(Ein Konzept von SchB)
Nach dem gegenwärtigen Sachstand
gibt es derzeit nur an der
staatlichen Berufsoberschule (ein
EDV-Raum mit 12 Rechnern und mit
einem NT-Server, der zugleich als
FTP-Server eingerichtet ist,
finanziert mit externen Fördermitteln)
und an der städtischen
Wirtschaftsschule (ein EDV-Raum mit
12 Rechnern und mit einer
Linux-Lösung mit Internetanbindung
für alle Rechner, eine
Eigeninitiative einzelner Lehrkräfte)
eine befriedigende Ausstattung.
An der staatlichen Fachoberschule ist
die von der Schule angestrebte
Ausstattung bereits in der Realisationsphase
(zwei EDV-Räume am
Netz, eine mobile Lösung mit
fahrbaren Einzelrechner für 5 weitere
Unterrichtsräume), die Finanzierung
erfolgt durch den
Sachaufwandsträger, also die
Stadt Nürnberg.
Daneben gibt es nur rudimentäre
Einzellösungen und Ansätze, die aus
privaten oder einzelschulischen Initiativen
resultieren (B1: ein
Gruppenraum mit 8 Rechnern im Gefolge
einer Förderung durch den
Verein 'Schulen ans Netz' und insbesondere
durch Eigeninitiiative
einer Lehrkraft / B3: ein EDV-Raum
mit 16 Rechnern und einer Linux-
Lösung des Netzwerkbetreuers
von SchB, ebenfalls im Gefolge einer
Förderung durch den Verein 'Schulen
ans Netz' / B4: bislang nur ein
ISDN-Anschluß und ein tragbarer
Computer mit Internetanschluß
vorhanden (Finanzierung durch den
Förderverein), ein umfassendes
Internet-Nutzungskonzept ist in Diskussion
und in Verhandlungen mit
OrgA / B6: ein EDV-Raum mit einer
Linux-Lösung des
Netzwerkbetreuers von SchB / B11:
bislang kein ISDN-Anschluß
vorhanden, ein Konzept für einen
NT-EDV-Raum ist in Vorbereitung /
B14: ein Einzelanschluß in der
Übungsfirma der BFS, ein Konzept für
die BFS ist in Vorbereitung, seit
11/97 Förderung durch den Verein
'Schulen ans Netz').
B4, B6 und B14 werden als Spende von
Grundig noch einen
Großbildfernseher mit Web-Box
erhalten. Es handelt sich dabei aber
um Einzelgeräte, die nur eine
begrenzte Internetnutzung (kein
Ausdruck, kein Downloaden) ermöglichen
und für Demonstrationen in
Klassenzimmern gedacht sind.
Alle anderen Schulen verfügen
derzeit über keinerlei Möglichkeiten,
einem Schüler das Internet auch
nur zu zeigen. Das Amt für Berufliche
Schulen und Schulpädagogik empfiehlt
vielmehr bisher den
Lehrkräften, die Möglichkeiten
des BZ, von Parabol, der
Stadtbibliothek und von kommerziellen
Internetcafes zu nutzen.
Die genannte Förderung durch Schulen
ans Netz erschöpft sich im
übrigen bislang in einer ISDN-Karte
für den Computer (Wert ca. 200
DM) nebst Software und 1.000 DM Telefongebühren
für ein Jahr. Es
hatten sich bei der ersten Ausschreibung
vor zwei Jahren zwar
zahlreiche Nürnberger Schulen
beworben, aber nur drei Schulen aus
dem B-Bereich haben die oben beschriebene
Unterstützung erhalten
(B1, B3 und B14).
D.h. also, daß wir für alle
Schulen mindestens einen EDV-Raum
benötigen, der von allen Arbeitsplätzen
aus den Zugang zum Internet
erlaubt. An großen Schulen sollten
es mehrere EDV-Räume sein.
Zusätzlich oder alternativ sind
hier auch kleinere Gruppenräume oder
Einzelanschlüsse (z.B. nur für
E-Mail) mit und ohne
Projektionsmöglichkeiten denkbar
und wünschenswert.
Für die Integration der Internetanwendungen
in den Fachunterricht
wären zudem tragbare oder fahrbare
Geräte mit Display auf der Basis
vorhandener ISDN-Anschlüsse bzw.
Inhouse-Netzanbindungen in
mehreren Klassenzimmer als zusätzlich
Optionen sinnvoll und
wünschenswert.
Daneben erscheint es undabdingbar,
einen Rechner für Lehrkräfte zu
Verfügung zu haben, um dort die
Unterrichtsvorbereitung
bewerkstelligen zu können (Lehrerzimmer,
Lehrerbibliothek o.ä.).
Nach wie vor sehr umstritten ist nach
den bisherigen Erfahrungen und
Einschätzungen an den einzelnen
Schulen und in der DV-Fortbildung,
ob man Schüler/innen einen unkontrollierten,
also offenen Zugang zu
Internet und E-Mail auch außerhalb
des Unterrichts ermöglichen soll.
Derzeit steht die Mehrzahl der Schulen
und Systembetreuer dieser Idee
sehr skeptisch gegenüber. Ein
freies, eigenverantwortliches Arbeiten
von Schüler/innen ist derzeit
an allen Schulen nur unter Anleitung
geplant. Auch bei 'freien' Stunden,
Wahlkursen usw. ist immer eine
Lehrkraft anwesend.
Dennoch wäre es pädagogisch
höchst reizvoll, zumindest an einer
Berufschule einmal einen Testversuch
mit einem einzelnen, für
Schüler/innen öffentlich
zugänglichen Rechner zu machen. Dies wäre
insbesondere im Zusammenhang mit dem
Kauf von Telefoneinheiten
beim Systembetreuer in Form von sog.
'Accounts' denkbar. Das Risiko
bestünde dann in der mutwilligen
Beschädigung des Gerätes. Ein
böswilliges E-Mailen unter der
Schuladresse ist nach unserem Konzept
nicht möglich, da sich die Schüler
ihre eigenen, kostenlosen E-Mail-
Adressen bei freien Anbietern ("HOTMAIL")
besorgen müssen, auf
die sie dann von der Schule oder von
zuhause aus zugreifen können.
Der von SchB favorisierte Ansatz zielt
auch darauf ab, anstelle der von
OrgA vorgeschlagenen Lösung (sternförmige
Vernetzung, d.h. vom
Server direkt zu jedem Rechner, mit
leistungsfähigen, aber teueren
Breitbandkabeln) einfachere und billigere
Netzwerke aufzubauen
(Verbindung der vernetzten Räume
insgesamt und nicht der einzelnen
Rechner mit dem Server sowie weit
kostengünstigere Koaxialkabel).
An Schulen sind nicht alle Rechern
permanent im Internet. Es ist auch
kein Zugriff auf große gemeinsame
Datenmengen notwendig. Und es
bringt auch nichts, schnelle Netze
zu haben, wenn dann der
Datendurchsatz zum Provider doch nur
64 KB ist und das ganze Netz
bremst.
Da der von SchB favorisierte Ansatz
durchaus mit älteren Rechnern der
Kategorie 486er DX2 auskommt, ist
er um mehrstellige Beträge
billiger als die OrgA-Lösung,
die letztlich auf Windows NT-Netze
hinausläuft, welche in jedem
Fall eine komplette EDV-Neuaustattung
der Schulhäuser nach sich ziehen
würden. Dabei versperrt der
angestrebte Weg durchaus nicht die
Verwendung des zukünftig wohl
vorherrschenden Betriebssystems Windows
NT. Der Betrieb eines NT-
Servers für Unterrichtszwecke
ist z.B. auf jedem anderen Rechner
außer dem Linux-Server problemlos
möglich. Nach
Expertenmeinungen ist im übrigen
auch LINUX mit seinem TCP/IP-
Protokoll selbst ein Betriebssystem,
das als zukunftssicher eingeschätzt
wird.
Der von SchB favorisierte Ansatz zielt
insbesondere darauf ab,
geringere Folgekosten zu verursachen:
Anstelle der von OrgA
vorgeschlagenen Lösung mit permanentem
Zugriff der Schüler auf das
Internet, greift der Schüler
in vielen Fällen nur auf den Server (sog.
'Proxyserver') im Haus zu, ohne dies
jedoch zu merken - die
Telefonkosten werden dadurch deutlich
verringert.
Der von SchB favorisierte Ansatz ist
damit auch besser auf
pädagogische Erfordernisse abgestellt,
da der Lehrer von seinem
Arbeitsplatz aus den Internetzugang
der Schüler stoppen kann bzw.
den Schülern durch Vorsurfen
oder Downloaden nur bestimmte
Internet-Seiten für Suchaufgaben
zur Verfügung stellen kann. Damit ist
auch ausgeschlossen, daß der
Schüler unter dem Namen der Schule E-
Mails versendet.
Da der von SchB favorisierte Ansatz
ausschließlich auf
Unterrichtszwecke abgestimmt ist und
die Schulsekretariate nicht
einbezieht, ergeben sich auch keine
Probleme des Datenschutzes
(Zugriffsabschottung hinsichtlich
Schüler- und Lehrerdaten).
Für eine Internet-Vernetzung
der Schulsekretariate würden wir
hingegen aus verschiedenen Gründen
die Einbindung in das Stadtnetz
über OrgA und Hochbauamt und
den Zugriff mittels stadtinterner
Nummern (231-....) empfehlen.
Last not least würden die Schulen
durch die Einbeziehung der
Sekretariate die Möglichkeit
des kostenlosen Zuganges zum Internet
verlieren, den der Nürnberger
Provider ODN allen Schulen und
Bildungseinrichtungen für Bildungszwecke
einräumt. Ein Provider ist
ein Unternehmen, das Anwendern den
Zugang zum Internet eröffnet.
OrgA selbst konnte den Schulen bis
heute keinen Preis-Vorschlag für
einen Internetzugang unterbreiten,
amtsinterne Überlegungen liegen
derzeit bei 35 DM im Monat je Schule
(vgl. Gesprächsprotokoll in
Anlage 4!). Dies ist weit mehr als
bei ODN.
Wenn man sich für die von SchB
favorisierte Internetlösung (vgl.
Anlage 1) entscheidet, verbleiben
als Erstinstallationsbedarf folgende
Positionen:
- ISDN-Anschluß
- u.U. Anbindung an den ISDN-Anschluß
mit TK-Anlage
- Verkabelung von der TK-Anlage zu
den EDV-Räumen oder
Einzelarbeitsplätzen (sog. 'Inhouse-Netz')
- Linuxprogramm und ISDN-Karte auf
dem Lehrerarbeitsplatz des
EDV-Raumes - bei großen Schulen:
ein 486er-Rechner als Linux-
Server sowie Linuxprogramm und ISDN-Karte
auf dem Server
- ISDN-Karten / ggfs. auch Netzwerkkarten
auf allen
Schülerarbeitplätzen
- Koaxialnetz-Verkabelung (falls kein
Novell-Netz vorhanden)
- u.U. Aufrüstung der 486er-Rechner
von SX- auf DX2-Standard, in
Einzelfällen auch neue Rechner,
soweit es sich noch um 386er-
Rechner handelt, die nicht mehr sinnvoll
aufzurüsten sind
- die hierfür erforderliche Arbeitszeit,
Installationskosten usw.
- Software (die erforderliche Software
ist heute überwiegend frei
erhältlich, im Betriebssystem
integriert oder doch sehr kostengünstig)
- eine Scanner, um eine Bildbearbeitung
zu ermöglichen (ist beim
Schreiben von Internet-Seiten unbedingt
erforderlich)
- u.U. ein externes zip- oder jaz-Laufwerk
für den Systembetreuer zur
beschleunigten Datenübertragung,
u.U. SCSI-Schnittstellen an den
betroffenen Rechnern zur Beschleunigung
der Datenübertragung
- u.U. neue Drucker, wenn die alten
Geräte (z.B. Matrixdrucker) dem
Erfordernis des Ausdrucks von Internetseiten
nicht mehr entsprechen
- u.U. Projektionsmöglichkeiten
im Raum (Display bzw. Video-
Beamer), wenn die bisherigen Möglichkeiten
nicht genügen.
Das LINUX-Programm selbst, das vom
Netzwerkbetreuer bei SchB, H.
Albrecht, zusammen mit Fachhochschülern
entwickelt wurde, ist mit
ca. 150 DM extrem kostengünstig
(vgl. Anlage 1).
Auch wenn das LINUX-Programm in vernetzten
Räumen mit 486er
DX2-Rechnern erwiesenermaßen
für Unterrichtszwecke befriedigend
arbeitetet, wäre es sicherlich
mittelfristig sinnvoll, für alle
Internetanwendungen Rechner mit einem
Pentium-Prozessor mit
mindestens 200 MHz, einer großen
Festplattte (2 GB) und einem 17
Zoll-Monitor.
2. Stck.
Ž Unterrichtsraum
222 (Fernsehgerät mit WEB-Box)
1. Stck
Ž EDV-Raum 130
(8 Rechner im Novell-Netz)
Ž EDV-Raum 131
(12 Rechner im Novell-Netz)
Ø ISDN-Endstelle Ø EG im Sekretariat (EG) mit TK-Nebenstelle
Ø l Linux-Server
Ž Lehrerbibliothek
(1 Rechner)
Ž Hausflur vor
dem Lehrerzimmer (1Rechner)
UG
Ž EDV-Raum U25
(Linux + 10 Rechner im Novell-Netz)
Die Grundkosten
für Verkabelung, Anschlüsse und Server sind bei der
angestrebten
LINUX-Lösung selbst für eine Schule dieser
Größenordnung
mit nur ca. 2.000 DM anzusetzen. Die Installation und
Im-Raum-Verkabelungen
erfolgen möglichst durch SchB,
raumüberschreitende
Verkabelungen durch das Hochbauamt in Absprache mit OrgA.
Nimmt man noch
alle Netzwerkkarten, ISDN-Karten, Bausteine für
Rechneraufrüstungen
usw. hinzu, kann man insgesamt 5.000 DM für
einen internetfähigen
EDV-Raum ansetzen.
Die Gesamtkosten
für eine Schule dieser Größenordnung mit der
angestrebten
Ausstattung belaufen sich damit auf ca. 20.000 DM.
Darin sind natürlich
keine neuen Rechner enthalten, die bei der
angestrebten
Lösung kurzfristig auch nicht erforderlich sind (Rechner
ca. 3.500 DM,
Drucker ca. 850 DM). Darin sind auch keine neuen
Projektionsmöglichkeiten
enthalten (Video-Beamer ca. 8.000 DM).
Zusätzlich
ist jeweils ein Gruppenraum und ein Einzelanschluß mit
Projektionsmöglichkeit
wünschenswert (z.B. als fahrbares Gerät mit
Display in Zusammenhang
mit Inhouse-Netzanbindungen in mehreren
Klassenzimmer).
Daneben erscheint
es undabdingbar, einen Rechner für Lehrkräfte zu
Verfügung
zu stellen (Lehrerzimmer, Lehrerbibliothek o.ä.).
Je nach den Nutzungsvorstellungen
der Schule wird der Linux-Server
auf dem Lehrergerät
im EDV-Raum eingerichtet, oder es wird ein
anderer Rechner
als eigener Linux-Server installiert. Wenn das Linux-
Programm auf
den Lehrerrechner eingespielt wird, ist es u.U. billigr,
einen zweiten
ISDN-Anschluß zu verwenden, wenn die Räume zu weit
auseinanderliegen
und die Verkabelung zu aufwendig wäre
(Übertragungsverstärker!).
Ž Unterrichtsraum (Einzelrechner)
Ø ISDN-Endstelle Ø im Sekret. mit TK-Nebenstelle
Ž Lehrerzimmer (1 Rechner)
Die Kosten für
die dargestellte Grundausstattung einer Schule lassen
sich nach den
bisherigen Erfahrungen 5.000 bis 8.000 DM beziffern (je
nachdem, wie
weit die Räume auseinanderliegen).
Darin sind natürlich
keine neuen Rechner enthalten, die bei der
angestrebten
Lösung kurzfristig auch nicht erforderlich sind. U.U.
käme jedoch
ein Rechner mit Drucker und Scanner für das
Lehrerzimmer
hinzu, soweit an der Schule kein hinreichendes Gerät
verfügbar
ist (Rechner ca. 3.500 DM, Drucker ca. 850 DM).
Darin sind auch
keine neuen Projektionsmöglichkeiten enthalten
(Video-Beamer
ca. 8.000 DM).
Dabei ist allerdings
aus Gründen des Datenschutzes und der
Datensicherheit
zu gewährleisten, daß kein Rechner in Schulleitung
und Sekretariat
mit Schülerdaten, Personaldaten oder sonstige
vertraulichen
Dokumenten eine nach außen ungeschützte
Internetanbindung
haben darf.
Daher kann und
darf die Internetanbindung darf nur über das
innerstädtische
Verwaltungsnetz mit seinem 'Firewall' zur
Abschottung
und Kontrolle ungewollter, externer Internetzugriffe
erfolgen.
Nach dem derzeitigen
Sachstand und analog zur InternetGA des
Oberbürger-meisters
vom 27.11.97 wird daher die Internetanbindung
der Sekretariate
bzw. Schulleitungen über das innerstädtische
Verwaltungsnetz
empfohlen, vorzugs-weise über das Feuerwehrnetz.
Dabei haben
die Erfordernisse Fax, E-Mail und Datenaustausch mit
SchB Priorität.
Ein unverschlüsselter
Datenaustausch mit den Ausbildungsbetrieben
(z.B. Schüleranmeldung)
ist aus Datenschutzgründen nicht möglich.
Bei einem verschlüsselten
Datenaustausch stünden die Kosten in keiner
Relation zum
Rationalisierungserfolg bei den Verwaltungsabläufen.
........Schulen
ans Netz made in Nürnberg
(Ein
Projekt des Amtes für Berufliche Schulen der Stadt Nürnberg)
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