelischen Filmkritik, den Preis des Deutschen
Kritikerverbandes, die „Carl-Orff-Medaille“
des Bayerischen Musikschul-Verbandes und – als Verleger
– für die Kindermusical-Produktionen „Ritter
Rost“ mehrfach den „Leopold“ des Verbandes
deutscher Musikschulen. 2003 wurde ihm der Würth-Preis
der Jeunesses musicales für sein kulturpublizistisches
Engagement verliehen.
Axel
Linstädt
 |
| (Foto: BR/Ulrike Kreutzer-Schertler) |
geboren 1947 in Nürnberg, ist seit 30
Jahren beim Bayerischen Rundfunk tätig; zunächst
als Redakteur, von 1989 bis 1996 als Leiter der Musikabteilung
im Studio Franken und seit 1.12.1996 als Leiter der Hauptabteilung
Musik in München, 2006 umbenannt in Programmbereich
Bayern 4 Klassik - Musik. Zu Linstädts Aufgaben gehört
auch die Fachaufsicht über die Musik im Studio Franken
und seit Januar 2007 über die Redaktion Musik im Programmbereich
Kultur und Familie des Bayerischen Fernsehens.
Seit 2006 ist er zudem Künstlerischer
Leiter des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD, seit
Februar 2008 stellvertretender Hörfunkdirektor.
Linstädt begann bereits im Alter von
15 Jahren ein Gaststudium am Nürnberger Konservatorium
(Klavierklasse Erich Appel) und studierte nach dem Abitur
(am Willstädter Gymnasium) an der Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg: Musikwissenschaft, Theaterwissenschaften
und Kunstgeschichte. Er machte sich in den späten Sechziger-
und Siebziger-Jahren als Mitglied der Rock-Formation "Improved
Sound Limited" einen Namen und erhielt 1980 den Förderpreis
des Bezirks Mittelfranken. Er reüssierte als Komponist
von Theater-, Fernseh- und Filmmusiken: u. a. schrieb er
die Musik zu preisgekrönten Filmen von Michael Verhoeven,
Erwin Keusch und Wim Wenders (z. B.: "Im Lauf der Zeit",
der in Cannes mit dem Preis der Internationalen Filmkritik
ausgezeichnet wurde).
Axel Linstädt übte und übt
zahlreiche ehrenamtliche Funktionen aus, z. B. als Präsidiumsmitglied
des Deutschen Musikrates (von 2000 bis 2002), als Mitglied
im Beirat des BuJazzO - Bundesjazzorchester (bis einschließlich
2007), der Vorjury Musik des Friedrich-Baur-Preises oder
der Jury des Wolfram-von-Eschenbach-Preises.
Er ist seit 1997 Mitglied im Kuratorium der
mittlerweile 50-bändigen Edition "Komponisten
in Bayern",
seit 2002 Stiftungsratsvorsitzender der Theodor-Rogler-Stiftung,
seit 2006 Kuratoriumsmitglied des Experimentalstudios für
akustische Kunst, Freiburg und
seit 2007 Mitglied im Kuratorium der Carl-Orff-Stiftung.
Prof.
Dr. iur. Dr. h.c. Peter M. Lynen

* Geboren 1948 in Aachen
* Studium der Rechtswissenschaft an den Universitäten
Mainz und München
* Erste jur. Staatsprüfung 1973; Zweite juristische
Staatsprüfung 1976
* Promotion zum Dr. iur. an der Universität zu Köln
und Ehrenpromotion zum Dr. phil. an der Robert-Schumann-Hochschule
Düsseldorf
* Berufliche Tätigkeiten an der RWTH Aachen, der Universität
Bonn und dem Sekretariat der Kultusministerkonferenz in
Bonn (insgesamt 1976 – 1982), nebenberuflich Tätigkeiten
als kommissarischer Kanzler der Robert-Schumann-Hochschule
Düsseldorf (1987-90) und der Folkwang Hochschule Essen
(1996)
* Mitwirkung und Beratung in verschiedenen deutschen und
ausländischen Institutionen der Wissenschaft und Kunst
* Seit 1982: Kanzler der Kunstakademie Düsseldorf und
* Seit 2005 nebenberuflicher Professor an einer Kunsthochschule:
Hochschule für Musik Köln, Leiter des Zentrums
für internationales Kunstmanagement
Dr.
Peter Reidemeister

Peter Reidemeister wurde 1942 in Berlin geboren
und ist seit 35 Jahren Wahl-Baseler. Seine musikalische
Ausbildung im Hauptfach Flöte erhielt er an der Musikhochschule
in Berlin bei Aurèle Nicolet. Zunächst war er
Mitglied der Berliner Philharmoniker - später der Deutschen
Bachsolisten. Nachfolgend wirkte er als Assistent Nicolets
an der Freiburger Musikhochschule und absolvierte ausgedehnte
Konzerttourneen auf fast allen Kontinenten.
Seit den 70er Jahren wandte sich Peter Reidemeister
zunehmend der Musikwissenschaft zu, studierte in München
bei Thrasybulos G. Georgiades und in Berlin bei Carl Dahlhaus
- 1972 promovierte er mit einer Arbeit zum Burgundischen
Chanson des 15. Jahrhunderts.
Ab 1973 war er, an der Seite von Wulf Arlt,
stellvertretender Leiter der Schola Cantorum Basiliensis,
eines der weltweit führenden Institute für Alte
Musik, dessen Leitung ihm von 1978 bis 2005 oblag. Damit
verbunden war er Direktionsmitglied der Musik-Akademie der
Stadt Basel und Herausgeber des Basler Jahrbuchs für
historische Musikpraxis. 25 Bände dieser Reihe fallen
in seine Verantwortlichkeit.
Er verfasste zahlreiche Publikationen zu Fragen
der Aufführungspraxis und Interpretation Alter Musik,
zur Rezeption Alter Musik im 20. Jahrhundert und zum Problem
der musikalischen Ausbildung. Auch auf dem Gebiet des Editionswesens
war er aktiv (mehrere Ausgaben im AMADEUS-Verlag, Winterhtur).
Sein verbreitetes Buch Einführung in die Historische
Aufführungspraxis erschien 1989 (1995 in 2. Auflage)
bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft, Darmstadt.
Seine vielfältigen Tätigkeiten
finden ihre Ergänzung in der Mitarbeit in musikpolitischen
Kommissionen u.a. verbunden mit der Thematik der Evaluation
neuer Studiengänge gemäß der Bologna-Reform,
in Vorständen diverser Musikgesellschaften sowie zahlreichen
Vorträgen und Kursen an Musikhochschulen. An der Universität
Zürich lehrte er im Frühlingssemester 2008. Für
das Berliner Musikinstrumenten-Museum ist er tätig
in der Organisation der Konzertreihe „Alte Musik live“.
Bereits mehrfach gehörte er der Jury des Internationalen
Telemann-Wettbewerbs in Magdeburg an.
Prof.
Wolfhagen Sobirey
studierte Germanistik, Schulmusik, Gesang und Dirigieren
in Göttingen und Hamburg, anschließend Gymnasiallehrer
mit den Fächern Musik und Deutsch an Gymnasien und
Gesamtschule.
* 1988 bis 2008 Direktor der Staatlichen Jugendmusikschule
Hamburg,
* seit 1998 Präsident des Landesmusikrats in der Freien
und Hansestadt Hamburg, seit 2001 Vorstandsmitglied der
Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für Kinder- und
Jugendkultur, LAG,
* seit 2004 Mitglied im Bundesfachausschuss Musikalische
Bildung des Deutschen Musikrats,
* seit 2005 im Präsidium des Deutschen Musikrats und
Mitglied im Bundesvorstand des Verbands deutscher Musikschulen,
VdM,
* 2008 Professor der Hochschule für Musik und Theater
Hamburg.
Prof.
Simone Young
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| (Foto: Reto Klar) |
Die in Sydney/Australien geborene Künstlerin
studierte in ihrer Heimatstadt Klavier und Komposition und
war Assistentin am dortigen Opernhaus. Ein Stipendium führte
sie an die Kölner Oper, wo sie als Korrepetitorin, Assistentin
und Kapellmeisterin Erfahrungen sammelte. Im Herbst 1992 erfolgten
ihre Debüts an der Komischen Oper Berlin, an der Wiener
Volksoper und an der Staatsoper Berlin, wo sie von 1993 bis
1995 Erste Kapellmeisterin bei Daniel Barenboim war. In dieser
Zeit begann auch Simone Youngs internationale Karriere, die
sie an alle großen Opernhäuser der Welt führte.
In kurzer Folge gab sie ihre Debüts an der Wiener Staatsoper,
an der Pariser Opéra Bastille, am Royal Opera House
Covent Garden in London, an der Bayerischen Staatsoper in
München, an der Metropolitan Opera in New York, an der
Houston Grand Opera und der Los Angeles Opera. An der Hamburgischen
Staatsoper debütierte Simone Young 1996 mit »Elektra«.
Von Januar 2001 bis Dezember 2003 war sie Künstlerische
Leiterin und Chefdirigentin der Australian Opera in Sydney
und Melbourne, wo sie zahlreiche Opernproduktionen sowie Konzerte
mit allen wichtigen Orchestern Australiens dirigierte.
Neben ihrer umfangreichen Operntätigkeit
machte sie sich auch auf dem Konzertpodium einen Namen.
So dirigierte sie unter anderem die Staatskapelle Berlin,
die Münchner Philharmoniker, das NHK Symphony Orchestra
Tokyo, die New Yorker Philharmoniker, das RSO Wien, das
Philharmonische Staatsorchester Hamburg, das DSO Berlin,
das Orchestre National de Lyon, die Staatskapelle Dresden
sowie die Dresdner Philharmoniker. Im November 2005 gab
sie ihr Debüt mit den Wiener Philharmonikern, im Dezember
2005 leitete sie erstmals die Berliner Philharmoniker. Im
Oktober 2007 folgte ihr Debüt mit dem London Philharmonic
Orchestra. Von 1999 bis 2002 leitete Simone Young als Chefdirigentin
das Bergen Philharmonic Orchestra. Seit Sommer 2007 ist
sie »Erste Gastdirigentin« des Lissabonner Gulbenkian
Orchesters.
Simone Young hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen
erhalten. In ihrer Heimat wurde sie mit dem Ehrendoktorat
der Universitäten in Sydney und Melbourne sowie mit
dem Orden »Member of the Order of Australia«
ausgezeichnet. In Frankreich erhielt sie den Orden »Chevalier
des Arts et Lettres«, am 22. März 2005 ehrte
das Goethe-Institut in Weimar sie mit der Goethe-Medaille.
Für ihre erste Spielzeit als Intendantin der Staatsoper
Hamburg wählten Kritiker der Zeitschrift »Opernwelt«
sie im Oktober 2006 zur »Dirigentin des Jahres«.
Am 12. Oktober 2006 wurde sie zur Professorin der Hochschule
für Musik und Theater Hamburg ernannt. Im September
2008 wurde sie mit dem Brahms-Preis Schleswig Holstein ausgezeichnet.
Seit August 2005 ist Simone Young Intendantin
der Staatsoper Hamburg und Hamburgische Generalmusikdirektorin
des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg.
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