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Allgemeine
Studieninformationen
An der Hochschule für Musik Nürnberg wird MUSIKPÄDAGOGIK
groß geschrieben. Damit unser Musikleben und unsere
Hochschulen zukünftig genügend Nachwuchs und unsere
Künstlerinnen und Künstler weiterhin ein Publikum
haben, benötigen wir neben künstlerisch auf hohem
Niveau ausgebildete vor allem auch musikpädagogisch
erstklassig qualifizierte Absolventen, die den vielfältigen
Anforderungen in Musikschule, Ganztagsschule, Privatmusikunterricht
et cetera kompetent begegnen können.
In Nürnberg werden schon seit Konservatoriumszeiten
diplomierte Instrumental- und Gesangspädagogen sowie
Elementare Musikpädagogen mit großem Erfolg ausgebildet.
Nun haben sich aber neben den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
auch die Erwartungen der zukünftigen Arbeitgeber unserer
Absolventen verändert. Seit dem Wintersemester 2004/05
verfolgen wir daher ein neues musikpädagogisches Ausbildungskonzept,
das derzeit aus folgenden Elementen besteht:
• zusätzlicher Prüfungsteil (Musikpädagogische
Gruppenprüfung) in der Eignungsprüfung für
künstlerisch-pädagogische Studiengänge
• zusätzliche individuelle Studienberatung vom
ersten Tag an
• Möglichkeiten der Mehrfachqualifikation in
verschiedenen Stufen, Fächern und Studienrichtungen
• musikpädagogisches Aufbaustudium
Wir bilden Musikpädagoginnen und Musikpädagogen
aus, die...
• sich in ihrem Studium theoretisch und praktisch
mit ihrem späteren Berufsfeld auseinandergesetzt und
identifiziert haben,
• Interesse sowohl an Breiten- als auch an Spitzenförderung
haben,
• kompetent sind im Umgang mit Gruppen, Klassen und
Menschen aller Altersgruppen und Leistungsstufen,
• in mehreren musikalisch-stilistischen Bereichen
(Klassik, Pop, Jazz, Improvisation, historische Aufführungspraxis,
Neue Musik etc.) Impulse geben können und dadurch flexibel
einsetzbar sind.
Besonders wichtig ist uns daher eine enge Vernetzung von
Kunst und Pädagogik, Jazz und Klassik, Theorie und
(Musizier-) Praxis.
Mehrfachqualifikation
Im Rahmen des grundständigen künstlerisch-pädagogischen
Hauptfachstudiums bestehen zahlreiche zusätzliche Qualifizierungsmöglichkeiten.
Diese können im Rahmen der Regelstudienzeit absolviert
werden. Die Studierenden haben lediglich zu beachten, wann
sie spätestens in ein zusätzlich qualifizierendes
Studienangebot einsteigen, um die erforderliche Semesterzahl
zu erreichen und gleichzeitig die Höchststudiendauern
nicht zu überschreiten.
Grundsätzlich gilt: Die ersten beiden Semester dienen
als Orientierung zur Beantwortung der Frage, ob eine beziehungsweise
welche zusätzliche Qualifikation gewählt werden
kann. Es ist jedoch auch möglich, jedes Angebot bereits
ab dem ersten Semester zu studieren. Vom Studium einer Zusatzqualifikation
lässt sich bei entsprechender Eignung auf den Status
des Zusatzfaches, vom Zusatzfach auf den Rang eines zweiten
Hauptfaches umsteigen.
Zusatzqualifikation
Beim Studium einer viersemestrigen Zusatzqualifikation
handelt es sich um eine inhaltliche Erweiterung der künstlerisch
- pädagogischen Kompetenz. Ein Einblick in andere Stilrichtungen,
andere Zugangsweisen und andere Schwerpunkte wird so gegeben.
Dafür muss keine Aufnahmeprüfung abgelegt werden.
Möglich sind derzeit Zusatzqualifikationen in den Fächern:
Alte Musik / Aufführungspraxis,
Chorleitung,
Elementare Musikpädagogik,
Ensembleleitung,
Klassik für Jazzer,
Jazz für Klassiker. (Link jeweils zu den Stundentafeln)
Zusatzfach
Um eine zweite Lehrbefähigung in einem Zusatzfach
zu erhalten, muss dieses mindestens sechs Semester belegt
werden. Darüber hinaus sind die Fächer Didaktik,
Methodik, Lehrpraxis und Literaturkunde in vollem Umfang
zu absolvieren. Im künstlerischen Bereich sind die
Anforderungen geringfügig niedriger als im Hauptfach.
Für diese Erweiterung muss eine Aufnahmeprüfung
abgelegt werden.
Möglich sind derzeit die Fächer:
Alte Musik,
Elementare Musikpädagogik,
Instrument/Gesang klassisch,
Instrument/Gesang Jazz,
Arrangement/Komposition Jazz (Link jeweils zu den Stundentafeln)
Zweites Hauptfach
Jedes Instrument, Gesang oder Elementare Musikpädagogik
können als zweites Hauptfach studiert werden. Um hier
die Lehrqualifikation zu erhalten, muss dieses mindestens
acht Semester belegt werden. Darüber hinaus sind die
Fächer Didaktik, Methodik, Lehrpraxis und Literaturkunde
in vollem Umfang zu absolvieren. Die Anforderungen im künstlerischen
Niveau sind gleich denen im ersten Hauptfach. Das Studium
eines zweiten Hauptfaches erfordert ebenfalls eine Aufnahmeprüfung.
Zusatzstudium EMP
für Studienbewerber mit einem pädagogischen Diplom
aus anderen Studienrichtungen, z. B. Sozialpädagogik,
Diplom in Kirchenmusik u.ä.
Studiendauer: 4 Semester (nur Studienfächer der EMP)
Studienabschluss: Musikpädagogisches Diplom (in Verbindung
mit dem vorausgegangenen Studienabschluss) mit der Lehrbefähigung
in EMP
Musikpädagogisches Aufbaustudium
Die Hochschule für Musik Nürnberg bietet seit
dem Wintersemester 2005/06 einen Aufbaustudiengang für
Absolventen von musikpädagogischen Studiengängen
an. Dieses Qualifizierungsangebot funktioniert analog zur
künstlerischen Meisterklasse.
Es bereitet die Studierenden berufsbegleitend auf übergeordnete
Aufgaben in der Musikschule (Fachbereichsleitung, Konzertpädagogik
etc.), die Arbeit in Fort- und Weiterbildung sowie die Lehre
im eigenen künstlerischen Hauptfach und dessen Didaktik
und Methodik z. B. an Berufsfachschulen und Hochschulen
vor. Vor allem im letztgenannten Fachgebiet fehlten oft
qualifizierte Bewerber, da es hierfür in Deutschland
bisher keine Ausbildung gab.
Voraussetzungen für die Aufnahme eines solchen Studiums
sind:
• Bestehen einer Eignungsprüfung
• Nachweis der Berufstätigkeit im Bereich Instrumental-,
Vokal- oder Elementare Musikpädagogik,
• Interesse an wissenschaftlichen Methoden, Professionalisierungsmöglichkeiten
und lebenslangem Lernen
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Musikpädagogische
Seminare
Projekte
und Preise
[Hier erscheinen Berichte von bzw. Hinweise auf aktuelle
musikpädagogische Projekte, z. B. Kinderuni, konzertpädagogische
Aktivitäten, Workshops mit pädagogischem Schwerpunkt,
besonders gelungene Diplomarbeiten, Vergabe der musikpädagogischen
Preise (siehe untenstehende Liste)...]
Musikpädagogischer
Preis
Ein Wink mit dem Zaunpfahl, einfach nur ein Ansporn für
die Studierenden oder beides? Während normalerweise
nur Preise für beste künstlerische Leistungen
vergeben werden, ist es der Hochschule für Musik Nürnberg
als einziger in Deutschland möglich, die besten Abschlüsse
in künstlerisch-pädagogischen Studiengängen
mit Preisen zu prämieren. Dies haben wir einer sehr
großzügigen Spende zu verdanken, die Preisgelder
in Höhe von jährlich 5000€ für zehn
Jahre sichert. Auf Wunsch des Sponsors werden jeweils zwei
Preise in zwei Kategorien (1. Preis: 1500€, 2. Preis:1000€)
vergeben und zwar in der Kategorie I an Studierende mit
Hauptfach oder Zusatzfach Klavier und in Kategorie II an
Studierende aller übrigen Hauptfächer.
Maßgeblich für die Preisvergabe ist der Durchschnitt
aus folgenden Bewertungen:
Hauptfach (ggf. Zusatzfach), Didaktik/Methodik, Lehrpraxis,
Literaturkunde, Musikpädagogik und Diplomarbeit.
Die Absolventen mit den besten Durchschnittsnoten aus den
genannten Fächern erhalten jeweils den 1. und den 2.
Preis. Die Preisvergabe erfolgt nach Abschluss aller relevanten
Prüfungen zu Beginn des folgenden Wintersemesters.
Bisherige Preisträger:
2005
Zunächst nur eine Kategorie: Hauptfach oder Zusatzfach
Klavier
1. Preis (2400 €): Sarah Moll, Zusatzfach
Klavier
2. Preis (1700 €): Lisa Maria Schachtschneider, Hauptfach
Klavier
3. Preis (900 €): Andreas Sobczyk, Hauptfach Klavier
2006
Kategorie I: HF oder ZF Klavier
1. Preis (1500 €): Smilja Krstanovic, HF Klavier
2. Preis (1000 €): Cornelia Schenke, HF Klavier
Kategorie II: Alle übrigen Fächer
1. Preis (1500 €): Roland Klappstein, HF Gesang
2. Preis (1000 €): Tetyana Hoch, HF EMP / ZF Klavier
2007
Kategorie I: HF oder ZF Klavier
1. Preis (1500 €): Katharina Schmerer, ZF
Klavier
Kategorie II: Alle übrigen Fächer
1. Preis (1500 €): Stefan Schmid, HF Saxophon
2. Preise (je 1000 €): Katharina Heiligtag, HF Gesang
und Claudia Oswald, HF Akkordeon
2008
Kategorie I: HF oder ZF
Klavier
1. Preis (1500 Euro): Michael Syrbe, HF Klavier
2. Preis (1000 Euro): Ninette Hofmann, HF Klavier
Kategorie II: Alle übrigen
Fächer
1. Preis (1500 Euro): Patricia Böhm, HF Gesang
2. Preis (1000 Euro): Melanie Roth, HF Saxophon
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