Protokoll der 1. Sitzung
der Untergruppe Pädagogische Umsetzung“
des SchB-Arbeitskreises „Unterricht mit Netzunterstützung“
Zeit: Donnerstag,
19. Juli 2001; 14:00 - 16:15 Uhr
Ort:
Berufsbildungszentrum, Äußere Bayreuther Str. 8, Zi. 047
Teilnehmer: Herr Kuschel, B 1
Herr Massone, B 1
Herr Röthlingshöfer, B 3
Herr Hösch, B 4
Herr Dr. Kührt, B 4
Herr Meinken, B 5
Frau Schlenk, B 5
Frau Schönecker, B 5
Frau Benesch, B 8
Herr Schneider, B 8
Herr Thörner, B 11
Frau Neumann-Weber, B 14
TOP 1 Begrüßung
TOP 2 Standortbestimmung
TOP 3 Aufgabenfelder der
Gruppe
TOP 4 Was mache ich mit
einem PC im Klassenzimmer?
TOP 5 Neuer Termin der
Arbeitsgruppe "Pädagogische Umsetzung"
TOP 1 Begrüßung
Herr Dr. Kührt und Herr Schneider begrüßen die Mitglieder.
Herr Dr. Kührt berichtet von den erweiterten Möglichkeiten für
die Hardwarebeschaffung. So kann im nächsten Schuljahr mit zusätzlichen
Vernetzungen, zusätzlichen Beamern und Druckern gerechnet werden.
Die Ergebnisprotokolle des Arbeitskreises und der Untergruppen werden
allen Interessierten auf den Internetseiten von KUBISS
zur Verfügung gestellt. Protokolle etc. bitte einfach per Mail an
H. Wittmann oder H. Dr. Kührt, so lange wir noch keine eigenen Passwörter
für den Datentransfer haben..
TOP 2 Standortbestimmung
Die Mitglieder der Untergruppe verständigen sich in einem ersten
Brainstorming auf eine gemeinsame Standortbestimmung und auf daraus resultierende
mögliche Aufgabenfelder:
Hardware
An den beruflichen Schulen werden mehrere Möglichkeiten der Internetnutzung
für den Unterricht zum Einsatz kommen:
-
Klassenzimmer mit einem Personalcomputer (sukzessive ausgestattet mit Beamer
und Drucker)
-
Integrierte Fachunterrichtsräume mit 4 - 6 PC-Inseln
-
EDV-Raum mit ca. 15 PCs
-
Mobile Multimediaeinheiten (PC, Drucker, Beamer, Digital-Kamera, etc. -
je nach Bedarf konfiguriert)
Didaktik-Methodik
Die Internetnutzung im Unterricht wirft neue Fragen hinsichtlich
-
der Methoden (Wie setze ich die Medien ein?),
-
der Techniken (Lerninhalte, wie Bedienung von PC, Explorer, Suchmaschinen
etc.) und
-
der Gefahren (verbotene, unerwünschte Inhalte, Verletzung von Copyright
etc.)
auf.
Fortbildungsbedarf
Die Fähigkeiten der Kollegenschaft im Umgang mit moderner EDV-Nutzung
ist sehr unterschiedlich. Der Arbeitskreis wird daher seine Unterstützungsleistung
gegenüber den Kollegen auf die Nutzung eines neuen Unterrichtsmediums
(PC im Klassenzimmer) und die Nutzung des Internets sowie Intranets konzentrieren.
TOP 3 Aufgabenfelder der Gruppe
Handlungsfelder an den jeweiligen Schulen (In-House-Lösungen)
Die Mitglieder schlagen den Schulen begleitend zur Aufstellung der
PCs folgende Vorgehensweise vor:
Durchführung von zumindest drei Fortbildungsmodulen auf
der Ebene der Fachgruppe, bzw. des Berufsbereichs.
-
Zielsetzung: Jeder Kollege sollte die Informationen/Einführungen erhalten.
-
Zeitraum: Außerhalb der Fachgruppen/Berufsbereichskonferenzen (gesonderte
Zeitpunkte)
|
1. Modul - Schlüsselfrage: „Was
mache ich mit einem PC im Klassenzimmer?“
|
Inhalt:
-
Erklärung der Hardware (Bedienungshinweise, Datensicherung, etc.)
durch „Experten“ in der Fach-, bzw. Berufsgruppe.
-
Vorstellung zur Verfügung stehender Software (anhand konkreter Unterrichtsbeispiele,
einfachen Recherchen im Internet, etc.)
Dauer: ca. 2 Stunden |
| 2. Modul - Stichwort: „Internet
für Anfänger“ |
Inhalt:
-
Simulation von Unterrichtsentwürfen durch „Experten“ in der Fach-/
bzw. Berufsgruppe.
-
Themen: Navigation, Nutzung von Suchmaschinen, Katalogen, Lesezeichen etc.
Dauer: je nach Bedarf |
| 3. Modul - Stichwort: „Internet
für die Fachgruppe“ |
Inhalt:
-
Fach- bzw. berufsspezifische Aufgabenstellungen, Aufbau von Datenbanken
(Linklisten)
-
Gegenseitiges Vorstellen von erprobten Unterrichtseinheiten mit Medieneinsatz
Dauer: je nach Bedarf |
In dieser Hinführungsphase muss - in der Fach-/Berufsgruppe - die
Frage der Geräte- und Datenpflege mit entsprechenden Zuständigkeiten
festgelegt werden.
TOP 4 Was mache ich mit einem PC im Klassenzimmer?
Auf Anregung von Herrn Hösch erstellen die Mitglieder folgende
Liste an Vorschlägen über einen Einsatz des einzelnen PCs im
Klassenzimmer:
Liste mit Vorschlägen
| „Erste Antworten auf die Frage: „Was mache ich mit
einem PC im Klassenzimmer?“ |
Der PC als Präsentationsmedium:
-
Lösungen von Aufgaben einblenden (erspart teure OH-Folien)
-
Bilder, Videos, bewegte Zeichnungen als Anschauungsmaterial zum gesprochenen
Wort
-
Lehrer-, Schülerpräsentation mithilfe von PowerPoint
-
Simulation von Zusammenhängen (z. B. Kostenrechnung in Excel)
-
Schülerpräsentation mithilfe von im EDV-Raum vorbereiteten Datenmaterial
-
Lehrer-, Schülerpräsentation mithilfe von Internetseiten, welche
zuhause vorbereitet und dann - um sie im Unterricht abrufen zu können
- auf die eigene Homepage übertragen wurden
-
Fotos von Werkstücken der Schüler für eine Ergebnisbesprechung
zeigen. Die Fotos können mithilfe einer Digitalkamera gemacht werden.
Der PC als Informationsmedium:
-
Verwendung von Nachschlagewerken, Lexikas, Rechtssammlungen, Datenbanken
via CD-ROM und Internet
-
Zeigen von Videos (Fachbeiträge, Trickfilme, Vorgangsbeschreibungen
etc.)
-
Nutzung der vielfältig vorhandenen, kreativ aufbereiteten Wissenssicherungen
(Lernzielkontrollen) auf z. B. Branchen-CD-ROMs
-
Internetrecherchen (Fakten besorgen, gebührenfreie oder -pflichtige
Artikel/Kommentare von Zeitungen/Zeitschriften herunterladen, Wissensbanken
von Universitäten nutzen, etc.)
-
Studienfahrten mit der Klasse vorbereiten (Internetseiten von z. B. Institutionen
bieten Informationen, wie Eintrittspreise, Anreise, Lagepläne, Veranstaltungen
etc.. Eventuell mit der Möglichkeit sofort zu buchen.)
-
Aktuelle, informative englischsprachige Seiten für Übersetzungen
nutzen
-
Abonnieren von Newsletters zu Unterrichtsthemen; Klassenbeauftragte pflegen
die Datenbanken
-
Info-Fenster im täglichen Unterricht: (Geschichtsbewusstsein: Was
war heute vor 50 Jahren? oder Gesellschaft: Welche Person des öffentlichen
Lebens hat heute Geburtstag?)
-
Pädagogische Impulse für den Unterricht (Hinweise zum erfolgreichen
Projektunterricht, bewährte Fallstudien für den Ausbildungsberuf)
im Intranet
-
Vertretungsstunden: Lehrkraft sendet E-Mail mit Unterrichtskonzept direkt
ins Klassenzimmer. Selbstorganisiertes Lernen unter Aufsicht der Vertretung.
Der PC als Kommunikationsmedium:
-
E-Mail-Anfragen bei Behörden, Firmen, Verbänden etc.
-
Englischunterricht: Im Internet vorhandene Translater (z.B. http://www.babelfish.altavista.com/translate.dyn)
benutzen, um deren Ergebnisse zu überarbeiten (Grammatikübung)
-
Chatroom: Einrichten eines berufsspezifischen Chatrooms (z. B. in der Automobilwirtschaft
bereits vorhanden) um mit anderen Schulen zu kommunizieren (Austausch von
Fachwissen, z. B. bei der Prüfungsvorbereitung)
-
Chat mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages nach vorher vereinbarten
Zeitfenstern
-
Foren: (Austausch von Fachwissen, z. B. bei der Prüfungsvorbereitung)
-
Briefkasten: Arbeitsaufträge an andere Klassen verschicken (Intranet)
Der PC als Dokumentationsmedium:
-
Anfertigung von Protokollen (Ergebnisse von Rollenspielen, Unterrichtsbeiträgen)
-
Mind-Mapping mithilfe geeigneter Software (z.B. mit Mind Manager Smart)
-
Schulinterne Linklisten (nach Gütekriterien, wie Graphik, Animation,
Inhalt etc.) bewertet
-
Fertige Arbeitsblätter von Kollegen zum Abruf bereithalten (z.B. Linkliste
mit 5 -6 Fragen zu einem Themengebiet)
-
Feedback zu Unterrichtsphasen (Schüler haben die Möglichkeit
in anonymer Form ihre Meinung zu Unterricht, Schüler-Schüler-Verhältnis
etc.) in eine vorbereitete Datei einzutragen; Stichwort: Kummerkasten)
Methodische Hinweise:
-
Zirkeltraining: PC als ein von mehreren verschiedenen Medien
(Schulbuch, Klassenzimmerbibliothek etc.) innerhalb einer differenzierten
Gruppenarbeit
-
Zeitfenster für die PC-Nutzung (z. B. 15 Minuten pro
Gruppe) vorgeben, wenn alle Arbeitsgruppen eine Internetrecherche zur Aufgabenlösung
vornehmen müssen (arbeitsgleiche - teilige Gruppenarbeit)
TOP 5 Neuer Termin der Arbeitsgruppe "Pädagogische
Umsetzung"
Die Mitglieder vereinbaren einen zweiten Termin:
Mittwoch, den 10. Oktober 2001, 14:00 Uhr,
an der Berufsschule 3, Sulzbacher Straße 102,
I. Stock, Raum: N 132
TOP 1: Ergänzung der Liste „Was mache ich mit einem PC im
Klassenzimmer?“
mit konkreten Adressen, Unterrichtsaufträgen etc.
TOP 2: Sonstiges
Eingeladen sind die Teilnehmer der ersten Sitzung und interessierte
Lehrkräfte.
Die ergänzte Liste kann dann als Handreichung via Internetdownload
oder im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung den Kollegen angeboten werden.
Abschließend wurde übereinstimmend festgestellt, dass die
Arbeitsergebnisse (Impulse, Anregungen, Konzeptvorschläge, Handreichungen,
abrufbare Fortbildungen etc.) an den Schulen bekannt gemacht werden müssen.
Hierzu sind die Schulleitungen und die (an manchen Schulen noch zu bestimmenden)
Schulansprechpartner zu informieren.
Protokollführer
Leiter der Untergruppe
Henrik Hösch (B4)
Alfons Schneider (B8)
Protokoll als MS-WORD
97-Dokument zum downloaden