Ausstellung
Die Neustädter Vorstadt.
Strategie einer künftigen Entwicklung

Eine städtebauliche Untersuchung von Iris Hornig und Stefan Reiß in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Thomás Valena, FH München, Fachbereich Architektur

15.– 24. November 2002
citylab 2002 im media.ART.zentrum
Helmstraße 1, Erlangen
Öffnungszeiten Di-Fr 14-19 Uhr, Sa+So 11-17 Uhr

Eröffnung: Donnerstag, 14. November 2002, 19 Uhr
Begrüßung und Einführung: Egbert Bruse, Referent für Stadtplanung und Bauwesen, Stadt Erlangen
zum Thema: Stefan Reiß, FH München

Zur Ausstellung
"Stadtviertel sind Gegenstände unserer konkreten Erfahrung" (Aldo Rossi)
Bis in das 20. Jahrhundert hinein war der Bereich südlich des Nürnberger Tores der Erlanger Neustadt kaum bebaut. Mit der Umsiedlung der Firma Siemens nach Erlangen begann die eigentliche Entstehungsgeschichte der "Neustädter Vorstadt". Dort entstanden in nur kurzer Zeit die großstädtischen Bauten eines Weltkonzerns, und in der Zeit der "Wirtschaftswunderjahre" lebten hier die Erlanger die Welt der "Neuen Gesellschaft" und die städtebauliche Wirklichkeit der 60er Jahre, in der das Automobil zum Fetisch wurde.
Im Rahmen der aktuellen Diskussionen über das Gossen-Gelände, über das Rathaus und seine Umgebung und über das ehemalige Postgelände und die Errichtung der sogenannten "Erlangen Arcaden" erweist sich die vorhandene, heterogene Struktur der "Neustädter Vorstadt" als wenig haltbar. Das zeigt sich vor allem darin, dass Begriffe wie "Maßstäblichkeit" und "Integration" zur Klärung der punktuellen Betrachtungen nicht weiterhelfen können, da die "Neustädter Vorstadt" keinen übergeordneten Zusammenhang aufweist, den ein Stadtviertel ausmacht.

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"Sinnvoller Städtebau müßte dagegen von einer Stadtkonzeption ausgehen, die alle strukturellen Elemente in ihre Planung einbezieht." (Aldo Rossi)
Die Ausstellung stellt die Stärken und Schwächen der "Vorstadt" heraus. Sie will den Blick auf das richten, was im Positiven wie im Negativen Realität werden könnte. Die "Neustädter Vorstadt" braucht für ihre künftige Entwicklung eine Strategie, die eine lebens- und liebenswürdige Stadtweiterentwicklung ermöglicht. Diese ist nur tragfähig im Kontext mit den Erlangern. Sie sind aufgefordert, Stellung zu beziehen, wohin dieses Innenstadtviertel in seiner Gesamtheit sich entwickeln soll. Es gilt, sich jetzt zu rüsten für die aufkommenden Probleme.

Veranstalter: Stadt Erlangen, Kultur- und Freizeitamt, Abteilung Bildende Kunst und Kulturelle Programme, im Rahmen der Veranstaltungsreihe Stadt und Zukunft zum 1000-jährigen Jubiläum der Stadt Erlangen.

Tel. 0 91 31/86 26 04 und 86 28 39, Fax 0 91 31/86 21 17
E-Mail: galerie@stadt.erlangen.de
www.citylab-erlangen.de und www.stadtundzukunft.de

 

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