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Zafer Senocak
"Zwischen Herz und Haut"
Sonntag, 7. Februar 1999, 16 Uhr
Theatercafé, Theaterstraße
3, Erlangen
Zafer Senocak, geboren 1961 in Ankara, lebt seit 1970 in Deutschland, z. Z. in Berlin. Er studierte Germanistik, Politik und Philosophie in München und hat als Lyriker, Essayist, Publizist und Übersetzer, vor allem zum Themenbereich Orient-Okzident, auf sich aufmerksam gemacht. Er moderierte eine Talkshow beim "SFB" und war Herausgeber der interkulturellen Rubrik der "Tageszeitung". Zafer Senocak erhielt zahlreiche Preise und Stipendien. Er war Stipendiat der Feuchtwanger-Gesellschaft in der Villa Aurora, Los Angeles, und "writer in residence" in Cambridge, Massachussetts.
Sein Verhältnis zur Sprache hat er in seiner Dankesrede anläßlich der Ver-
leihung des Adelbert-von-Chamisso-Förderpreises 1988 folgendermaßen um-schrieben: "Deutlicher als zu irgendeiner anderen Zeit steht Fremdheit heute in der Geburtsurkunde des Dichters geschrieben. Mit diesem Geburtsschein kann ich mich nirgendwo zu Hause fühlen, außer von Zeit zu Zeit auf der Suche nach einer bewohnbaren Sprache - vielleicht der letzten Utopie, die uns noch bleibt - im Bewußtsein der Widersprüchlichkeit meines Daseins, mich zu meiner doppelzüngigen Identität bekennend, zu Sehnsüchten, die zu poetischen Schlüsseltrieben werden, weil sie niemals einlösbar sind".
Zafer Senocak liest u. a. aus seinem neuen Buch "Gefährliche Verwandtschaft".
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