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Die Frankenbänd – Frank & frei

(Erstveröffentlichung 2010)

Ohrenschmaußkarte:

  1. Schäuferla – Frankens großes Nationalgericht
  2. Mei Meicherla – ein unterfränkisches Liebeslied
  3. Das große Jammerlied – Jammern, ein wichtiges Ventil für die Seele der Menschen
  4. Der Haddmanns Schorsch – ein Ziegelsteiner par excellence
  5. Etz is wieder mal Sommer – Es soll ihn tatsächlich geben: den fränkischen Sommer
  6. Kumm gäih mit – eine Speisekarte der besonderen Art
  7. Der Leipoldsnickel – nicht nur Gräten können ein Hindernis sein
  8. Ich leb im Hosagärtla – eingezäunte, kleingeistige Gedankenwelten
  9. Mei Brouder haßd Heiner – solche Brüder soll es auch heute noch geben
  10. Heier pack mers – der Traum vom Club
  11. Die Zee – ein „geschmackloses“ Lied
  12. Kärwa – Musik, wie sie auf eine richtige Kärwa gehört
  13. Mensch Christkindla – Träume für Groß und Klein
  14. Semmer unser zwaa – wos g’wies waaß mer ned
  15. Mama moch nix – fränkisch mehr hör‘n, jedenfalls auf dieser CD

Über die Ohren in den Kopf ins Herz

Liebe Frankenbänd,

was einem befangenen, hierorts aufgewachsenen Menschen durch den Kopf und dort wiederum durch die Ohren geht, ist ungefähr Folgendes: Dass es wahrscheins Euere schönste Scheibe geworden ist, praktisch eine Überschallplatte, und nicht nur wegen dem wunderbaren Deckelgemälde von dem von mir ebenfalls hochgeschätzten Maler und Aktivraucher Gerd Bauer. Sondern in voller Ebenbürtigkeit auch inhaltlich.

Wenn man bedenkt, dass die Rillen von einer sogenannten CD ja fast unendlich schmal sind, habt Ihr ohne weiteres alles neipresst, was wir hiesigen Menschen zu einem schönen Leben brauchen. Einen Sommermond wie einen Lambinjoon, den Morlock, Karpfen, Sex mit Kraut, Maximilian sei Dank den Herrn Georg Hartmann, Zieglstaa, Schäuferla, eine Kärwa pro Woche, um nur einmal die wichtigsten unserer Lebenssinne zu nennen.

Wie Ihr noch unsere Existenz zwischen Dutzendteich und Lederersteg zitiert – da geht einem örtlichen Vorstadtindianer nach den Ohren sofort auch das Herz auf: Sternschnuppen, Griskindla, Backschdaakees, Worschdschnabbn, Kellerfenstern und die unnachahmlich aufgezeigte Dialektik von einem Hoosergärddla. Oder um es in der hier eher ungebräuchlichen Knappheit so zu bejubeln: Mittelfränkischer Fünfkampf – Bfobfern, Soddern, Brozzeln, Gaafern, Frohloggen. Und zu allem Überfluss auch noch eingebettet in eine extrem schöne Musik.

Alles zusammen bewirkt, dass es zwar zügig durch die Ohren geht, aber gottseidank in dem schon erwähnten dazwischenliegenden Kopf hängen bleibt. Derart haftbar, dass mich beim Hören ein unbestimmtes Heimweh beschlichen hat, als ob wir eines Sommernachmittags uns noch einmal hinter der Sebalduskirche vor eine begrenzte Öffentlichkeit hinstellen und einiges aus unserem Schatzkästlein (bei mir: Schwatzkästlein) zum Besten geben möchten. Jeder halt aus seinem eigenen Hoosergärddla, wie es in Franken bei Nürnberg der Brauch ist.

Euer Klaus Schamberger

  • Theo Döring: Gesang, Mandoline
  • Charly Fischer: Gesang, Gitarre
  • Johnny Hechtel: Gesang, Gitarre, Autoharp
  • Georg Maul: Gesang, E-Bass, Banjo
  • Mitch Sauer: Gesang, Klarinetten, Tuba, Basstrompete, Saxophon, Flasche (Jug)
  • Herbert Schneider: Gesang, Akkordeon
  • Reinhold Schneider: Gesang, Schlagzeug, Löffel, Perkussion

Herzlichen Dank an „Udo Schwendler und die Jobster Blechblousn“ für die musikalische Unterstützung bei „Schäuferla“ und „Heier pack mers“! Die Kärwaliedla bei „Kärwa“ sind von den Kornburger Kärwaboum.

www.frankenbaend.de