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April 2006 Betr. Schließung der Teilhauptschule (THS) Sehr geehrter Herr Schreiner, der GEB VS möchte hiermit zu der Schließung aller THS in Nürnberg Stellung nehmen. Leider kann ich die Argumente der Regierung von Mittelfranken, die im in der vergangenen Woche schriftlich bei den Elternbeiräten der betroffenen Schulen eingetroffen sind, größtenteils nicht nachvollziehen. Auch nach der Einführung der sechsstufigen Realschule wechseln Kinder der THS nicht unbedingt auf die Hauptschule sondern auf die Realschule, das Gymnasium oder die Wirtschaftsschule, die nach wie vor erst ab der 7. Klasse besucht werden kann. Das Selbstverständnis der Hauptschule ist in der Öffentlichkeit nicht einfach durch die Schließung der THS aufgewertet oder wird sich dadurch anders entwickeln als bisher. Die Probleme der Hauptschulen sind anders gelagert, darauf möchte ich hier nicht eingehen, dies ist ein ganz anderes Problemfeld. In dem Schreiben der Regierung wird mit keinem Wort auf die Kinder selber eingegangen. Die Schüler der THS haben die Möglichkeit noch 2 Jahre an der ihnen vertrauten Schule zu bleiben und sind dort keineswegs, wie von THS-Gegnern gerne behauptet die "Restschüler", sondern bekommen endlich die Chance Selbstbewußtsein zu entwickeln. Die Kinder profitieren davon die "Großen" zu sein und übernehmen Verantwortung, die sie bisher nicht übernehmen konnten. Viele der THS sind zweizügig oder voll besetzt einzügig, eine Notwendigkeit die THS, wegen Schülermangel, zu schließen kann daher nicht gegeben sein. Diese Schulen, wie z.B. GS Fischbach,sind ja schon längst, mit Einverständnis des EB, geschlossen worden. Da keine Baumaßnahmen zur Umsetzung der Schließungen erlaubt sind, müssen die Schüler wohl in großen Klassen zurecht kommen. Dies kann pädagogisch nicht sinnvoll sein und setzt somit das Argument der pädagogischen Einheit ausser Kraft. Der GEB VS ist der Meinung die Umsprengelung der Volksschulen sollte für mindestens ein Jahr ausgesetzt werden, damit die betroffenen Elternbeiräte sich in Ruhe mit den veränderten Gegebenheiten auseinander setzen können. Viele der Elternbeiräte haben erst jetzt die Ausmaße der Folgen einer THS Schließung wahrgenommen. Irritierend ist vor allem, dass die Elternbeiräte bis zum 24.5.06 Stellung zur den vorgeschlagenen Umsprengelungen vornehmen sollen, meiner Kenntnis nach wird die Schließung der THS aber schon am 19.05. im Schulausschuß besprochen. Möglicherweise liegen also bis dahin noch nicht alle Stellungnahmen der EBs vor oder sind noch nicht ausgewertet. Die Veränderung der Schullandschaft in reine Grundschulen und weiterführende Schulen ist ein Rückschritt . Anstatt die THS rigoros zu schließen, sollte über eine Grundschule bis zur 7. Klasse nachgedacht werden. Die THS in Nürnberg würden sich für einen Schulversuch anbieten. Mit freundlichen Grüßen Heike Hein 1.Vorsitzende GEB VS April 2006 Büchergeld - Artikel in den NN 06.04.06 Ihr Artikel in den NN vom 06.04.06 Sehr geehrter Herr Kasperowitsch, leider haben Sie vergessen, bei der Recherche für den o.g. Artikel, die Eltern zu fragen. Selbst wenn bei Herrn Dr. Wolz nicht ständig Proteste vorgetragen werden, heißt dies noch lange nicht, dass nun alle mit dem Büchergeld einverstanden sind. Allerdings ist ja auch das Schulreferat Nürnbergs die falsche Adresse für Proteste. Die Entscheidung das Büchergeld einzuführen ist auf einer höheren politischen Ebene gefällt worden und die Petitionen gegen das Büchergeld sind mit einem Handstreich des Petitionsausschusses vom Tisch gefegt worden. Die Schwierigkeiten , die das Büchergeld mit sich bringen, werden ja auch erst jetzt so langsam für alle sichtbar. Also wird auch der Protest der Elternvertretungen gegen die "Sondersteuer für Familien mit schulpflichtigen Kindern" genannt Büchergeld auch weitergehen. An die korrekte Stelle gerichtet. In Nürnberg ruft das Büchergeld kuriose Probleme hervor. Die Schulleiterkonferenz ist aufgrund fehlender Zahlen bis Ende April 06 verschoben worden. Das heißt, kein Schulleiter kann über Schulbudget verfügen. Keine Stühle kaufen, kein Computerzubehör ersetzen, keine Anschaffungen für Schulprojekte vornehmen, weil nicht bekannt ist wie hoch denn das Schulbudget in diesem Jahr sein wird. Im Moment werden nur die laufenden Verwaltungskosten aus dem voraussichtlichen Budget bezahlt. Im Klartext: die Telefonrechnungen und das Büromaterial werden bezahlt und nicht mehr. Die Zahlen des vergangenen Jahres können nicht als "Grundstein" genommen werden, da in diesem Jahr das bisher für Bücher vorgesehene Geld aus dem Budget heraus gerechnet wird. Also werden alle Schulen in Zukunft noch weniger Geld zur Verfügung haben. Die Frage stellt sich automatisch, was nutzen neue Bücher, wenn die Rahmenbedingungen unter denen die Kinder lernen müssen katastrophal sind. Die Kosten für den Verwaltungsaufwand wurden auch noch nicht offengelegt. Der sogenannte Sozialausgleich ist wichtig und richtig. Nur die Ausführung ist fragwürdig. Wieso werden nur 18,46 € an Grundschulen und noch schlimmer an Hauptschulen 34,26 € ausgezahlt? Die Eltern mußten 20,00 € bzw. 40,00 € Büchergeld bezahlen. Also muß auch der soziale Ausgleich 20,00 € und 40,00 € betragen. Es ist also nicht so einfach für den Staat sich aus den Leistungen einer lernmittelfreien Schule heraus zu schleichen. Und weil mir immer noch keiner erklären konnte, warum nicht alle Einwohner Bayerns, sondern nur Eltern das Büchergeld bezahlen müssen, bliebt als bittere Quintessenz: Viel Verwaltungs- und Kostenaufwand für eine sozial ungerechte Sache. Die logische Konsequenz: Weg mit dem Büchergeld! Heike Hein 1.Vorsitzende GEB VS Mai 2005 Stellungnahme zum Thema: Büchergeld Städtetag will Büchergeld nicht kassieren (Süddeutsche Zeitung, 22. April 2005, siehe unten) ---Städtetag droht der Regierung --- Kultusminister Schneider soll Büchergeld zurückziehen---Verwaltungskosten höher als Einnahmen--- Der GEB begrüßt den Vorstoß des Städtetags. Nach wie vor wenden wir uns grundsätzlich gegen die Einführung des Büchergeldes und weisen darauf hin, dass auch die Elternverbände in den Vorgesprächen niemals der Einführung des Büchergeldes zugestimmt haben. Für die Eltern ist die Einführung des Büchergeldes gleichbedeutend mit dem Ende der Lernmittelfreiheit. Die Kosten für sonstige Lehrmittel, Kopiergeld, Klassenfahrten, Zirkel, Atlanten etc. belaufen sich schon jetzt auf Beträge die in vielen Familien weit über die finanzielle Schmerzgrenze gehen. Laut gedacht bedeutet dies für viele - und wir meinen für sehr viele - dass es problematisch wird mit der Bezahlung und die Frage drängt sich auf, wie der "mal-wieder-seinem-Schicksal-überlassene" Lehrer mit dem Schüler respektive Kind umgehen soll, dessen Eltern sich nicht in der Lage sehen zu bezahlen. ohne Buch dastehen, oder kriegen die Kinder dann doch Bücher und wenn ja, welche Wirkung hätte das dann wohl auf die Zahlungsmoral im nächsten Jahr? Büchergeld bezahlt? Gibt´s dann keinen Unterricht, oder werden wir massenhaft gepfändet? ohne Buch" wagen? Wäre die Büchertasche dann nur noch mit Schreib- utensilien und Pausenbrot gefüllt? eigenhändig schreiben, anstatt zuhause stundenlang Texte von der Kopie abzumalen und seitenlang Rechnungen aus dem Mathebuch mit zugehörigem Arbeitsheft abzupinseln? nicht vom Tragen des schweren Ranzens schmerzt? zusätzlichen Arbeitsaufwand der Lehrer und Schulsekretärinnen? Gibt es zusätzliche Stunden? sorgt fürdie Sicherheit in den bald zumindest partiell hausmeisterlosen Schulen wenn bekanntermaßen mehrere Tausend Euro im Sekretariat rumliegen? werden müssen und Lagerbestände aufgebraucht werden? Wird dann weniger Arbeitsmaterial kopiert? Elternbeirat bzw. Schulforum? Fragen über Fragen... Der GEB bleibt also vehement gegen die Einführung des Büchergeldes! Daher begrüßen wir die Initiative des Städtetages und freuen uns über den Konsens hinsichtlich unserer gleichlautenden und anfangs allgemein müde belächelten Einwände. Übrigens scheinen das auch beste Aussichten für unser Ansinnen zu sein, die Elternvertretung landesweit gesetzlich zu etablieren. Die rein kommunalen GEBs wollen sich bayernweit vernetzen und suchen dabei um die Unterstützung des bayerischen Städtetages an.
München - Augsburg - Nürnberg - Regensburg. Unterstützung bereit. Wir hoffen nun auf die Unterstützung durch den gesamten bayerischen Städtetag. Auch weil Bayern mit das letzte Bundesland ist, in dem es noch keine gesetzlich geregelte landesweite Elternvertretung gibt. Eine konstituierende Sitzung findet im Juni in Nürnberg statt. Kein Ende der Lehrmittelfreiheit- kein Büchergeld! Gerlinde Mathes (2.Vorsitzende) Februar 2005 Statement bezüglich Briefgeheimnis Das Kultusministerium (Kumi) hat die Schulleiter dazu aufgefordert, SPD Post in der für bildungspolitische Ziele geworben wurde, nicht an die Elternbeiräte weiterzuleiten. Diese Post war ausdrücklich an die Elternbeiratsvorsitzenden gerichtet. Das Kultusministerium war der Ansicht es handelt sich dabei um unzulässige politische Werbung in der Schule. Das Kultusministerium fordert die Schulleiter zu einer Straftat auf. Die Post an den Elternbeirat unterliegt dem Briefgeheimnis (Grundgesetz Art. 10). Das Verbot politischer Werbung in der Schule ist im Erziehungs- und Unterrichtsgesetz klar geregelt: Es bezieht sich ausschließlich auf das Verteilen politischer Werbung innerhalb des Schulgeländes an die Schüler oder über die Schüler an die Eltern. Außerdem ist der Elternbeirat eine unabhängige Interessenvertretung und mit Sicherheit in der Lage Propaganda zu erkennen und entsprechend zu behandeln. Die Schulleiter sind nicht berechtigt Post, die ausdrücklich an den Elternbeirat gerichtet ist zu öffnen. Auch nicht wenn die Schulleitung Propaganda vermutet. Heike Hein (1.Vorsitzende) Januar 2005 Der GEB befürwortet den Erhalt eines eigenständigen Schulreferats in Nürnberg: Nur ein voll handlungsfähiges und mit allen Rechten ausgestattetes Schulreferat kann den vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen im Bereich der Bildung in der zweitgrößten Stadt Bayerns umfassend gerecht werden. Gerlinde Mathes (2.Vorsitzende) |