Die optimale Bestellmenge



 
 
 
 
 

Definition:
Die optimale Bestellmenge bezeichnet innerhalb der Materialwirtschaft jene Menge, bei der die Summe aus den fixen und variablen Bestell- sowie Lagerhaltungskosten im Planungszeitraum (z.B. einem Geschäftsjahr) ein Minimum aufweist.
 
Je öfter bestellt wird, desto höher sind die Bestellkosten und desto niedriger die Lagerhaltungskosten. Bei einer geringeren Bestellhäufigkeit sind die Lagerhaltungskosten höher und die Bestellkosten niedriger. Die optimale Bestellmenge ist erreicht, wenn die Summe aus Bestell- und Lagerhaltungskosten am geringsten ist.

Fallbeispiel:
 

Folgendes Fallbeispiel soll dies erläutern:
Als fixe Angaben haben wir den Jahresbedarf, die Kosten, die jede einzelne Bestellung verursacht, den Lagerhaltungssatz, der einen prozentualen Anteil des Lagerwerts darstellt, sowie den Einstandpreis.
 


 

Excel-Tabelle zum Download: Optimale Bestellmenge.xls  (20kb)

Man kann mit der vorliegenden Tabelle selbst eine Kalkulation durchführen, wenn man die Werte verändert.
 

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Bestellkosten:

Alle Kosten, die bei einer Bestellung anfallen, also auch Verwaltungsaufwand, Material und Gebühren für Telekommunikation.
Oft sind die Bestellkosten pro Einheit abhängig von der Bestellmenge, beispielsweise aufgrund von Rabatten bei Abnahme größerer Mengen.

Bestellkosten pro Bestellung
= Anzahl der Bestellmengen pro Periode x fixe Kosten pro Bestellung

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Lagerhaltungskosten:

Die Lagerhaltungskosten umfassen die Kosten für das Personal, die Lagerräume und das gebundene Kapital, inklusive Kosten für Wertminderung durch Schwund, Veralterung etc., und die Versicherung von Vorräten und Räumen.

Lagerhaltungskosten
= durchschnittlicher Lagerbestand x Einstandspreis x Lagerhaltungssatz

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