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Fredder
Wanoth Der Stadtgründer 3.
25. August 2002 Eröffnung Fredder Wanoth arbeitet vor Ort the east begins in the west Finissage Baustelle Museumswinkel, Ecke Gebbert-/Luitpoldstraße,
Erlangen
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Begrüßung: Lisa Puyplat
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Einführung: Petra Weigle
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Der Künstler
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Der Künstler hinter der Kunst
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Eröffnungsgäste
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Zur Ausstellung
Der Modellbauer, Maler und Zeichner Fredder Wanoth präsentiert in dieser
Ausstellung erstmals nahezu alle seine seit 1992 entstandenen rund 130 Architekturmodelle,
von der Kiewer Fischkonservenkathedrale über den venezianischen Dogenpalast
bis zum Josef-Hollacher-Building, sowie eine Anzahl von Skizzen und Skizzenbüchern,
in denen er Ideen und Entwürfe für eine Phantasiestadt festhält.
"Wanoths Stadtentwürfe lassen sich als anarchisch-skurrile Idealstadtplanungen
verstehen, die das Vorhaben, ideale Städte am Reißbrett zu planen,
ironisieren, indem sie als ideal' nicht die architektonische Durchrationalisierung
und Verplanung aller menschlichen Lebensbereiche gelten lassen, sondern das
provokante Spiel der Phantasie".
Die Gebilde aus Holz, Papierresten und anderen Materialien, die Wanoth mit geheimnisvoll
wirkenden Tinkturen und Lasuren bemalt, sind auch als Gegenentwurf zur funktionalen
Ästhetik der architektonischen Moderne zu verstehen. Sie haben den Charme
des Morbiden, wie er sich insbesondere in den Städten Ost-Europas und Italiens
noch findet, deren urbane Vergänglichkeit Wanoth auch fotografisch mit
Leidenschaft dokumentiert.
Fredder Wanoth, geboren 1957 in Beilngries, lebt in Nürnberg und arbeitet
in Fürth. Er studierte an der Fachhochschule Nürnberg Visuelle Kommunikation
und an der Akademie der Bildenden Künste Malerei. An der Kunstakademie
von Krakau absolvierte er 1989/90 ein Gastsemester. In Nürnberg ist er
Mitbetreiber der Galerie Bernsteinzimmer. 2001 erhielt er den Kulturförderpreis
der Stadt Nürnberg.
Zur Klang-Montage
"Städtehören"
Stefan Poetzsch gehört nicht zu den Musikern, die in jedem Klang an sich
schon Musik hören. Mit dieser Grundeinstellung ging er an die von Fredder
Wanoth gelieferten Stadt-Klänge heran, die dieser in Städten und Straßen
des Ostens eher zufällig aufnahm, und mischte sie zu einer 4-kanaligen
Klanglandschaft. Die zum Teil langandauernden, meditativ anmutenden originalen
Aufnahmen brachte er in ein rein kompositorisches Konzept, welches sich nun
als Musik bezeichnen lässt, da Puls, Rhythmik und kompositorisch-architektonische
Strukturen erkennbar werden. Ganz gegensätzliche Klänge werden miteinander
kombiniert, zunächst im Original vorgestellt und im Laufe des Stückes
mit Effekten versehen, zerhackt, wiederholt, Details herausgearbeitet oder auch
in veränderter Geschwindigkeit und rückwärts abgespielt. Zum
Teil laufen bis zu sechs verschiedene Klänge, die an verschiedenen Orten
in Osteuropa aufgenommen wurden, gleichzeitig ab, in anderen Momenten werden
diese Aufnahmen zur gleichen Zeit, nur unterschiedlich geschnitten, räumlich
anders aufgeteilt oder auch manipuliert abgespielt. Dieser Klangteppich ist
nun wiederum die Grundlage für die kontrapunktierende Konzeption, die Stefan
Poetzsch dazu in stereo live auf Violine/Viola unter Hinzunahme von Liveelektronik
spielt.
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Stefan Poetzsch
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Zuhörer
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"Städtehören" ist eine weitere Klangmontage
von Stefan Poetzsch, die an eine Reihe von z.T. abendfüllenden multimedialen
Projekten anknüpft; "Partigiani" (2000), "Sprachklangmoment"
(2000), "Rhythmuslaboratorium" (2001), "Monsieur Gastaud"
(2002).
Neben der Komposition und Improvisation ist Stefan Poetzsch immer an Konfrontationen
mit anderen Kunstformen oder auch radiophonen Dimensionen interessiert. Poetzsch
ist als Musiker in verschiedensten Projekten aktiv. Er konzertiert regelmäßig
u.a. mit amerikanischen Musikern in Europa und den USA. Erst im Juni machte
er neben verschiedensten Konzerten in Kalifornien und Boston, eine Soloeinspielung
für Artship Records in San Francisco, bei der von ihm live erzeugte Klänge
von Materialien eines riesigen Schiffes zusammen mit seiner akustischen Violine
aufgenommen wurden. Seit 2000 hat Stefan Poetzsch sein eigenes Ensemble.
Die Klang-Montage "Städtehören" kommt auch zur Finissage
am Sonntag, 25. August 2002, 16 Uhr, zu Gehör.
Eine Ausstellung der Städtischen Galerie Erlangen im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Stadt und Zukunft" zum 1000-jährigen Jubiläum der Stadt Erlangen 2002.
Kontakt: Städtische Galerie Erlangen | Stadt und Zukunft | 1000 Jahre Erlangen | Home