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LNdW 2007

Eindrücke von der LNdW 2005
Bilder von der LNdW 2007

 

Kunst ist eine Wissenschaft für sich!
Die Lange Nacht der Wissenschaften 2009 an der Hochschule für Musik

Rund zwanzig Professorinnen, Professoren und Lehrende der Hochschule gestalteten in der diesjährigen „Langen Nacht“ gemeinsam mit über 60 Studierenden ein abwechslungsreiches Programm und ließen so für eine breite Öffentlichkeit Musikgeschichte lebendig werden. Viele Besucher nutzten die Chance, einen Einblick in den Unterrichtsbetrieb einer Musikhochschule zu erhalten und kamen gezielt zu den offenen Unterrichtsangeboten und moderierten Kurz-Konzerten, bei denen die Seminarräume und Unterrichtsstudios der Hochschule aus allen Nähten platzten.

Freunde der so genannten Alten Musik konnten unter anderem ausgewählte Arien aus der Oper „Der Streit der vier Jahreszeiten“ von Reinhard Keiser kennen lernen. Das Studio für Alte Musik unter Leitung von Hartwig Groth zeichnete hier verantwortlich. Die Cembalisten Oscar Milani und Ralf Waldner widmeten sich einem der musikgeschichtlich interessantesten und komplexesten Werke von Altmeister Johann Sebastian Bach, der „Kunst der Fuge“.

Thomas Königs und Katrin Kafka spielten und erläuterten Musik von Mauro Giuliani, dem „Mozart der Gitarre“. Hier kam eine originale Biedermeiergitarre zum Einsatz. Mozarts Klavierwerken ging Michael Syrbe, Studierender der Klaviermethodik-Klasse von Ulrich Hench auf den Grund. Unter dem Motto „Bin ich zu schnell?“ erläuterte er Fragen der Tempogestaltung, auch dies eine Wissenschaft für sich.

Einmalige Gelegenheit zu einem Einblick in ihren künstlerischen Unterricht gaben sowohl der ehemalige Präsident der Hochschule und weltberühmte Tenor Prof. Siegfried Jerusalem, der mit seiner Gesangsklasse vertreten war, als auch der gefeierte Pianist Prof. Wolfgang Manz, der mit seinen Studierenden den Lange-Nacht-Schwärmern Werke aus dem klassisch-romantischen Repertoire näher brachte. Der Ausnahmegeiger Prof. Daniel Gaede nahm mit seinen Meisterschülerinnen berühmte Violinmusik unter die Lupe. Beim romantischen Repertoire blieb auch Ortrun Grahe, die mit ihrer Korrepetitionsklasse unter dem Motto „Guten Abend, gut’ Nacht“ Volkslieder von Johannes Brahms aufführte.

Einen Schnelldurchlauf durch die Musikgeschichte erhielten die Besucher der „Langen Nacht“ beim Gesprächskonzert der Akkordeonklasse von Irene Urbach, in dem Studierende Sololiteratur des 16. bis 21. Jahrhunderts präsentierten. Unter dem Titel „Spitzbuben“ zeigten Viola Robakowski, Ulrike Hannah Zeitz und Maryna Dorf (Fachbereich Elementare Musikpädagogik) Ausschnitte aus ihrem aktuellen Chansonprogramm.

Die Jazzsaxophonisten der Hochschule präsentierten nonstop Standards der Jazzgeschichte, bei dem Jazzpianisten Johannes Billich hingegen konnte das Publikum ein ungewöhnliches Projekt live erleben: den „calendario do som“ des brasilianischen Avantgardisten Hermeto Pascoal.

Wer nicht nur hören und sehen, sondern auch selbst Hand anlegen wollte, konnte dies bei „Gjeite-Lok“ von Doris Hamann und Michael Forster tun und in einem Ad-hoc-Ensemble aus ungewöhnlichen Klangerzeugern mitmusizieren.

Bis zum nächsten Mal!