Allein diese Aufzählung verdeutlicht
schon, daß diese Anforderungen
weder mit Höherdotierung bei
gleicher Unterrichtsverpflichtung noch
mit einer Stundenentlastung von ein
oder zwei Unterrichtsstunden ohne
Höherdotierung vernünftig
leistbar sind, geschweige denn, daß die
Arbeit der Betreuer dauerhaft zu innovativen
pädagogischen Impulsen
für die Schulen und die Kollegien
führen kann. Man kann sogar mit
einiger Berechtigung vermuten, daß
schon heute manche Schulen ihre
EDV-Anlagen dauerhaft nicht mehr betreiben
könnten, wenn der eine,
völlig überlastete Systembetreuer
einmal ausfällt.
Wenn jetzt auch noch Inhouse-Netze
mit Linux-Emulationen oder
schulische Gesamtnetze auf der Basis
von NT-Servern und die
permanente Betreuung des Internetangebots
und der Internetsoftware
hinzukommen, dann ist dies für
die Systembetreuer in den Schulen
nicht mehr zu bewältigen.
Eine Umsetzung anspruchsvoller Internetlösungen
im Schulbereich ist
daher nur möglich, wenn entweder
qualifizierte Stellen für die
Netzwerk-, Software- und Hardware-
Betreuung an den einzelnen Schulen
oder schulübergreifend
inclusive Vertretung und Nachfolgeregelungen
geschaffen werden
oder die betroffenen Kolleg/innen
an den Schulen deutlich von ihrer
Unterrichtsverpflichtung entlastet
werden oder die Netzwerk-, Software- und Hardware-Betreuung ganz und generell
von externen Stellen, also z.B. EDV-Unternehmen, Bürgervereinen etc.
übernommen wird.
Eine Mindestlösung wäre dergestalt
denkbar, daß beim Amt für
Berufliche Schulen und Schulpädagogik
je eine halbe Stelle für die
EDV-Betreuung der Schulen hinsichtlich
Internetbetreuung und
hinsichtlich Netzwerkbetreuung geschaffen
wird.
Zusätzlich müssen die EDV-Betreuer
an den Schulen in
nennenswertem Umfang entlastet werden
(z.B. mit vier
Wochenstunden an großen, mit
zwei Wochenstunden an kleinen
Schulen - vgl. die Kostenaufstellung
unter Punkt 2.3.2).
Kann eine derartige Lösung nicht
realisiert werden, wäre es konsequent
und u.U. sinnvoller, darüber
nachzudenken, ob man nicht dem
Bildungszentrum oder dem Medienzentrum
'Parabol' ein Zuschuß
gewährt und damit die Möglichkeit
schafft, daß Berufliche Schulen die
dort befindlichen Internetangebote
nutzen können.
Daß dies dann mehr auf eine
Demonstration der neuen Medien und
nicht auf eine Vermittlung und Einübung
von Kulturfertigkeiten
hinauslaufen wird, versteht sich von
selbst.
........Schulen
ans Netz made
in Nürnberg
(Ein
Projekt des Amtes für Berufliche Schulen der Stadt Nürnberg)
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