5. Unterlagen für den Unterricht

5.1 Internet

Das Internet bietet jedem Benutzer eines PC/AT >=80386 den Zugriff auf Dateien eines Netzanbieters (ONLINESERVICE)! Der Anbieter hat entweder eine eigene Internetadresse oder eine Homepage bei einem der großen Provider (T-ONLINE, Compuserve, AOL, ...).

Beispiel einer Homepageadresse http://www.abc.de/maxmeier/

Bedeutung: Der Anbieter hat unter seinem oder einem frei gewählten Namen (maxmeier) eine Homepage beim Provider abc installiert. Wählt man nun diese Internetadresse an, so erreicht man die Homepage von maxmeier und kann per Mausklick der fett oder farbig unterlegten Stichwörter Informationen die maxmeier hinterlegt hat abrufen. Um diese Homepage nutzen zu können muß man nicht Kunde von abc sein, es genügt irgendein Internetzugang, der natürlich meist durch einen Provider gegen eine mtl. Gebühr zur Verfügung gestellt wird.

5.1.0 Geschichte

1950bis Als geheimes Datennetz des US-Verteidigungsministeriums aufgebaut, um in Kriegsfällen einen 1960 schnellen Datenaustausch zu gewährleisten (Konfrontation mit der Sowjetunion, kalter Krieg, Kubakrise).

1970 Erstmals werden auch Universitäten an das Internet angeschlossen.

1990 Das Internet wird der Bevölkerung durch "Provider" (Anbieter, z.B. AOL, Compuserve, T-Online) zugänglich gemacht.

1994-95 Große Technikrevolution im WWW-Teil des Internet. Motto: Schöner, bunter, besser, Grafik!

1995 Der große Durchbruch des Internet ist da. In diesem Jahr werden die meisten Neuanmeldungen verzeichnet.

Was ist das Internet?

Das Internet ist das größte Datennetz der Welt zum Informationsaustausch. Bisher sind schon mehr als 30 Millionen Menschen angeschlossen, und täglich wächst die Zahl der Benutzer. Der Sinn des Internet besteht darin, Informationen allen Menschen schnell und unkompliziert zugänglich zu machen. Dies funktioniert bestens, da es im Internet (noch) keine Polizei gibt, die alle Angebote überprüft. Das Internet bietet verschiedene Dienste an, wobei der meist benutzte Dienst die Email ist.

Die wichtigsten Teile des Internet:

Email Unter Email versteht man elektronische Post. Man schreibt einen Brief an eine Internet-Adresse (z.B. mikegernot@aol.com) und nach wenigen Augenblicken befindet sich die Nachricht im Postfach des Empfängers. Man zahlt kein Porto, nur die Telefongebühren zum Anbieter.

WWW Der WWW-Dienst (World-Wide-Web) ist der bunteste Teil des Internet. Hier werden Informationen durch Bilder und Texte vermittelt. (z.B. http://www.harald-schmidt-show.de). Das Internet-Surfen findet in diesem Teil statt.

FTP In diesem Dienst kann man sich Computerprogramme aus der ganzen Welt auf seinen eigenen Computer holen.

IRC (Internet-Relay-Chat) Hier kann man sich mit jeder Person auf der Welt, die einen Internetanschluß hat über die Tastatur unterhalten. Newsgroups Dieser Dienst ist die elektronische Pinwand im Internet. Man kann hier eine Nachricht schreiben, die von jedem anderen gelesen werden kann. Bei Fragen erhält man meist schon nach wenigen Minuten die Antwort.

5.1.1 Voraussetzungen

- PC/AT >= 80486 mit min. 16MB-RAM, schnelle Grafikkarte mit min 2MB-SRAM. - Modem mindestens 14400 Baud (V.32bis) bzw. 28800 Baud (V.34) oder eine ISDN- Karte, sofern ein entsprechender Telefonbasisanschluß besteht. - Software 0. Geeignete Betriebssysteme wie UNIX, LINUX, OS/2, Windows NT, Windows 95, Windows 3.11 etc. Beachte jedoch, daß 32Bit-Betriebssysteme und entsprechende Rechner mehr Leistung bieten, als das 16Bit-System WIN3.11! 1. Netzanbietersoftware für das entsprechende Betriebssystem, um einen Kontakt zu seinem Provider z.B. COMPUSERVE, T-ONLINE, aol, ... aufzubauen. Da diese stark beanspruchten Provider oft überlastet sind empfiehlt sich ein privater Provider mit direktem Internetzugang. Diese Provider sind jedoch teuer!

2. BROWSER-Software (weiden, grasen...) um einen bequemen Zugang zum Internet zu besitzen, z.B. NetScape, Spry Mosaic, Microsoft Internet-Explorer, .... ).

3. Erkunden Sie vor der Installation der Providersoftware die Rufnr. des preisgünstigsten Netzknoten in Bezug auf den eigenen Wohnort, denn nicht jeder Provider betreibt in jeder Stadt einen Knotenrechner und Ferngespräche sind teuer!

5.1.2 Typisches Blockschaltbild einer Internetverbindung

Einzelplatzlösung

Internet

User-PC Besteht aus Providerrechner sehr vielen PC mit HD>1GB Telefonverbin- mit eingerichtetem Rechnern mit einer ISDN-Karte oder dung Provy-, News- und eigenen Internet- am ser. Port ange- Mail-Server. adresse. schlossenes Modem Angebot: e-mail, ftp, Einige davon sind Software irc, newsgroups Anbieter, andere sind Helfer (Such- maschinen). Hinweis: - Ein Proxy ist ein Festplattencache, indem häufig von Usern aufgerufene Internetseiten gespeichert werden. Die Seiten stehen dem User sofort zur Verfügung und müssen nicht erst aus einem weit entferneten Knotenrechner (Anbieter) geladen werden, wodurch die Betriebskosten des Provider steigen. - Ein Newsserver ist ebenfalls ein Festplattencache, der häufig aufgerufene Newsgroups bereit hält. - Ein Mailserver ist ebenfalls ein Festplattencache, der die Postfächer für die User darstellt. Hier am Providerrechner kommt also die e-mail eines Absenders an und bleibt je nach Vereinbarung einige Zeit gespeichert.

Mehrplatzlösung

Allgemeines: Anstelle des im Bild 3.6.3.2 dargestellten User-PC, verbindet ein Router /Kommunikationsserver ein LAN (Local Area Network) mit der Telefonleitung und damit mit dem Provider. Der Kommunikationsservers hat die Aufgabe verschiedenen LAN-Usern unterschiedliche Internetadressen „gleichzeitig" zu vermitteln. Er kann auch als Proxy-, News und Mailserver eingerichtet sein. Je nach Betriebssystem arbeitet der Kommunikationsserver unter UNIX, LINUX, WINDOWS-NT, NOVELL, etc. ! Lösung: 10Base2-Net unter Win95 mit TCP/IP

Zimmer 416 Zimmer 420 PC´s mit Win95 Kommunikationsserver + 1 PC mit Win 95

Kommunikations- server mit HD 2,1GB, Betriebssystem LINUX ISDN-Karte NT zum Provider Proxy-,News- und (s. oben) Mailserver (sparen Telefonkosten)
 

5.2 Begriffe aus der Datenübertragungstechnik


Begriff... und Bedeutung 

Account Zugangsberechtig. zu einem Netzwerk, Mailbox (Benutzernamen und Paßwort).

Administrator Systembetreuer (Sysop)von Mailboxen, Internet-Servern.

Adresse E-Mail-Adresse oder Rechneradresse im Netz (IP-Adresse).

AFAIK Chat-Sprachelement As far as I know = soweit ich weiß

AFK Chat-Sprachelement Away from Keyboard = Bin kurz nicht an der Tastatur.

AKA Also known as = alternativer Benutzername eines Users.

Akustikkoppler Akustik-Modem, -Koppler . Nur 300 Bit/s bis max. 1200 Bit/s

Altavista Suchmaschine im www

AOL Daten-Dienst, Bertelsmann, Axel Springer-Verlag, America Online. PROVIDER

Archie Suchmaschine im Internet. Laufende Suche nach Begriffen auf FTP-Servern.

AT-Befehle Kommandosprache zur Modemansteuerung (AT= Attention),der Fa. Hayes

Attachment Kombination einer E-Mail mit einer ihr angehängten Binärdatei.

Baud Übertragenes Zeichen/s, kann auch Bit/s bedeuten, wenn 1Zeichen=1Bit ist.

bbl Chat-Sprachelement be back later

Binärdatei Datei aus binären Zeichen, also kein Textfile.

Black Boards Schwarze Bretter emöglichen Fragen und Antworten in best. Foren

Bounce Rücksendung einer E-Mail wegen eines Fehlers.

BPS s.a. Baud Maßeinheit für DÜ-Geschwindigkeit.8 BPS=1Byte/s, oft Verwechslung mit Baud

BZT-Zulassung Zulassungsnummer für Geräte im deutschen Telekomnetz

CAPI Softwareschnittstelle zur Modemprotokollanpassung ans Internet

Carrier detect DÜ-Rate bzw. Grundfrequenz eines Modems erkannt und Synchronisation

Chat Unterhaltung zweier Anwender mittels Tastatur und Bildschirm z.B. durch IRC

Datex Data Exchange bzw. Bezeichnung des DFÜ-Netzes d. Telekom.

Datex-J Nachfolger von BTX (Online-Dienstes der Telekom), heute T-ONLINE

DCE oder DÜE Data Communication Equipment bzw. das Modem

DEE Datenendgerät s.a. DTE

Dino Suchmaschine im www

DNS-Server Umwandeln des Host-Namens in die entspr. IP-Adresse des Host s.a. IP

Domain Domain-Name ist Bestandteil einer jeden Internet-Adresse ( z.B. xysoft.com)

Download Herunterladen von Dateien aus einem Online-Dienst oder einer Mailbox

DTE Data Terminal Equipment bzw. Datenendgerät DEE (PC, FAX, etc.)

DÜE Datenübertragungseinrichtung s.a. DCE

E-Mail Elektronische Post / Senden von Text an eine andere E-Mail-Adresse

E-Mail-Adresse Der Empfänger hat ein Postfach xyz auf dem Providerrechner xyz@profi.com

FAQ Seite für Frequently Asked Questions = Häufig gestellteb Fragen

Finger Internet-Dienst zum Auffinden aller eingeloggten Teilnehmer an einem Server

FTP Filetransferprotokoll (DÜ-Protokoll zwischen Rechnern versch. Betriebssysteme)

FTP-Server Internet-Rechner die Download nach einem LOGIN zur Verfügung stellen.)

Gateway Tor bzw. Schnittstelle zwischen zweierlei Kommunikationssystemen.

Gopher MauIwurf = Informationsdienst im Internet. Vorläufer von Suchmaschinen

Handshake Datenflußprotokoll für ser. Schnittstelle (RTS/CTS...XON/XOFF)

Hayes-Befehle s.a. AT-Befehle

Homepage HTML - Seite eines Internetanbieters auf dem Rechner seines Providers

HTML Hypertext Markup Language s.a. Homepage

http hypertext transfer protokoll (Protokoll zur DÜ im www)

Internet-Kennung de=Deutschland, uk=England,

IP-Adresse Jeder mit TCP/IP Protokoll arbeitende Rechner hat solch eine Netwerk-Adresse

IRC Abkürzung für Internet Relay Chat

JAMBA Editor für Web-Seiten (drag&drop) für win95 von der Fa. AIMTECH

Java plattformunabhängige Programmiersprache für HTML und Onlinedatenbanken

Link Verbindung zu and. Homepages im www (meist farblich abgesetzter Text)

Login Anmelden eines Anwenders in einem Netzwerk, Mailbox ...

Lycos Suchmaschine im www http://www.lycos.de/wow

Mailbox Rechner eines Privatanbieters in den man sich gegen Bezahlung einloggen kann

MIME Multipurpose Internet Mail Extension / Progr. zur Binärco- u. decodierung

Modem Modulator bzw. Demodulator = Kommunikationsgerät zur DÜ

netguide Suchmaschine im www http://netguide.de erste deutsche Lycossuchmaschine

News Neuigkeiten und Nachrichten aller Art z.B. beim Provider

Newsgroup Diskussiongruppe, Forum zu bestimmten Themen (s.a.Black Boards im Internet)

Offline Abschaltung nach Abbruch einer Verbindung mit einem Online-Dienst, etc.

Offline-Reader Progr. zum Verfassen und Lesen von E-Mails im kostenfreien OFFLINE-Status

Online Aktiv (kostenpflichtig) auf der Leitung

Online-Dienste Von Providern angebotene Zugänge z.B. T-Online, AOL, MSN, ...

Ping Testroutine zur Prüfung von DÜ-Geschwindigkeit zwischenNetzwerkteilnehmern

Plug-In Erweiterung für einen WWW-Browser falls kein HTML-Format vorliegt

POP Post Office Protocol (Protokoll des Mail-Server eines Providers im Internet)

PPP Point-to-Point Protokoll zur Modemeinwahl ins Internet (POP-Rechner des Prov.)

Provider Anbieter eines Internet-Zugangs gegen mtl. Gebühr

QTP / Quote Quote of the Day (Text wird automatisch in z.B. jede E-Mail eingebunden

Real Audio Soundformat im Internet (schnelle Verbindung / Echtzeit-Audio )

Realname wirklicher Name eines Anwenders in einer Mailbox

Reply Kommentar z. B. auf eine E-Mail

Shell-Account Zugangsberechtigung zu einem anderen Rechner auf Systemebene (für SysOp)

SLIP Serial Line Internet Protocol (Vorläufer des schnelleren PPP)

SQL Structured query Language (Auf Fragen basierende Datenbanksprache)

SysOp Systemoperator für Knotenrechner

TCP/IP Transmission Control Protocol /lnternet Protocol für DÜ im Internet

Telnet Software zum direkten Dialog zweier User mit dem TCP/IP (PC-Fernsteuerung)

Terminalprogr. Einfache Software zur Kommunikation mit Modems (Telix, Telnet,...)

Thread Kette von Antworten in einem Diskussionsforum

Trumpet WinSock Ermöglicht win3.11 Usern den Zugang zum Internet (Shareware)

USENET Nachrichtennetz das oft über Internet abgewickelt wird (News, Newsgroups)

Veronica Very easy rodent oriented netwide index to computer archives (s.a. GOPHER)

VRML Virtual Reality Modeling Language (Standard für 3D im WWW)

WAIS Wide Area Information Server im Internet

Web-Browser Programm mit graf. Oberfläche zum Navigieren im WWW per Mausklick

Web-Publishing Bereitstellen von Informationen z.B. über eine HTML auf dem Providerrechner

WHOIS Adreßdatenbanken im Internet, die über die E-Mail-Adresse Teilnehmer findet

Winsock Die WINSOCK. DLL ergänzt Windows um TCP/IP-Protokoll zu ermöglichen.

WWW World Wide Web / Erweiterung des Internet für grafische DÜ (HTML-Seiten ..)

Yahoo Suchmaschine http://www.yahoo.com. http://my.yahoo

Bernd Gernoth
Rudolf-Diesel-Fachschule, Nürnberg Elektrotechnik / Informatik Intranet_PI.doc/ B. Gernoth 97
 
 

   
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