Projekt
Stadt und Zukunft
im Rahmen des 1000-jährigen Jubiläums der
Stadt Erlangen
November 2001 Dezember 2002
Vorbemerkung
"Stadt und Zukunft" ist ein Projekt unterschiedlicher Initiativen,
Maßnahmen und Veranstaltungen aus Kommune, Wirtschaft, Wissenschaft
und Bürgerschaft mit dem Blick auf die Zukunft der Stadt im Allgemeinen
und Erlangens im Besonderen.
Ausgangspunkt ist der strukturelle Modernisierungsprozess der Stadt
zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit seinen Problemen und Lösungsansätzen.
Den globalen Tendenzen stehen dabei lokale Leitlinien und lokales Handeln
gegenüber mit dem Ziel einer generellen Verbesserung der Lebensverhältnisse.
Die Zukunft der Stadt misst sich an ihrer Geschichte, vor allem aber
an ihrer lebendigen und dynamischen Gegenwart. Die unterschiedlichen,
interdisziplinären Veranstaltungen und Themenreihen des ganzjährigen
Projektes bringen den Diskurs über die Gegenwart der Stadtgestalt
in seinen architektonischen, sozialen und kulturellen Belangen und Potenzialen
in die Zukunftsüberlegungen ein. Der Blick auf die Stadt geschieht
aus der analytischen Distanz der Experten wie aus der engagierten Nahsicht
ihrer Bürger.
Das Projekt vereint innovative Potenziale vor Ort, Unternehmen, Institutionen,
kommunale Einrichtungen, die Universität und andere Forschungsstätten
mit regionalen und internationalen Experten aus Politik und Kultur,
Wissenschaft, Wirtschaft und Technik zu einem zukunftsorientierten Diskurs
über die Stadt im Allgemeinen und Erlangen im Besonderen. Mit eigenen
Projekten zur Zukunft der Stadt bringen sich die Friedrich-Alexander-Universtät
Erlangen-Nürnberg und das SiemensForum ein.
Gesamtprojekt "Stadt und Zukunft"
Idee, Konzept, Programm: Karl Manfred Fischer
Mitarbeit: Lisa Puyplat
Projektmitarbeit: Bodo Birk, Britta Bock, Elke Dehner, Ian Genocchi,
Volker Holzmann, Gerhard C. Tillmann
Programm
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Ausstellung
Architektur in
Franken 1995-2001
Februar November 2002, Tournee durch Bayern |
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Informationszentrum
Citylab 2002: Erlangen
- eine Stadt mit Zukunft
7. Februar 31. Oktober 2002, media.ART.zentrum, Helmstraße
1 |
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Ausstellung
Dream City
Zur Zukunft der Stadträume
15. Februar 10. März 2002, Städtische Galerie |
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Veranstaltungsreihe
Stadtforum Erlangen.
Die Stadt zur Diskussion gestellt
15. Februar 31. Oktober 2002, media.ART.zentrum und andere
Veranstaltungsorte |
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Fachtagung Teil 1
Die Stadt im Informationszeitalter
Virtuelle oder echte Urbanität?
Mutmaßungen und Bestimmungsversuche über die Stadt im
21. Jahrhundert
Freitag/Samstag, 15./16. Februar 2002, Baustelle Museumswinkel |
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Ausstellung
Der neue Stadtteil
Röthelheimpark
Eine städtebauliche Idee wird Wirklichkeit
16. 24. Februar 2002, Baustelle Museumswinkel
Oktober, Foyer des Rathauses |
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Workshops, Ausstellung
Kulturstadtplan
Erlangen
Ein urbanistischer Beitrag zum 1000-jährigen Jubiläum
Februar August 2002 |
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Filmreihe
Projekt "Cinepolis":
Die Stadt im Film
März/April/Mai und September/Oktober/November 2002,
CineStar, Lammlichtspiele, E-Werk, media.ART.zentrum |
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Veranstaltungsreihe
Städte
und Stadtlandschaften
Zwischen Faszination und Katastrophe
März Oktober 2002, media.ART.zentrum |
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Ausstellung
"Erlangen-Parcours"
Ein Projekt zu "Kunst im öffentlichen Raum"
12.28. April 2002, media.ART.zentrum |
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Stadt-Installation
Denkmal-Objekte
Ein "Kunst im öffentlichen Raum"-Projekt von Isi
Kunath
12. April 30. November 2002, Innenstadt |
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Illumination "im öffentlichen
Raum"
Leuchtende Zukunft
April Dezember 2002 |
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Schautafeln
"Schaustelle
Baustelle"
Hallo, hier tut sich was!
April bis Dezember 2002 |
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Ausstellungsprojekt
"Anlagenstillstand"
Installationen und Aktionen
5. 28. April, Baustelle Museumswinkel |
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Ausstellung
In Szene gesetzt: Architektur
in der Fotografie der Gegenwart
7. 28. April 2002, Städtische Galerie |
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Ringvorlesung der Universität
"Die Zukunftsfähigkeit
der Stadt in Vergangenheit und Gegenwart"
24. April bis 16. Juli 2002 |
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Ausstellung mit Rahmenprogramm
"Living City:
Lebensraum"
Probleme - Lösungen
- Visionen
26. April 30. August 2002, Ein Jubiläumsbeitrag des
SiemensForums |
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Führungen
StadtArchitekTouren
Mai September 2002 |
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Ausstellungsprojekt
Gotham - Brüsel
- Entenhausen und der Rest der Welt
Comic-Städte und Stadt-Comics
30. Mai 30. Juni 2002, anlässlich des 10. Internationalen
Comic-Salons Erlangen |
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Literatur- und Diskussionsreihe
City Crimes
Die besten Morde
aus den Metropolen
26. 28. Juli 2002 |
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Ausstellung
"Erlebnis-Landschaften"
Streifzug durch die Stadt in der Postmoderne
September 2002, Ort: Baustelle Museumswinkel |
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Ausstellung
Vision Piranesi
September/Oktober 2002, Städtische Galerie |
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Ausstellung und Veranstaltungsreihe
Global Babylon City
Die Erfindung der Stadt von der Antike bis in die Zukunft
22. September 2002 bis 12. Januar 2003, Stadtmuseum, und andere
Orte |
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Ausstellung
StadtSichten
Vier fotografische Essays über Erlangen
Bernd Böhner, André Kirchner, Erich Malter, Georg Pöhlein
Oktober 2002, Ort: Baustelle Museumswinkel |
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Fachtagung Teil 2
Die Stadt im Informationszeitalter
Erlangen vorstellen, verstehen, weiterdenken
November 2002, Baustelle Museumswinkel |
top
Ausstellung
Architektur in Franken 1995-2001
Februar November 2002, Tournee durch Bayern
Eine Ausstellung der Stadt Erlangen in Zusammenarbeit
mit dem Architekturforum Franken und den Kreisverbänden Franken
des Bundes Deutscher Architekten (BDA).
Die Ausstellung zeigt 137 Beispiele neuer qualitätsvoller Bauten
in Franken. Sie startete bereits im November 2001 in Erlangen.
Franken ist in Sachen Baukunst ganz oben in Bayern. Viele der Architektur-Beispiele
überragen an Prägnanz und Qualität manche Star-Architektur
in ganz Deutschland.
"Architektur in Franken 1995-2001" macht aufmerksam, fordert
zum Sehen auf und weckt Lust auf die originale Begegnung mit der Baukunst
in Franken. Die Ausstellung soll dazu beitragen, eine öffentliche
Diskussion über Qualität in der Architektur anzuregen und
zu ermöglichen.
Die Ausstellung der Stadt Erlangen wandert nach ihrer Premiere in Erlangen
im November 2001 im Jubiläumsjahr 2002 durch Bayern. Sie wird u.
a. in folgenden Städten gezeigt: Bamberg, Eichstätt, Ingolstadt,
München, Neumarkt, Regensburg, Weißenburg, Würzburg.
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Informationszentrum
Citylab
2002
Erlangen eine Stadt mit Zukunft
7. Februar 31. Oktober 2002, media.ART.zentrum, Helmstraße
1
Öffnungszeiten vom 7.28. Februar: Di-Fr 13-17 Uhr, Sa u.
So 14-17 Uhr
CityLab 2002 informiert auf anschauliche Weise in Kurzform
über die aktuelle Situation der Stadt Erlangen, zeigt, was in den
letzten fünf Jahren gebaut und in die Stadt investiert wurde, berichtet
über die Baustellen im Jubiläumsjahr und das, was hier entstehen
wird sowie über geplante Projekte und Visionen.
In Vorträgen, Gesprächsrunden, Ausstellungen und Filmreihen
werden außerdem allgemein die Themen Stadt, Architektur, Stadtplanung
und Landschaft unter vielfältigen Aspekten behandelt und beleuchtet.
Das Informationszentrum steht darüber hinaus Initiativen, Organisationen
und Institutionen aus allen Bereichen der Stadt zur Verfügung,
die sich mit Zukunft beschäftigen und ist offen für Nachfragen,
Ideen, Vorschläge und Kritik.
Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen unter www.citylab-erlangen.de
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Stadt-Bilanz
was
braucht die stadt?
planen und bauen in erlangen 1996-2002
8. Februar bis 31. März
citylab 2002 im media.ART.zentrum
Die multimediale Präsentation zeigt herausragende
neue Bauten in Erlangen aus den letzten sechs Jahren. Die größten
Auftraggeber sind die Kommune, die Universität, die Siemens AG
und andere Unternehmen, aber auch private Bauherren. Eine Stadt-Bau-Bilanz,
die sich sehen lassen kann!
Die Präsentationen wurden von der Abteilung Bildende Kunst und
Kulturelle Programme speziell für "citylab 2002" erarbeitet.
Die CD-Rom beleuchtet u. a. die "Gesichter der Stadt", "städtebauliche
Zukunftsaufgaben: Sanierungen, Ergänzungen und Neubauten im Bestand",
"Gewerbe- und Industrieansiedlungen in Erlangens Ortsteilen",
Erlangen als "führenden Standort für Medizintechnologie,
medizinische Forschung und medizinische Versorgung" - und schließlich
die Grünräume sowie das Wachstumspotential der Stadt.
Beamer-Präsentation, 15 min., interaktive CD-Rom, Videofilme, www.citylab-erlangen.de.
Ausstellung
Dream
City
Zur Zukunft der Stadträume
16. Februar 24. März 2002, Städtische Galerie, Palais
Stutterheim
Was wäre Siena ohne den Campo oder Venedig ohne den
Markusplatz? Frühere Städtebauer wussten um die Wirkung und
Bedeutung des Freiraumes in der Stadt. Entsprechende Plätze und
öffentliche Räume finden sich in der Architektur des 20. Jahrhunderts
nur selten. Zwar werden heute Innenstädte mit unvergleichlichem
finanziellen Aufwand zur Shopping- und Freizeitkulisse geschönt,
doch nur in wenigen Städten wird auch versucht, in den Rand- und
Wohnbezirken qualitätsvolle Platzräume wiederzugewinnen oder
gar neu zu schaffen.
"Dream City" wirft Fragen auf: Wie kam es zur Auflösung
der traditionellen kompakten Stadtstruktur? Wohin entwickeln sich Stadtraum
und Stadtbild heute? Kann man am Idealbild einer intakten europäischen
Innenstadt angesichts chaotisch wachsender Agglomerationen in Asien,
Südamerika und Afrika noch festhalten? Schlaglichtartig zeichnet
"Dream City" die Entwicklung des Öffentlichen Raums europäischer
Städte nach und öffnet mit einem Foto-Essay von Claudio Hils
aus Sao Paulo, Bangkok, Tokio, Los Angeles und Las Vegas den Blick auf
außereuropäische Tendenzen und zukünf-tige Entwicklungen.
Die vom Stadthaus Ulm konzipierte Ausstellung wurde für Erlangen
neu zusammengestellt und um lokale und regionale Beispiele ergänzt.
So wurden Erlangens Plätze und öffentliche Stadträume
in Vergangenheit und Gegenwart mit alten Stichen, Fotos und Stadtmodellen
u.a. mit Leihgaben der Grafischen Sammlung der Universitätsbibliothek
und des Stadtarchivs vorgestellt. In einem Exkurs wurde der "Rote
Platz" der Siemens AG in Erlangen von 1981 dem Auditorium der Audi
AG von 2001 in Ingolstadt gegenübergestellt.
Zur Ausstellung ist im Hatje-Cantz-Verlag ein Katalogbuch erschienen:
144 Seiten, 97 Abbildungen, davon 64 farbig, € 25,.
top
Veranstaltungsreihe
Stadtforum Erlangen. Die Stadt zur Diskussion
gestellt
15. Februar 31. Oktober 2002, media.ART.zentrum und andere Veranstaltungsorte
Städtebauliche Positionen und Konzepte der Gegenwart
werden in der Veranstaltungsreihe zur Diskussion gestellt. Zu Vorträgen,
Tagungen, Diskussionen und Gesprächskreisen werden Experten aus
den verschiedensten Disziplinen eingeladen. Die Themen werden auch weitergegeben
an Bürgerforen mit offener Bürgerbeteiligung. Des Weiteren
werden Stadtgespräche veranstaltet zur Integration und Aktivierung,
zur Klärung von Bedürfnissen und Problemlösungen.
Die bis jetzt durchgeführten bzw. feststehenden Veranstaltungen:
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Fachtagung
Die Stadt im Informationszeitalter
Virtuelle oder echte Urbanität?
Mutmaßungen und Bestimmungsversuche über die Stadt im 21.
Jahrhundert
Freitag/Samstag, 15./16. Februar 2002, Erlangen, Baustelle Museumswinkel,
Ecke Gebbertstraße/Luitpoldstraße, ehemaliges Industriegebäude
der Siemens AG
Gesamtleitung und Moderation:
Prof. Dr. Vittorio Magnago Lampugnani, Architekt, ETH Zürich
Dipl.-Ing. Wolfgang Weinzierl, Landschaftsarchitekt, Ingolstadt
Das Informationszeitalter verändert seit einigen
Jahrzehnten nicht nur unser Leben, sondern auch unsere bauliche Umwelt.
Die Mutmaßungen darüber, was durch die telematische Revolution
unseren Städten widerfahren wird, reichen von der gänzlichen
Auflösung der urbanen Strukturen, die in Cyber-Cities aufgehen
könnten, die nur mehr in Netzen existieren, bis hin zur Konsolidierung
und Revitalisierung des Urbanen im Rahmen einer Neubewertung des Authentischen,
forciert durch die derzeitige Dominanz der virtuellen und künstlichen
Ersatz-Welten.
Exponierte Vertreter verschiedener Disziplinen versuchen auf der Tagung,
eine persönliche Antwort auf die Frage nach der Zukunft der Stadt
zu geben. Ihre unterschiedlichen Perspektiven fügen sich zu einem
farbigen, durchaus widersprüchlichen und gerade deswegen anregenden
Mosaik zusammen.
Die Fachtagung wird von der Stadt Erlangen und der Bayerischen Architektenkammer
in Zusammenarbeit mit dem Architekturforum Franken und dem Bund Deutscher
Architekten (BDA), Kreisverband Mittelfranken/Oberfranken, im Rahmen
des 1000-jährigen Stadtjubiläums 2002 veranstaltet
Programm
Freitag, 15. Februar 2002
| 14.00 Uhr |
Begrüßung
Dr. Siegfried Balleis, Oberbürgermeister der Stadt Erlangen
Einführung:
Prof. Dr. Vittorio Magnago Lampugnani, Architekt, ETH Zürich
Dipl.-Ing. Wolfgang Weinzierl, Landschaftsarchitekt, Ingolstadt |
| 14.30 Uhr |
"Gesellschaftsraum Stadt: Singles, Szenen oder Stadtbürger?
Zur Soziologie der postindustriellen Stadt"
Prof. Dr. Werner Sewing, Technische Universität Berlin |
| 15.30 Uhr |
"Aus der Vergangenheit in die Zukunft" - Geschichte
und städtische Denkmalpflege
Landeskonservator Jörg Haspel, Landesdenkmalamt Berlin |
| 16.30 Uhr |
"Stadterfahrung"Peter Schneider, Berlin, Schriftsteller |
| 17.30 Uhr |
Diskussion |
| 18.30 Uhr |
Empfang der Stadt Erlangen |
Samstag, 16. Februar 2002
| 9.00 Uhr |
"Wechselwirkungen zwischen Kommunikation, Verkehr und Aneignung
der Stadt"
Prof. Dr. Kay W. Axhausen, Institut für Verkehrsplanung undTransporttechnik,
ETH Zürich |
| 10.00 Uhr |
"Urbs digitalis. Die Stadt und das Netz"
Werner Lauff, Director Entertainment & Media bei PricewaterhouseCoopers,
Hamburg |
| 11.00 Uhr |
"Stadtstrategien"
Prof. Dr. Karl Ganser, Deutsches Architektur Zentrum (DAZ) Berlin,
Internationale Bauausstellung Emscherpark |
| 12.00 Uhr |
Perspektive Erlangen: "Die Stadtbaukunst - eine städtebauliche
Idee wird Wirklichkeit. Am Beispiel des neuen Stadtteils Röthelheimpark"
Egbert Bruse, Referent für Stadtplanung und Bauwesen,Stadt
Erlangen |
| 13.00 Uhr |
Diskussion und Schluss |
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Ausstellung
Der neue Stadtteil Röthelheimpark
Eine städtebauliche Idee wird Wirklichkeit
16. 24. Februar 2002, Baustelle Museumswinkel
Öffnungszeiten: Di-Fr 13-17 Uhr, Sa u. So 14-17 Uhr
15. Oktober bis 8. November, Foyer des Rathauses
Erlangens 125-jährige Geschichte als Garnisonsstadt
ging 1994 zu Ende, als die US-Streitkräfte das Militär-Areal
im Stadt-Osten zurückgaben. 1998 konnte die Stadt mit gut 100 ha
den größten Teil des Areals ankaufen. Seither ist der Röthelheimpark
so etwas wie "die Keimzelle für das Erlangen des neuen Jahrtausends"
(OB Dr. Siegfried Balleis).
Aus der Brache entsteht ein lebendiger Stadtteil, in dem Wohnen, Arbeiten,
Einkaufen, Forschen und Erholung gleichermaßen angesiedelt sind.
Die Ausstellung zeigt die Geschichte, die Gegenwart, von den städtebaulichen
Ideen, Plänen und Wettbewerben bis zur Teil-Realisierung, und die
Zukunft des Areals mit seiner vielversprechenden Mischung aus Altem
und Neuem, Privatem und Öffentlichem, Grün- und Verkehrsflächen.
Anlässlich der Fachtagung "Die Stadt im Informationszeitalter",
und dann wieder zu Ende des Jahres, werden jeweils aktualisierte Fassungen
der Ausstellung gezeigt, ergänzt mit Filmen und CDs zu Erlangen
und speziell zum Röthelheimpark.
top
Buchpräsentation und Ausstellung
AKJAA - Positionen junger Architekten in
Deutschland
Buchpräsentation und Ausstellungseröffnung
10. Mai, 19.00 Uhr
citylab 2002 im media.ART.zentrum, Helmstraße 1
Vorgestellt werden ungewöhnliche, offene, überraschende,
unorthodoxe Positionen zur Architektur und zum Bauen, die von Architekten
aufgestellt wurden, die sich seit rund acht Jahren im "Arbeitskreis
Junger Architektinnen und Architekten" im Rahmen des BDA zusammengeschlossen
haben. Die Positionen der jungen Architekten schließen ihre Partner
- Fachplaner, Fotografen, Künstler, Grafiker, Designer - mit ein.
Ein vielfältiges Bild erschließt sich, ein Spiegel für
das kritische Selbstverständnis einer jungen Generation.
Als weitere Veranstaltungen der Reihe "Stadtforum
Erlangen" sind im media.ART.zentrum in den nächsten Monaten
u. a. geplant:
-
Vortrag
Vom Niedrig-Energie- zum Null-Energie-Haus
Dipl.-Ing. (TU) Architekt Michael Trykowski
15. Mai, 19 Uhr, citylab 2002 im media.ART.zentrum, Helmstraße
1
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Vortrag
Bauteiltemperierung in historischen Gebäuden
Dipl.-Ing. Gerhard Schmid, EURA-Fachplaner, München
4. Juni, 19 Uhr, citylab 2002 im media.ART.zentrum, Helmstraße
1
-
Vortrag
Bauen für Frauen und Familien
Architekturbüro Fritsch, Knodt & Klug
10. Juni, 19 Uhr, citylab 2002 im media.ART.zentrum, Helmstraße
1
-
Vortrag
Grabmal-Kultur und Grabmal-Kunst in den Friedhöfen Frankens
Vortrag von Landesinnungsmeister Heinz Leo Weiss, Landesinnungsverband
des Bayerischen Steinmetzen- und Steinbildhauerhandwerks
13. Juni, 19.30 Uhr, citylab 2002 im media.ART.zentrum, Helmstraße
1
-
Vortrag
Bauen mit Ziegel - der älteste moderne Baustoff der Welt
Waltraud Vogler, Ziegelforum e.V., München
20. Juni, 19 Uhr, citylab 2002 im media.ART.zentrum, Helmstraße
1
-
Vortrag
Die Zukunft der Stadträume - Sanierung und Revitalisierung
im Bestand
Vortrag der Architekten Lydia Lehner und Franz Robold, A2 Architekten,
Regensburg
18. Juli, 19 Uhr, citylab 2002 im media.ART.zentrum, Helmstraße
1
-
Vortrag
Neues Bauen - neues Wohnen - kostengünstig, qualitätsvoll,
ökologisch
Bayern Zement, München
19. September, 19 Uhr, citylab 2002 im media.ART.zentrum, Helmstraße
1
-
Vortrag
Wohnungs-/Industriebau mit Stahl - Region Franken und Stadt Erlangen
Forum "BAUEN MIT STAHL e. V.", München in Zusammenarbeit
mit dem Architektur- und Ingenieursbüro SIAT, Erlangen/München
10. Oktober, 19 Uhr, citylab 2002 im media.ART.zentrum, Helmstraße
1
Die Termine folgender Veranstaltungen werden noch bekannt
gegeben:
-
Vortrag
Zusammen planen - gemeinsam wohnen - Wohnprojekte von Alt und Jung
Forum für gemeinschaftliches Wohnen im Alter Bundesvereinigung
e. V.
-
Vortrag
Denkmalkunde, Denkmalschutz und Denkmalpflege als vernetzte Zukunftsaufgaben
in Städten und Gemeinden
Ortskomitee Erlangen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
Workshop
Kulturstadtplan Erlangen
Ein urbanistischer Beitrag zum 1000-jährigen Jubiläum
Februar August 2002, Baustelle Museumswinkel, Ecke Gebbert-/Luitpoldstraße
Unter der Leitung von Stefan Iglhaut und Martin Roth entwickelt
ein Team junger Architekten (Universität Karlsruhe, Fakultät
für Architektur) einen "Kulturstadtplan" für Erlangen,
der städtebauliche, architektonische und inhaltlich-programmatische
Elemente enthält.
Die Perspektive ist zukunftsorientiert, die Bezugspunkte sind u.a.:
-
die stadtgeschichtliche
Entwicklung
-
Wirtschaft
und Wissenschaft in Erlangen
-
der Strukturwandel
der Stadt nach Abzug der Amerikaner 1994
-
die kulturelle
Infrastruktur Erlangens und seiner Umgebung mit den bestehenden Museen
und prägenden Veranstaltungen und öffentlichen Kultureinrichtungen
-
die inhaltlichen
und architektonischen Vorkonzepte für ein neues Museum ("Baustelle
Museumswinkel")
Untersucht werden die Bedingungen und Möglichkeiten
einer "Kultur-Urbanistik", es geht um kulturelle Identität,
um Tradition/Erneuerung und inhaltliche Programmatik ebenso wie um ihre
Spiegelungen in der Architektur und im Städtebau. Auch praktische
Fragen wie Erreichbarkeit, Innenstadtbezug etc. werden berücksichtigt.
Die Entwürfe sollen mutig und visionär Städtebau und
Kultur in Beziehung setzen, nicht vorsichtig auf den Status quo bedacht
bleiben.
Die Konzepte und Entwürfe werden Ende des Jahres in einer Ausstellung
mit Katalogbroschüre vorgestellt.
Beteiligte: Stefan Iglhaut, Ausstellungsmacher, Hannover/Berlin, früher
u.a. Leiter Neue Medien Medienkunst beim Siemens Kulturprogramm München,
Ausstellungsleiter Themenpark bei der Expo 2000. Dr. Martin Roth, Generaldirektor
der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, vorher Direktor des Deutschen
Hygiene-Museums Dresden, Projekte u. a.: Hafen City Hamburg, Kulturangebot,
Expo 2000 Leitung von Themenpark und Global Dialogue, Gast-Professor
Universität Karlsruhe, Fakultät für Architektur.
Architekturstudenten: Kerstin Bräutigam, Michael Drobnik, Niloufar
Tajeri, Cuong Nguyen, Steffen Schmerse, Nicole Schöngart
top
Ausstellungsprojekt
"Anlagenstillstand"
Installationen und Aktionen
6. 28. April, Ort: Baustelle Museumswinkel, Veranstalter: Städtische
Galerie
Das Ausstellungsprojekt "Anlagenstillstand"
setzt sich auf künstlerisch-subjektive Weise mit den sozialräumlichen
Veränderungen um das Geviert des Museumswinkels auseinander, das
sich seit einigen Jahren in einer permanenten baulichen Veränderung
befindet. Ziel der beteiligten Künstler ist nicht nur, Installationen
in den noch nicht musealen Räumen des Museumswinkels zu zeigen,
sondern auch einen Bezug zum Leben in der Stadt und im Viertel herzustellen.
In den Arbeiten werden räumliche, soziale und gesellschaftsrelevante
Begebenheiten und Bedingungen vor Ort thematisiert. Zum Projekt gehören
deshalb auch Diskussionsveranstaltungen und andere Aktivitäten,
die die Öffentlichkeit mit einbeziehen. Die Künstler greifen
mit ihrem interaktiven Projekt eine in der jungen internationalen Kunst
derzeit sehr verbreitete Richtung auf.
Das Projekt geht auf eine Idee von Karin Bergdolt zurück, die in
Erlangen und München lebt und arbeitet. Sie lud Künstler ein,
die an den Akademien der Bildenden Künste Nürnberg und München
in den Klassen Ottmar Hörl, Nikolaus Gerhard, Olaf Metzel und James
Reineking studiert haben: Carmen Erhorn & Barbara Mederer, Claudia
Heinzler, Daniel Kufner, Stephanie Pelz, Martin Schmidt, Michael Schrattenthaler,
Clara S. Rüprich und Stefan Wischnewski.
Karin Bergdolt zum Beispiel nennt ihre Aktion "KulturEntwicklungsPlanungsbüro"
mit einem konkreten Bezug zu einer städtischen Stellenausschreibung,
deren Sinn sie während der Ausstellungsdauer auf ihre Weise ausfüllt.
Carmen Erhorn & Barbara Mederer stellen dem Stress des gewöhnlichen
Büro-Alltags ihr "Slowlab" Büro gegenüber,
das mit einer Fülle von "Entschleunigungs"-Ideen aufwartet.
In dieser teilweisen Simulation des Realen folgt ihnen Stefan Wischnewski
mit seiner "Vereinsecke". Claudia Heinzler, Clara S. Rüprich,
Michael Schrattenthaler und Martin Schmidt machen die speziellen Raum-Situationen
zu ihrem Thema und entwerfen sie mit Projektionen, Spiegeln und Wandverkleidungen
zum Teil ganz neu. Stephanie Pelz stellt die Dramatik der Baustellensituation
heraus. Daniel Kufner beleuchtet die analogen Aspekte der Industrialisierung
in der Landwirtschaft.
top
Ausstellung
In
Szene gesetzt: Architektur in der Fotografie der Gegenwart
7. 28. April 2002, Städtische Galerie
Der architektonisch gestaltete Raum ist ein zentrales
Thema der deutschen Fotokunst der letzten beiden Jahrzehnte. Ausgehend
von der Sammlung des Zentrums für Kunst und Medientechnologie,
ZKM Karlsruhe zeigt die Ausstellung ein breites Spektrum zeitgenössischer
Architekturfotografie. Das Hauptaugenmerk richtet sich auf die architektonischen
Motive, die den Fotografen als Ausgangspunkt dienen: Wie und warum werden
bestimmte Gebäude und Raumsituationen ausgewählt? Was kann
und soll über sie in der Fotografie ausgesagt werden? Bleibt ein
Bezug zum dargestellten Gegenstand gewahrt oder sind die ins Visier
genommenen Architekturen nur Auslöser für die Beschäftigung
mit der Fotografie eigenen künstlerischen Mitteln?
Die beteiligten Fotografen:
Bernd und Hilla Becher, Boris Becker, Oliver Boberg, Frank Breuer, Thomas
Demand, Elger Esser, Robert Häusser, Maria Heldlund, Candida Höfer,
Axel Hütte, Andreas Kessler, Gérard Pétremand, Dieter
Rehm, Thomas Ruff, Joseph Schulz, Heidi Specker, Frank Thiel, Alexander
Timtschenko, Barbara Trautmann, Christian von Steffelin.
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Museum für Neue Kunst
/ ZKM Karlsruhe.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Hatje-Cantz-Verlag.
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Ausstellung
"Erlangen-Parcours"
Ein Projekt zu "Kunst im öffentlichen Raum"
12. April 5. Mai 2002, citylab im media.ART.zentrum
Ein Semester lang analysierte die Klasse "Kunst und
öffentlicher Raum" unter Professor Johannes Peter Hölzinger
an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg die Gestalt-Stärken
und -Schwächen Erlangens im zentralen Bereich von Altstadt und
Neustadt. Am Ende standen die hier präsentierten Konzepte, Pläne
und Modelle für Kunst im öffentlichen Raum, die eine emotionale
Bindung der Bewohner an ihren Ort fördern, das Interesse an dessen
sozialem und baulichem Schicksal wecken, und vielleicht sogar die aktive
Teilnahme am Gestaltungsprozess des städtischen Lebensraumes anstoßen
können.
Kunst im öffentlichen Raum muss auf die Besonderheiten des Ortes
eingehen. Grundlage aller Überlegungen der Künstler waren
folglich die Begehungen und Analysen des Stadtteils. Erkundungen des
landschaftlichen, städtebaulichen und soziologischen Gegebenheiten,
der Gestaltstärken und -schwächen wurden in einem sogenannten
Partiturplan mit grafischen Zeichnungen notiert. Diese sind aber noch
kein Gestaltungsvorschlag und lassen Spielräume zur persönlichen
Interpretation jedes Künstlers offen.
So entstand eine große Vielfalt an Entwürfen. Sie reichen
von:
-
Kunst als
Akzentuierung - Einzelobjekte, die in Reaktion auf den baulichen Kontext
städtebauliche Situationen verdeutlichen bzw. korrigieren.
-
Kunst als
Wahrnehmung - Eingriffe, welche die Wahrnehmung gewohnter Orte schärfen.
-
Kunst als
Kritik - welche die Frage nach dem Umgang mit der Stadtgestalt und
ihrer historischen Orte stellt
-
Kunst als
Erinnerung - welche die Zeitschichten der Stadt wieder sichtbar werden
lässt und die Vergangenheit mit der Gegenwart verbindet...
-
...bis hin
zu einer Kunst der "community action" bei der, analog zum
gesellschaftlichen Emanzipationsprozess sich das Werk vom Autor/Künstler
hin zum Rezipienten/Bürger verlagert.
Zu den teilnehmenden Studenten gehörte
die in Erlangen lebende Isi Kunath, deren Projektentwurf "Denkmal-Objekte"
zum Stadtjubiläum realisiert wird.
top
Stadt-Installation
Denkmal-Objekte
Ein "Kunst im öffentlichen Raum" Projekt von Isi
Kunath
12. April Dezember 2002, Stadtgebiet von Erlangen
Stadtgeschichte und historisches Gedenken als ein Projekt
von "Kunst im Öffentlichen Raum": Die Erlangerin Isolde
Kunath stellt 16 rund fünf Meter hohe Objekte in Form von Markierungsnadeln
aus Stahlrohr mit roten Kunststoffköpfen an solche Orte, wo sich
einst Denkmäler oder Skulpturen befanden, die heute entweder zerstört
oder andernorts oft in einem ahistorischen Kontext wieder aufgestellt
wurden. Es sind Standorte, die zugleich charakteristisch sind für
die geschichtliche Entwicklung Erlangens. Im Boden werden Text- und
Bildtafeln eingelassen, die auf das ursprüngliche Aussehen dieser
Orte verweisen und zugleich damit kritische Fragen nach dem Umgang mit
der Geschichte stellen.
Das Projekt "Denkmal-Objekte" wird von der Firma Rehau AG
& Co gesponsert. Das Projekt entstand im Rahmen des Workshops "Erlangen-Parcours"
der Klasse "Kunst im öffentlichen Raum" an der Akademie
der Bildenden Künste Nürnberg.
top
Filmreihe
"Cinepolis" Die Stadt im
Film
April/Mai/Juni und September/Oktober/November 2002,
CineStar, E-Werk, Lamm-Lichtspiele, Manhattan, media.ART.zentrum
Großstadt und Film, sie waren mit Beginn der
Entdeckung des neuen Mediums ein gegenseitiges Faszinosum.
Die Spielfilm-, Dokumentarfilm- und Vortrags-Reihe beleuchtet die besondere
Beziehung von Stadt, Großstadt und Film, mit Hervorhebung der
Stadt als gesellschaftlichen Agglomerationsort und Brennpunkt der verschiedenen
Strömungen und Entwicklungen.
Das Projekt bringt das Spannungsverhältnis zwischen Film und Architektur
zum Ausdruck. Im Mittelpunkt steht insbesondere die Architektur der
Großstadt, die von Entfremdung und Asozialität erzählt.
Nicht zuletzt hat das Tempo des Kinos bis heute stets mit der Geschwindigkeit
und dem Lebensgefühl der Städte korrespondiert.
Ein diskursiver Streifzug durch die Städte der Filme von "Metropolis"
über "Berlin - Symphonie einer Großstadt" und "Venedig
- Als hätten wir geträumt" bis zu Woody Allens "Manhattan",
Ridley Scotts "Blade Runner" und Jim Jarmusch's "Night
on Earth".
Mit Themenschwerpunkten und langen Filmnächten unter dem Motto
"City-Nights".
top
Ringvorlesung der Universität
"Die Zukunftsfähigkeit der Stadt
in Vergangenheit und Gegenwart"
24. April 16. Juli 2002
Unter den Themen "Historische Stadtentwicklung und
Stadtpolitik am Beispiel Erlangen" und "Herausforderungen
für die Stadtpolitik im 21. Jahrhundert" bietet die Friedrich-Alexander-Universität
Erlangen-Nürnberg unter der Leitung von Professor Werner Blessing
und Dr. Heinrich Pehle in ihrer interdisziplinären Reihe zwölf
öffentliche Vorlesungen an.
I. Historische Stadtentwicklung
und Stadtpolitik am Beispiel Erlangens
Die mittelalterliche Stadt: Ein Ort der Zukunft?
Prof. Herbers, Universität Erlangen-Nürnberg
Fürstliche Stadtentwicklung in der Frühen Neuzeit: Toleranz
und Geometrie
Prof. Wüst, Universität Erlangen-Nürnberg
Institutionalisierter Fortschritt: Die Universität in
der Stadt
Prof. Blessing, Universität Erlangen-Nürnberg
Die Herausforderung der Moderne: Stadt im Industriezeitalter,
Prof. Lenger, Universität Gießen
Eine unerwartete Zukunft: Siemens und der wirtschaftliche Aufstieg Erlangens
Prof. Feldenkirchen, Universität Erlangen-Nürnberg
Chance und Zwang zur Zukunft: Der Sprung zur Großstadt
Altoberbürgermeister Dr. Hahlweg, Erlangen
II. Herausforderungen
für die Stadtpolitik im 21. Jahrhundert
Innerstädtische Mobilität der Zukunft
Prof. Monheim, Universität Bayreuth
Öffentlicher Raum und städtische Identität
Prof. Schäfers, Universität Karlsruhe
Perspektiven kommunaler Ausländerpolitik
Prof. Thränhardt, Universität Münster
Haben politische Parteien in der Kommunalpolitik noch eine Zukunft?
Zur Vereinbarkeit parteienstaatlicher Konkurrenzdemokratie und kommunaler
Selbstverwaltung
Prof. Holtmann, Universität Halle/Wittenberg
Städtische Regionen im Wettbewerb - Europäischer Binnenmarkt
und europäische Regionalpolitik
Prof. Sturm, Universität Erlangen-Nürnberg
Lässt sich die Stadt überhaupt planen? "Nachhaltige Entwicklung",
"postmoderne Stadt" und andere Leitbilder der Stadtpolitik
Prof. Krüger, Universität Erlangen-Nürnberg
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Ausstellung mit Rahmenprogramm
Living City: Lebensraum
Probleme - Lösungen - Visionen
24. April bis 30. August
Eröffnung 23. April, 19 Uhr
Talk: "Neue Wohnkulturen: Wie werden wir leben und wohnen?"
Ein Jubiläumsbeitrag des SiemensForums.
Städte sind einmalige, individuelle Gebilde, Inbegriff
menschlicher Zivilisation und Quelle des Fortschritts. Und Städte
sind beliebter Lebensraum: Im letzten Jahrhundert wuchs die Zahl der
Menschen, die in Städten leben, von 200 Millionen auf rund drei
Milliarden. Diese "Verstädterung" bringt natürlich
auch Probleme: Extrem hohe Wohndichte und jede Menge Müll, eingeschränkte
Mobilität durch immer mehr Verkehr sind nur einige Beispiele.
"Living City" zeigt die moderne Stadt als Lebensraum in all
seinen Facetten, thematisiert die Bereiche Verkehr, Medizin, Energie,
Sicherheit und Umwelt und setzt sich mit Arbeits- und Freizeitwelten
in Metropolen auseinander. Die Stadt Erlangen und ihre Entwicklung ist
ebenso Thema der Ausstellung wie auch heutige Megacities wie Tokio oder
Mexiko City.
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Ausstellung
Horst Schäfer - Architektur Spiegelungen
7. bis 26. Mai
Städtische Galerie Erlangen, Palais Stutterheim
Der Fotograf Horst Schäfer, der lange Jahre in New
York und seit 1981 in Nürnberg lebt, hat als Bild-Journalist für
internationale Agenturen gearbeitet. Eines seiner Spezialgebiete ist
die Architektur-Fotografie. Aus diesem großen Bereich sind in
der Ausstellung Schwarzweißfotografien von Spiegelungen in und
von Architektur unterschiedlichster Formen zu sehen.
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Ausstellung
Die Stadt im Comic
30. Mai bis 2. Juni
anlässlich des 10. Internationalen Comic-Salons Erlangen
Kongresszentrum, Großer Saal
Das zentrale Thema des diesjährigen Salons ist die
"Stadt im Comic". Rund zwanzig Ausstellungen zeigen in Originalen,
Projektionen und Dokumentationen Stadt-Darstellungen im Comic. Der große
Saal des Kongresszentrums wird in der Inszenierung des Belgiers François
Schuiten zur imaginären Comic-Stadt. Zum Thema werden Originale
von internationalen Stars präsentiert: Die Franzosen Baru und Alex
Barbier, der Belgier Hermann und die Städte der Zukunft zwischen
"Dylan Dog" und "Transmetropolitan". Eine Multimedia-Präsentation
blickt auf hundert Jahre Stadt-Comics zurück, vom historischen
Rom bis zur utopischen "Sin City".
Das Thema Stadt im Comic ist nahezu unüber-schaubar. Die Stadt
hat in der rund 100-jährigen Comic-Geschichte stets eine zentrale
Rolle gespielt, als gesellschaftliches Brennglas wie als Verkörpe-rung
gesellschaftlicher Utopien im vorwärts wie rück-wärts
gewandten Blick.
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Ausstellung
Fréon by night: exposition obscure
30. Mai bis 30. Juni
Städtische Galerie Erlangen, Palais Stutterheim
anlässlich des 10. Internationalen Comic-Salons Erlangen
Die junge Brüsseler Avantgarde-Gruppe zeigt mit einer
eigens für den Salon produzierten Inszenierung Paraphrasen der
Finsternis und Nachtlandschaften des Mysteriösen.
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Ausstellung
Martin tom Dieck Ich kann von hier
den Hafen sehen
30. Mai bis 30. Juni
Städtische Galerie Erlangen, Palais Stutterheim
anlässlich des 10. Internationalen Comic-Salons Erlangen
Hamburgs Speicherstadt, gespiegelt im Hafenwasser, der
Totenfährmann Charon und Frankreichs Philosoph Gilles Deleuze,
sind die Stoffe, aus denen der Max-und-Moritz-Preisträger 2000
seine geheimnisvollen Geschichten spinnt.
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Schautafeln
"Schaustelle Baustelle"
Hallo, hier tut sich was!
Juni Dezember 2002
Alle wesentlichen öffentlichen, gewerblichen und
privaten Baustellen im Stadtgebiet werden mit Schautafeln zum Stadtjubiläum
herausgehoben. Die Tafeln geben mit Fotos und Texten nicht nur zusätzliche
Informationen zur künftigen Nutzung und Gestalt der Bauwerke, sondern
auch Hinweise über die historische oder vorherige Situation, sowie
zur stadtplanerischen Bedeutung. Die Verwirkllichung des Projekts ist
derzeit noch offen und ist von der Mitwirkung der Bauträger und
beteiligten Unternehmen abhängig.
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Führungen
StadtArchitekTouren
Juni bis September
Architektur vor Ort: Führungen von Experten
per Bus und zu Fuß, zu neuen Stadtteilen, prägnanten neuen
Bauwerken und Bauvorhaben, zu öffentlichen und privaten Bauten,
die städteplanerisch, architektonisch oder auch aus ökologischen
Gründen besonders bemerkenswert sind, u.a. zum Röthelheimpark,
zu den Innenstadt-Plätzen, zu den Neubauten der Universität
und der Siemens AG. Eine Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem
Referat für Stadtplanung und Bauwesen und der VHS.
Termine werden noch bekannt gegeben.
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Veranstaltungsreihe
Städte und Stadtlandschaften
Zwischen Faszination und Katastrophe
Juni Oktober 2002, citylab im media.ART.zentrum
Die Veranstaltungsreihe beleuchtet die Stadt und ihre
kulturhistorische Thematik mit Veranstaltungen aus verschiedenen Sparten
und Disziplinen. Von der Geschichte über die Gegenwart bis in die
Zukunft der Stadt. Sie ist als eine Art "Besucherschule" gedacht,
die mit den unterschiedlichsten Aspekten der Stadt-Werdung, der Stadt-Gestalt
und der heutigen Problematik der Städte bekannt macht. Mit Dokumentation,
Ausstellung, Vorträgen, Diskus-sionen, Filmen und Literaturveranstaltungen.
Die Veranstaltungsreihe beginnt mit
Film
Vom Hüttendorf zur Megacity
Juni/Juli, citylab 2002 im media.ART.zentrum, Helmstraße
1
Der Film, der eigens erarbeitet wird, ist ein rund
30-minütiger Abriss der Stadtentwicklung von der "Ur-Stadt",
dem neolithischen Dorf Catal Hüjük in der heutigen Türkei
über die frühen und bereits mythisch gewordenen Städte
der Mittelmeerregionen von Babylon über Jericho bis Memphis, Troja
und Athen bis hin zum "ewigen" Rom. Die Show wirft auch ein
Spotlight auf die Besonderheiten der außereuropäischen Städte
zwischen Mexiko und Peking, um das Essentielle der Stadt zwischen Kult,
Markt und Kultur einzufangen. Ein Ausblick gilt den Visionen und Bedrängungen
der modernen Stadt im Zeitalter von Cyberspace und Globalisierung.
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Literatur- und Diskussionsreihe
City Crimes
Die besten Morde aus den Metropolen
26. 28. Juli 2002
Die Veranstaltungsreihe stellt international bekannte
Krimi-Autoren in Gesprächen und Lesungen vor. Stadt und Verbrechen,
das gehört im zeitgenössischen Kriminalroman nahezu ursächlich
zusammen und formt ihn zu einem Spiegel der Gesellschaft. KrimiAutoren
präsentieren die Stadt ihrer Ermittler als Tatort und Schauplatz
des Verbrechens. Die Reihe wird ergänzt durch den Diskurs mit Soziologen
und Kriminologen über Ursachen und Wirkung der Kriminalität,
über die Stadt-Gesellschaft sowie ihre Darstellung im modernen
Kriminalroman.
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Ausstellung
Fredder Wanoth - Der Stadtgründer
Architekturmodelle 1993 - 2001
3. bis 25. August, Baustelle Museumswinkel, Ecke Gebbert-/Luitpoldstraße
Der Modellbauer, Maler und Zeichner Fredder Wanoth präsentiert
in dieser Ausstellung erstmals nahezu alle seine seit 1993 entstandenen
rund 130 Architekturmodelle, von der Kiewer Fischkonservenkathedrale
über den venezianischen Dogenpalast bis zum Josef-Hollacher-Building,
sowie eine Anzahl von Skizzen und Skizzenbüchern, in denen er Ideen
und Entwürfe für eine Phantasiestadt festhält. "Wanoths
Stadtentwürfe lassen sich als anarchisch-skurrile Idealstadtplanungen
verstehen, die das Vorhaben, ideale Städte am Reißbrett zu
planen, ironisieren, indem sie als ideal' nicht die architektonische
Durchrationalisierung und Verplanung aller menschlichen Lebensbereiche
gelten lassen, sondern das provokante Spiel der Phantasie".
Die Gebilde aus Holz, Papierresten und anderen Materialien, die Wanoth
mit geheimnisvoll wirkenden Tinkturen und Lasuren bemalt, sind auch
als Gegenentwurf zur funktionalen Ästhetik der architektonischen
Moderne zu verstehen. Sie haben den Charme des Morbiden, wie er sich
insbesondere in den Städten Ost-Europas und Italiens noch findet,
deren urbane Vergänglichkeit Wanoth auch fotografisch mit Leidenschaft
dokumentiert. Während der Ausstellung hält Fredder Wanoth
auch Dia-Vorträge z. B. über die 3. Zerstörung Nürnbergs.
Fredder Wanoth, geboren 1957 in Beilngries, lebt in Nürnberg und
arbeitet in Fürth. Er studierte an der Fachhochschule Nürnberg
Visuelle Kommunikation und an der Akademie der Bildenden Künste
Malerei. An der Kunstakademie von Krakau absolvierte er 1989/90 ein
Gastsemester. In Nürnberg ist er Mitbetreiber der Galerie Bernsteinzimmer.
Veranstalter: Städtische Galerie Erlangen
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Illumination
"im öffentlichen Raum"
Leuchtende Zukunft
September Dezember 2002
Seit einigen Jahren hat man die Ästhetik von Baustellen
und den himmelwärts strebenden Kränen entdeckt. Im Jubiläumsjahr
ist auch in Erlangen beabsichtigt, die Großbaustellen, u.a. an
den Arealen Museumswinkel, Röthelheimpark und Gossenhallen mit
nächtlichen Illuminierungen herauszuheben. Die Realisierung des
Licht-Projekts ist allerdings nur bei Mitwirkung der Bauträger
und der beteiligten Unternehmen möglich.
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Ausstellung
"Erlebnis-Landschaften"
Streifzug durch die Stadt in der Postmoderne
September 2002, Ort: Baustelle Museumswinkel, Veranstalter: Städtische
Galerie
Im Hinblick auf die zunehmende "Disneyfizierung"
unserer Städte zwischen Themenparks und Shopping Malls, Altstadt-Historamen,
Urban Entertainment Centers und Biosphären stellt die Ausstellung
mit Modellen, Dokumenten, Fotografien, Videofilmen, CD-ROMs und Installationen
Architekturen in den Mittelpunkt, die heute als "Erlebnis-Welt"
bezeichnet werden.
Zugrunde liegt die Beobachtung, dass beim Übergang von der Industrie-
zur Dienstleistungsgesellschaft, der sich seit einiger Zeit vollzieht,
alle Orte privaten wie öffentlichen Lebens unter Druck geraten,
Erlebnis-Qualität zu entwickeln und dies in ihrer Architektur kenntlich
zu machen.
Zwischen einem historischen Rückblick bis zu Themenparks à
la "Disneyland" präsentiert die Ausstellung fünf
Hauptbereiche postmodernen Alltags:
1. Urlaub und Erholung; 2. Unterhaltung und Entspannung; 3. Shopping;
4. Kultur und Bildung;5. Forschung und Verwaltung.
Die Ausstellung ist eine Eigenproduktion der Städtischen Galerie
Erlangen.
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Ausstellung
Vision
Piranesi
28. September 20. Oktober, Städtische Galerie Erlangen,
Palais Stutterheim
Die Rom-Veduten von Giovanni Battista Piranesi prägten
nicht nur bei Reisenden des 18. Jahrhunderts die Vorstellung von Rom.
Die mit hoher Auflage publizierten Radierungen des 1778 gestorbenen
Zeichners beeinflussten auch Generationen von Künstlern und Architekten.
Eine Schlüsselrolle kommt dabei den phantastischen Kerkervisionen
Piranesis zu, die in der Vergangenheit zahlreiche Interpreten zu den
unterschiedlichsten Deutungsversuchen verleiteten. Diese Carceri-Blätter
sind bis heute in Kunst und Architektur bis hin zum Film eine Quelle
der Inspiration.
Die bei den Carceri zu beobachtende Tendenz zur Auflösung des architektonischen
Raumes, das Aufbrechen der geschlossenen Form, die bewusst inszenierten
Brüche im perspektivischen Gerüst bis hin zu den dadurch hervorgerufenen
illusionistischen Momenten, nicht zu vergessen die narrativen Aspekte
von Piranesis düsteren Szenerien, zeigen eine gewisse Verwandtschaft
zu Projekten und Entwürfen, die vielfach mit dem Begriff Dekonstruktion
oder Dekonstruktivismus umschrieben werden.
Ausgehend von Leben und Werk des Künstlers beleuchtet die Ausstellung
die Rezeptionsgeschichte dieser architektonischen Visionen in der Kunst-
und Architekturgeschichte bis hin zur Architektur der Gegenwart, u.a.
mit Arbeiten der Architekten Hans-Dieter Scharl, Daniel Libeskind und
coop Himmelblau.
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Stadthaus Ulm.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
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Ausstellung und
Veranstaltungsreihe
Die Erfindung der Stadt - Von Babylon
zur Global City
29. September bis 31. Dezember, Ausstellungseröffnung
29. September, 11 Uhr
Stadtmuseum, Martin-Luther-Platz und andere Orte
Die Ausstellung des Stadtmuseums zu den Themen "Von
Babylon zur Global City", "Stadtmythen und Stadtimage",
"Blicke auf die Stadt" und "Imaginäre Städte"
wird ergänzt durch eine begleitende Veranstaltungsreihe des Kultur-
und Freizeitamtes mit Vorträgen, Lesungen, Filmreihen usw.
Die Erfindung der Stadt ist ein anhaltender, nie abzuschließender
Prozess. Die Herausbildung von Städten ist Voraussetzung jeder
Hochkultur. Denn die Stadt schafft nicht nur die Grundlagen für
ein geordnetes und gesichertes Zusammenleben, sondern gewährleistet
durch ihre materielle Präsenz auch die Kontinuität der von
ihr umfassten Gemeinschaft. Darüber hinaus ermöglicht sie
Arbeitsteilung, Bedürfnisdifferenzierung und wirtschaftliches Wachstum,
indem sie im Austausch mit dem Land wie mit anderen Städten den
Kreislauf von Produktion, Handel und Konsum auf Dauer stabilisiert.
Heute stellt sie ein expandierendes und kaum zu überschauendes
Funktionsgefüge dar, das in weltweite Verkehrs-, Versorgungs- und
Kommunikationsnetze eingebunden ist.
Im Zusammenhang mit diesen pragmatischen Funktionen hat die Stadt aber
auch symbolische Strukturen ausgebildet, die das Selbstverständnis
der städtischen Gemeinschaft tragen.
Ausgehend davon zeigt die Ausstellung von Babylon bis zur Global City
Prototypen der Stadtmystifizierung, Stadtmythen und Stadtimages, Künstler-Arbeiten
zur realen Stadt sowie zu imaginären Städten, dokumentiert
in Werken der Malerei, Grafik, in Fotocollagen und Fotografien, Plakaten,
Modellen und anderen Exponaten.
Termine des Begleitprogramms im Stadtmuseum:
-
Szenische Lesung
Futurismus, Expressionismus, Gläserne Kette
4. Oktober, ca. 20 Uhr
-
Sonntagsführung
13. Oktober, 11 Uhr
-
Szenische Lesung
Imaginationsraum Venedig
26. Oktober, ca. 20 Uhr
-
Sonntagsführung
27. Oktober, 11 Uhr
-
Filmnacht
Die unterirdische Stadt
31. Oktober, 20 bis 24 Uhr
-
Sonntagsführung
10. November, 11 Uhr
-
Vortrag
Babylonische Türme in der Malerei der Neuzeit
Prof. Dr. Hans Holländer, Berlin
22. November, 20 Uhr
-
Sonntagsführung
24. November, 11 Uhr
-
Vortrag
Stadtutopien / Zukunftsstädte
Dr. Harald Kimpel, Kassel
6. Dezember, 20 Uhr
-
Sonntagsführung
8. Dezember, 11 Uhr
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Museumsnacht
Babylonische Nacht
31. Dezember, ab 20 Uhr
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Ausstellung
StadtSichten
Vier fotografische Essays über Erlangen
Bernd Böhner, André Kirchner, Erich Malter, Georg Pöhlein
5. 27. Oktober 2002, Ort: Baustelle Museumswinkel, Veranstalter:
Städtische Galerie
Das vierteilige Fotoprojekt über die Stadt Erlangen,
hat sowohl künstlerische wie dokumentarische Bedeutung. Es verknüpft
subjektive fotografische Ansichten über die Stadt mit Essays von
Schriftstellern. Bernd Böhner, Fotograf, und Habib Bektas, Schriftsteller,
verfolgen in "Von der Migration zur Integration" die politischen,
kulturellen, soziologischen, psychologischen und historischen Aspekte
der Einwanderung ausländischer Bevölkerung nach Erlangen und
ihren Verlauf bis zur Integration. Georg Pöhlein, begibt sich zum
Thema "Vom Rand" in die Baugruben sowie an die Peripherie
Erlangens mit seiner z.T. gesichtslosen Wohnbebauung und dokumentiert
Werden und Vergehen der Stadt. Erich Malter recherchiert über Leben
und Wohnen in Erlangen, geleitet von der Zahl 1000, die er über
den Stadtplan legt. Und der in Berlin lebende André Kirchner
lässt "Erinnerung an Erlangen" entstehen auf den Spuren
seiner Kindheit, die er teilweise in Erlangen verbracht hat, persönliche
"architektonische Aspekte der Stadt", die er mit der aktuellen
Realität dieser Stadt zur Deckung zu bringen versucht. Die private
Erinnerung tritt als Quellcode zurück in die großformatigen
Schwarzweiß-Fotografien der versteinerten Stadt. Eingestreut in
den schwarzweißen Text der fotografischen Erörterung sind
farbige Detailaufnahmen, die das Ausschnitthafte und Zufällige
jeglicher Erinnerung bewahren.
Die Ausstellung ist eine Eigenproduktion der Städtischen Galerie
Erlangen.
Zur Ausstellung ist auch die Herausgabe einer Publikation geplant.
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