DESI - Stadtteilzentrum e.V. Nürnberg   Stadtteilzentrum e.V. in Nürnberg
Livemusik und Clubnächte • Indieland • Bar / Lounge mit LiveDJing • Alternative Lebensaspekte
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Willkommen auf der DESI Webseite
Die DESI ist nicht nur Party

Als in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre die Frage anstand, was tun mit der ausgedienten Desinfektionsanstalt, kristallisierten sich zwei sehr unterschiedliche Vorschläge heraus:
Umwandlung in einen Kulturladen oder Abriss und Erweiterung des historischen Johannisfriedhof.
Sehr schnell fanden sich Menschen, die sich für die Idee eines Kulturzentrums in Johannis begeisterten, und im Oktober 1978 den Verein Stadtteilzentrum DESI e.V. gründeten.
Nach einem Unterschriftenduell mit den FriedhofserweiterungsbefürworterInnen, aus dem der Verein als Sieger hervorging, gab die Stadt Nürnberg den Umbau des Gebäudes in Auftrag.
Bis zur Fertigstellung 1982 hatte sich die DESI provisorisch mit kulturellen und politischen Veranstaltungen bereits im Stadtteil etabliert.
In dieser Phase wurden auch die Auseinandersetzung um die Selbstverwaltung mit der Stadt Nürnberg geführt und gewonnen.

Seit den Anfängen sind knapp 30 Jahre ins Land gegangen und die DESI setzt immer noch kulturelle und politische Akzente. 
Diese sind zu einem großen Teil den ehrenamtlich engagierten DESI-Aktiven zu verdanken, die u.a. in der Programmgruppe ihr Bestes geben, um der Zeit stets einen kleinen Schritt vorauszusein. Dabei wird immer darauf geachtet, dass auch ein Publikum mit kleinem Geldbeutel nicht auf der Strecke bleibt. Und dass die DESI trotz ihres hohen Alters ein Publikum hat, das erst noch 30 werden muss, spricht für sich.
Neben Konzerten und Parties bietet die DESI  Raum für die Entfaltung der eigenen Kreativität, z.B. in der Hall of Fame, in der SprüherInnen genauso Platz für das eigene Bild  finden wie der HipHopVerein in den Räumen daneben.
Wer etwas dazu lernen möchte, hat dazu in den EU-geförderten Projekten der Jugendkulturarbeit Gelegenheit. Wer schon etwas kann, steht bei der eigenen Disco hinter den Plattentellern, z.B. Bassstart, Rockit, Maos Rache, The Electric Dog, Dis=Ex, Dub Universe, More Fire, 90's Trash Galore......
Wer es eher praktisch liebt, kann im Sommer sein Fahrrad mit tätiger Hilfe der Fahrradwerkstatt reparieren.
Seit einigen Jahren existiert mit dem Russophobie_Party_Kollektiv  ein sehr erfolgreiches Integrationsprojekt, das russischsprachige MigrantInnen mit der einheimischen Fangemeinde osteuropäischer Musik zusammenbringt.

Fest verankert ist die Initiative „Freie Flüchtlingsstadt Nürnberg“, die seit 1986 gegen die ständige Verschärfung der Asyl- und Flüchtlingspolitik ankämpft. Das Spektrum der Aktivitäten reicht vom Alphabetisierungskurs für Flüchtlingsfrauen bis zur Betreuung von Abschiebehäftlingen in der JVA. Im Lauf der Jahre wurde Flüchtlinge aus aller Herren Länder mit Rat und Tat begleitet. Darüberhinaus trifft sich die Karawane für die Rechte der MigrantInnen und Flüchtlinge regelmäßig in der DESI.
Nach wie vor versteht sich die DESI auch als Ort, der politischen Bewegungen und Gruppen Raum für Diskussion und Aktion bietet. Seinen festen Sitz hat hier das Collegium Martin Behaim, das seit 1998 eine Vielzahl von Veranstaltungen mit unterschiedlichen KooperationspartnerInnen und Projekte an Schulen durchgeführt hat.

Eine tragende Säule des Hauses ist das Kneipenkollektiv, das nicht nur für das Wohl der Gäste sorgt, sondern die Arbeit der DESI auch finanziell unterstützt.
Neben vielen Ehrenamtlichen hat die DESI auch vier hauptamtliche Teilzeitkräfte, die für die Bereiche Programm, Jugendkulturarbeit, Flüchtlingsarbeit und Verwaltungs- und Projektarbeit zuständig sind.
Alle gemeinsam diskutieren und entscheiden an jedem 1. Donnerstag im Monat auf der VV, die allen Interessierten offensteht.
Das klingt alles ganz easy – ist es aber nicht.
Die Zeiten der dicken Zuschüsse sind vorbei und die DESI muss sich gewaltig nach der Decke strecken – für 2006 fehlen uns noch € 20.000,- für einen ausgeglichenen Haushalt - weshalb auch der bei allen Veranstaltungen erhobene Soli enorm wichtig für uns ist. An dieser Stelle möchten wir uns bei Euch für die klaglose Bezahlung bedanken.
Gerne würden wir Euch auch als Mitglied in unserem Verein begrüßen!


my disco, your disco

Stellungnahme des Stadtteilzentrum DESI zu gewalttätigen Vorfällen bei Veranstaltungen des Stadtteilzentrum DESI zu gewalttätigen Vorfällen bei Veranstaltungen

Im folgendem bezieht die DESI Stellung zu einigen Vorfällen innerhalb der letzten Monate. Wiederholt kam es bei Veranstaltungen zu Prügeleien und Ausfälligkeiten einzelner Partygäste. So sehen wir uns gezwungen, einige Grundprinzipien des Hauses zu erläutern. Dass solch ein Vorgehen notwendig ist, sollte Alarmzeichen genug sein. Die DESI duldet nicht, dass sie als Schauplatz von Schlägereien missbraucht wird! Viele Leute scheinen das Prinzip der DESI nicht verstanden zu haben, ansonsten würde es nicht zu den erwähnten Stresssituationen kommen. Die DESI ist ein selbstverwaltetes soziokulturelles Zentrum, das sich als Alternative zu herkömmlichen Discos versteht. Bei uns werden weder Anmache, Gewalt noch Saufen bis zum Anschlag toleriert. DESI-Veranstaltungen unterscheiden sich auf Grund des politischen Selbstverständnisses des Hauses von anderen in vielerlei Hinsicht. In erster Linie geht es uns darum, gute Partys zu organisieren und zu feiern, die nicht in erster Linie ein kommerzielles Interesse verfolgen. Zudem wird das Haus überwiegend durch ehrenamtliches Engagement betrieben. Das heißt, die Leute an der Tür und anderswo haben ganz besonders wenig Lust auf Stress. Dass Gäste, die bekloppte Schlägereien, andauernde Stressereien oder sexistisches Verhalten, in die DESI tragen, diese Prinzipien in Frage stellen, wird von uns nicht hingenommen. Oft werden Stresssituationen auch von Leuten, die die DESI eigentlich kennen und schätzen müssten, da sie direkt oder indirekt von diesem Haus profitieren, das alternativen Jugendkulturen einen Freiraum bietet, hervorgerufen. Dieser Umstand allein ist widersinnig genug, um mal über das eigene Verhalten auf DESI-Partys nachzudenken. Alle, die das Prinzip DESI nicht verstanden haben oder nicht verstehen wollen, sollten, ebenso wie diejenigen, die ihr Agressionspotential nicht im Griff haben, in Zukunft lieber zu Hause bleiben. Wer in die DESI geht, um sich zu prügeln, wer durch sexistische Sprüche oder sexistisches Verhalten auffällt oder in Stressmomenten nicht kommunikationsfähig ist, fliegt, auch wenn er/sie noch so oft in die DESI geht, raus. Zwar wollen wir weitestgehend auf nervende Autoritäten und Security verzichten, dennoch braucht es immer Leute die die Tür und den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung absichern. In Stressmomenten könnt und sollt ihr euch an die Türsteher und das Thekenpersonal wenden. Wenn ihr euch durch andere Gäste belästigt fühlt, sind genau sie euere AnsprechpartnerInnen. Ziel ist es dann, gemeinsam mit ihnen die Situation in Ruhe zu klären. Ist das nicht möglich oder erübrigen sich Gespräche durch Fakten, die ihr geschaffen habt, müsst ihr damit leben, dass ihr ein Hausverbot erteilt bekommt und das Gelände verlassen müsst. Für StresserInnen wird die Luft in der DESI sehr dünn werden, für alle anderen, die gerne Partys und feiern wollen, werden wir dies auch weiterhin organisieren. In diesem Sinne: It`s your disco!