Torsten Knaub –
Between Fast-Food and Eternity

Städtische Galerie Erlangen
7.  – 29. April 2001

Städtische Galerie Erlangen, Palais Stutterheim, Marktplatz 1, 91054 Erlangen, Deutschland
Tel. 0 91 31/86 28 61, Fax 0 91 31/86 21 17

Öffnungszeiten: Di–Fr 10–18 Uhr, Sa und So 10–17 Uhr, Mo geschlossen

Thorsten Knaubs Arbeiten beschäftigen sich im weitesten Sinne mit Fragen des Menschseins in einer technologisierten Gesellschaft. Er benutzt zeitgemäße Medien wie zum Beispiel Video und digital bearbeitete Fotografie um seine Ideen umzusetzen und sucht nach Möglichkeiten, unsere von Kommunikationsmedien geprägte Umwelt zu beschreiben.
"Between Fast-Food and Eternity" bringt zum ersten Mal in Deutschland verschiedene seiner Videoinstallationen und fotografischen Arbeiten zusammmen und eröffnet somit seinem Publikum die Möglichkeit nach Zusammenhängen zwischen den einzelnen Aspekten seiner Kunst zu suchen. Themen des Fortschritts, der Technologie, des Körpers und seiner elektronischen Repräsentation, sowie Fragen der Aufgabe und sozialen Funktion des Künstlers sollen einander gegenüber gestellt werden.
Die Videoinstallationen "Manufractura" besteht aus neun TV-Monitoren, von denen jeder einen Video-Loop einer schlagenden Hand zeigt. Das Video der Hand ist immer die gleiche Sequenz, nur die Geschwindigkeit der Bewegung der Hand wurde manipuliert. Das Resultat ergibt ein Szenario in dem sich die isolierten Einheiten (TVs und Hand) in manchen Momenten in einem harmonischen, kommunikativen Verhältnis und in anderen Momenten in einem scheinbaren chaotischem Verhältnis zueinander befinden.

Die Hand erlaubt es uns Dinge zu greifen, Zeichen zu geben etc., und in diesem Sinne ist sie eine der wichtigsten Schnittstellen zwischen Gedanke und Tat. Die Hand ist aber auch Symbol für das handgemachte, das nicht maschinelle, nicht technologische. Auf die Aktivitäten des Künstlers bezogen, steht die Hand auch für das Kreative und Intuitive.
Die Arbeit "What does the artist do when he doesn't do art?" ist ein fotografischer Essay über Klischees über den Künstler und seine Aktivitäten. Ein idealisiertes, romantisches Bild seines Tagesablaufs ist porträtiert, Fakt und Fiktion vermischen sich zu einem neuen Ganzen. Der Künstler als kollektive Erinnerung an ein Anderswo, einen Platz jenseits der Daten-Highways, der logischen Strukturen der digitalen Welt?
Die Bilder entstanden als gestellte, spontane Snap-Shots und wurden mit dem Selbstauslöser der Kamera aufgenommen. Das Bild ist Dokument und Aktion (Dokument-aktion) zugleich.
Moderne Kommunikationstechnologien geben dem Menschen die Möglichkeit, überall zugleich zu sein, aber in Wirklichkeit ist der Mensch ständig im Nirgendwo, ist er "Between Fast-Food and Eternity".

Kontakt: Städtische Galerie Erlangen

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