Einführung in die Internetnutzung am Beispiel eines Intranet mit Kommunikationsserver bzw. eines Internetgateway

Die beschriebene Installation wurde im SchJ 96/97 an der Berufsschule 1, Nürnberg realisiert.
Vielen Dank den Sponsoren von der Initiative Schulen ans Netz, die mir dieses Modellprojekt ermöglichte.

Übersicht:

- Netzstruktur des Intranet an der Berufsschule 1, Nürnberg
- Der Kommunikationsserver (Struktur und Administratorenmenü)
- Die Clients
- LINUX – Befehlsliste für Einsteiger

1. Netzstruktur des Intranet an der Berufsschule 1, Nürnberg

Das Intranet baut sich wie folgt auf:

Raum 420 Kommunikationsserver unter dem Betriebssystem LINUX und 1 Lehrerrechner (Win95-Client)

Raum 416 6 Schülerrechner (Win95-Client)

Raum 414 4 Schülerrechner (Win95-Client) optional kann das hier vorhandene Novellnetz angebunden werden.

Alle Rechner sind mit 10Base2-Kabel (Thinethernet <10Mbit/s>) mittels NE2000- LAN-ISA-16Bit-Karten miteinander verbunden.

2. Der Kommunikationsserver (Struktur und Administratorenmenü)

2.1 Installation

Nach der Konfiguration des Kernels und der weiteren Installation von LINUX-Software wird die Benuzeroberfläche (Michael Gernoth) installiert. Folgende Baumstruktur liegt vor:

bin (grundlegende Systembefehle von LINUX ) boot (LILO Linuxloader / notwendige Bootdateien) dev (Alle Devices wie Grafikkarte, HD, ....)

etc (Systemkonfigurationsdateien) ppp (Passwörter für PPP und entsprechende Protokoll-Ware) home (Homeverzeichnis der eingerichteten User ) inet (Admin- und Useroberfläche zur Interneteinstellung/ -zugang

lib (Systemlibrary) mnt (Mountpoint) proc (Abfrage von Kernelinformationen über IRQ, INT, PORT, Adressen, Fehler..) root ( Homeverzeichnis des Admin)

sbin (Befehle für den Admin) squid (Proxy / squid internet object cache) tmp (temporäre Dateien) usr (Programme, Applikationen, etc.,wie z.B. X-Windows, leafnodeÚcnews) var (Spooldateien z.B. NEWS, MAILS, DRUCKE)

Der Server bootet mittels BIOS-Einstellung automatisch um 6.00 Uhr und fährt um 18.00 down. Beim Booten holt er vom Provider die e-mails und die eingestellten newsgroups.

2.2 Die unterbrechungsfreie Stromversorgung USV

Mit der USV „Power Sure 400" der Fa. Lieberth (s. Conrad Electronic-Katalog) wird ein fehlerfreier SHUTDOWN des Servers nach 2 Minuten Netzausfall gewährleistet. Dies ist wichtig, da sonst das Filesystem des Servers beschädigt wird. Die verwendete Linux-Software ist GENPOWER (Generic UPS Monitoring for Linux), die mit dem seriellen Schnittstellenkabel apc1-nt an COM1 konfiguriert wurde.
Das Kabel wurde für Genpower unter Linux wie folgt konfiguriert:

DB 25 an der USV DB9 an COM1 des Servers PIN (mnl.) PIN (wbl.) 16 8

10kW 7

10kW 11 1 17,9,7 5 19 4

2.3 Systemadministration

Zur Admin-Oberfläche gelangt man entweder von einem Client oder direkt über

login: ****???? Password: *******

zum Verbindungsmenü. 1 Verbindung herstellen

8 Verbindungshelfer beenden 9 Computer herunterfahren K Konfiguration H Hilfe

Mit K für Konfiguration gelangt man über Passwort zum Hauptmenü Konfiguration

1 Verbindungsprotokoll 2 Shut-Down-Passwort 3 Provider Konfiguration 4 Konfigurationspasswort 5 News Konfiguration 6 Inet Passwort 8 Ende

Zu 1) Info zu den Verbindungen und Einstellungen zu den Protokollen. Zu 2) Definition des ... Zu 3) Tel.-Nr., Login-Name, Passwort-Provider, Name-Server, ..,dial on demand (automatischer Verbindungsabbau wenn keine Tätigkeit an einem der eingeloggten User-PC).

In der neuen Software befindet sich die Möglichkeit zur Administration der e-mail. Damit sind, sofern der Provider den Server als Domäne zulässt mehrere E-mail-Adressen möglich, die dann automatisch auf andere ausgewählte Clients weitergeleitet werden.

Weiterhin kann die Administration unter einem JAVA-Script 1.1– fähigen Browser (Netscape >=3.0, Internetexplorer >= 4.0) ausgeführt werden.

3. Die Clients und die Nutzung des Intranet

Die Clients sind Win95-Rechner mit der Verbindungsoftware TELNET und dem Browser Netscape 3.0 . Im Arbeitsplatz – Netzwerkumgebung ist die Netzwerkkarte (NE2000 oder 3COM) und das Protokoll TCP/IP eingestellt.

Um Zugriff zwischen den Rechnern auf Peer to Peer – Basis zu verhindern ist NETBEUI gelöscht.

Im Browser Netscape sind die Subnetmasken etc. eingetragen.

3.1 Beschreibung des Ablaufs (für den Lehrer)

3.1.1 Nutzung von www

Der Verbindungsauf- und abbau wird realisiert, indem man sich als inet einloggt und das gültige Passwort eingibt. Dieser Einloggvorgang wird bei Unterrichtsbeginn durch den Lehrer an einem Clientrechner vorgenommen. Erst dann können die Schülerclients im Internet arbeiten. Die Software wurde so erstellt, dass sich 2 Lehrer unabhängig voneinander einloggen können, wodurch in 2 verschiedenen Unterrichtsräumen gleichzeitig mit unterschiedlichem Ziel gearbeitet werden kann. Voraussetzung: Kommunikationsserver ist eingeschaltet. Vorgang: Für den Lehrer - Am Clientrechner, im Windows Telnet aufrufen (Doppelklick) - Verbinden - Netzwerksystem > Hostname 192.168.100.1 Þ vt100 ÞVerbinden - Am Monitor erscheint gateway login: Loginname eingeben, hier inet password: Passwort eingeben - Nun erscheint das Verbindungsmenü - 1 Verbindung zum Internet herstellen Þ laut Menü - Nun können die Clients via Browser auf ihren Rechnern über http:// ..... das Internet nutzen.

Die Arbeit im Browser wird wie üblich beendet.

- Nun erscheint das Menü - Verbindung trennen wählen - Verbindungshelfer beenden wählen

Nun ist man wieder im Telnet.

Die Rechner werden erst nach Verlassen von Telnet und dem BEENDEN von Windows aufgrund der Bildschirmaufforderung ausgeschaltet!

Der Server kann über den Menüpunkt „Server herunterfahren" heruntergefahren werden, jedoch nur vom Inhaber des dazugehörigen Passwortes (Systembetreuer)! Sinnvoll ist dies entweder am Abend oder besser am Wochenende.

Der Server ist so eingerichtet, dass er sich täglich (Montag bis Freitag), um 6.00 Uhr einschaltet (BIOS-Einstellung „Auto Power On") und um 18.00 Uhr nach einer Vorwarnzeit von 5 Minuten ein Shutdown durchführt und sich abschaltet. Um 6.00 Uhr aktualisiert er die Newsgroups und lädt etwaige E-Mails.

3.1.2 Nutzung von newsgroups

Hier können nur die vom Admin am Server eingerichteten Newsgroups genutzt werden. Im Browser Netscape erst FENSTER, dann Netscape News wählen, .... !

3.1.3 Nutzung von E-Mail

Sollen nun E-Mails versandt werden, so muss vorher im Browser (Netscape) unter inetmail das richtige Passwort eingegeben werden. Da es nur ein Postfach für die gesamte Schule gibt, ist das Passwort nur dem Administrator bzw. der Verwaltung bekannt. Gleiches gilt für den Empfang von E-Mails. E-Mails werden bei jedem Online-Kontakt zum Provider auf den Server übernommen. E-Mail-Adresse: b1nbg@odn.de

3.2 Beschreibung des Ablaufs für den Schüler

Voraussetzung für die Schülerarbeit ist ein in Betrieb befindlicher Server und eine vom Lehrer hergestellte Verbindung zum Provider. Dieser Verbindungsaufbau ist durch Login und Passwort geschützt. - Nach dem Start von Windows rufen Sie den Browser (Internetexplorer oder Netscape) an ihrem Clientrechner auf. - Nun können Sie über http:// ....... surfen, bzw. die aktuellen Newsgroups lesen. Die E-Mail-Funktion bleibt der Schule (Lehrer + Verwaltung) vorbehalten. Grund: Datenschutz! - Am Ende der Sitzung beenden Sie den Browser, wie üblich! - Windows verlassen über die Taskleiste BEENDEN - Den Computer schalten Sie erst aus, wenn Sie am Bildschirm aufgefordert werden!

4. Wichtige LINUX-Befehle â º ENTER _ º Space linuxtip.doc/Gernoth97

Absturz des Rechners > immer killall_Name d. Datei oder der Prozesse,oderCTRL+C

Beenden 1 shutdown_-h_now shutdown_-r_now (Reboot)

Beenden 2 sync â halt â oder CTRL + ALT + DEL

Beenden laufender Prozesse killall Datei oder Prozessname

Befehle erklären lassen Im Verzeichnis /bin z.B. man und Befehl / mit q beenden

Befehlsvorrat anzeigen Verzeichnis /bin ls

Booten, hier Reboot shutdown_-r_now

Copy /Binarycopy einer Disk (funktioniert für alle Systeme, da binary) 1. Quelldisk einlegen dd_if=/dev/fd0_of=tempd 2. Zieldisk einlegen dd_if=tempd_of=/dev/fd0 3. Verzeichnis löschen rm_tempd

Copy von HD oder FD aus Verz. test cp_/test/*_. (kopiere alles aus Verz. test hierhin)

Datei (readme-file) lesen (Leseeditor) less_readme

Datei umbenennen (rename und move) mv_test_kiste (von test nach kiste)

Datei xyz.chat betrachten Type-Befehl) cat.xyz.chat

Dateien löschen entspr. DELETE rm_Dateiname ,aber VORSICHT ganzes Verz. rm_*

Dateigrößen anzeigen du_test zeigt die Dateigrößen aller Dat. im Verz. test

Directory anzeigen dir oder ls oder ls -a für Hidden

Directory change cd_/ in die ROOT oder cd_.. um eins zurück

Directory wichtige /dev =Geräte /bin =wichtige Befehle,Programme

Diskette aus Recher entnehmen > vorher umount_/test (demontiere das Verz. test aus System)

Diskette formatieren mkfs_/dev/fd0_14400 bedeutet: Make Filesystem für Gerät LW A: mit 14400Blocks

Diskette nach Format benutzen (mounten) mount_/dev/fd0_/test1 (Im Verz. test1 ist Fdisk erreich- bar. Natürlich muss vorher /test1 mit mkdir erzeugt w.)

Editor edy oder e oder vi , hängt vom Distributor ab

Entpacken eines Linuxarchives der Extension *.tar.gz oder *.tgz 1. Gehe ins Zielverzeichnis der HD 2. tar_-xvzf_NameundPfad desArchives.tgz oder .tar.gz

Freier Speicher einer Platte anzeigen df für disk free

Hilfe für Setup yast=Yet another setup tool (S.U.S.E)

Konfigurieren (nur Supervisor) root Paßwort

Konsole beenden exit

Konsolen umschalten s.a. Absturz ALT + F1 oder F2 ..... F6 (Multitasking von 6 Oberfl.)

Kopieren s. Copy

Laufwerk (vom LW z.B. CDROM lesen) CD einlegen, mount_/dev/cdrom/cdrom_ -tiso9660 montiere die CD ins CDROM-Verz. mit Typ-Dateisys iso9660 oder vfat oder... Beenden des Vorgangs durch umount_/cdrom

Login-Vorgang Rechnername:~# ~=Tilde(Homeverzeichnis #=Prompt

Mail-Reader pine

Multitasking siehe Konsolen umschalten

Multitasking / Umschalten der 6 Oberfl. s. Konsolen umschalten, wichtig bei Absturz!

Netscape starten startx und dann /usr/netscape/netsc aufrufen

Neuer User einrichten adduser

Platteninhalt anzeigen s.a.Freier Speicher du_/ Alle Dateiegrößen werden angezeigt! dauert!

Verzeichnis Name einrichten mkdir_Name

Verzeichnis Name löschen (wenn leer) rmdir_Name

Verzeichnis Name löschen (wenn voll) rm_-r_Name ,aber VORSICHT * ist Platte

Xwindows starten startx
 
 

Bernd Gernoth
Rudolf-Diesel-Fachschule, Nürnberg Elektrotechnik / Informatik  (Intranet_PI.doc/ B. Gernoth 97)



 
   
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