International preisgekrönte Kurzfilme open air auf dem Klarissenplatz: Das Neue Museum, Filmhaus Nürnberg und Mobiles Kino Nürnberg präsentieren die dritte Kurzfilm-Sommernacht. Christiane Schleindl vom Filmhaus Nürnberg hat auf zahlreichen Filmfestivalbesuchen ihre Favoriten für das diesjährige Nürnberger Programm zusammengestellt. Unter den sieben ausgewählten Filmen ist erstmals ein prämierter Kurzfilm aus Nürnberg dabei.Eintritt frei
Leinwand (6 x 12 Meter) und Filmtechnik: Mobiles Kino Nürnberg
Bei Regen muss die Veranstaltung leider ausfallen.
Die Kurzfilmnacht wird vom Modehaus Breuninger gefördert.
Programm:
Onkel YancoUSA/Frankreich 1967, 22 Min., Farbe, 35 mm, OmeU, experimenteller Dokumentarfilm
Regie: Agnès Varda mit Jean Varda
Agnès Vardas Porträt ihres Onkels Jean ("Yanco"), der als Maler und Zentrum der Künstler- und Hippieszene in Sausalito, San Francisco, auf einem Hausboot lebte, ist ein farbensprühendes, stimmungsvolles Zeitbild und eine Hommage an das Alter, die Weisheit, den Humor, die Begabung und die Güte.
Ich warte auf den Nächsten
(J'attendrai le suivant) Frankreich 2002, 4 Min., Farbe, 35 mm, OmU, Spielfilm
Regie: Philippe Orreindy
Viele internationale Preise, nominiert für den Oscar 1993
Wäre es nicht traumhaft, in der U-Bahn die Liebe seines Lebens zu treffen? Eine zutiefst tragische Szene spielt sich hier in der Pariser Metro ab.
Yo lo vi - Ich sah es
Deutschland 2003, 15 Min., Farbe und s/w, 35 mm, experimenteller Animationsfilm
Regie, Buch, Kamera und Produktion: Hanna Nordholt und Fritz Steingrobe
Nominiert für den Deutschen Kurzfilmpreis 2003
Francisco de Goya vermochte es wie kaum ein anderer Künstler seiner Epoche Himmel und Hölle zeichnerisch in Bewegung zu setzen. Die experimentelle Collage aus Goya-Motiven, mit technischer Brillanz visionär in heutige Zusammenhänge montiert, stürzt den Zuschauer in einen Strudel von unentrinnbarer Bildgewalt.
Omnibus
Frankreich 1992, 10 Min., Farbe, 35 mm, OmU, Spielfilm
Regie: Sam Karmann
Ausgezeichnet mit vielen internationalen Preisen, darunter dem Oscar 1993
Eine Fahrplanänderung lässt das Lebensgefüge von Eisenbahnfreund Jean-Louis Martichoux zusammenbrechen. Er mobilisiert alle Kräfte, um das Schreckliche zu verhindern, doch er hat nicht mit den guten Absichten seiner Mitmenschen gerechnet.
Fast Film
Österreich 2003, 14 Min., Farbe, 35 mm, experimenteller Animationsfilm
Regie, Buch und Schnitt: Virgil Widrich
Ausgezeichnet mit 25 internationalen Preisen
Fast Film ist eine Hommage an das Action-Kino, eine rasante Tour de force durch die Filmgeschichte, von ihren stummen Anfängen bis ins Hollywood der Gegenwart. In zweijähriger Arbeit wurden aus 300 verschiedenen Filmen rund 65.000 Einzelbilder ausgedruckt, zu Papierobjekten gefaltet, dann zu komplexen Tableaus zusammengesetzt und mit der Trickkamera zu neuem Leben erweckt.
Der Schüler
Nürnberg 2002, 7.23 Min., Farbe, 35 mm, animierter Spielfilm
Regie: Edina Konstek, Buch: Matthias Egersdörfer, Kamera: Angela Poschet
Ausgezeichnet mit dem Deutschen Kurzfilmpreis 2003
Den Erstklässer Paul scheint die Welt um ihn herum nichts anzugehen. Äußerlich recht emotionslos, lebt er in einer reichen Fantasiewelt. So stellt er sich vor, wie die unverständlichen Worte des Lehrers durch die Gegend spritzen, weswegen alle Kinder Brillen mit Scheibenwischern tragen.
Der Mann ohne Kopf
L’Homme sans Tête, Frankreich 2003, 15 Min., Farbe, 35 mm, OmeU, Animationsfilm
Regie: Juan Solanas
Ausgezeichnet mit über 30 internationalen Preisen, darunter Cannes 2003
Ein gewöhnlicher Raum mit Blick auf eine Industrielandschaft. In der Ferne der Ozean, so weit das Auge reicht. Der Mann ohne Kopf tanzt leichtfüßig zu einer alten Melodie. Er bindet den Schlips. Er bereitet sich auf ein Rendezvous vor, um ihr seine Liebe zu erklären. Er sollte sich einen Kopf kaufen.
Vostok 1
Frankreich 2003, 3 Min., s/w, 35 mm, Spielfilm
Regie, Buch und Interpretation: Jan Andersen, Kamera, Ton und Schnitt: Arnaud Bigeard
Der Film ist so amüsant wie kurz.



