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22 Filme und Ausstellung "Filmstücke"

Foto: Peter Schamoni im InterviewWerkschau Peter Schamoni im Dezember 2004 im Filmhaus Nürnberg

Regisseur Peter Schamoni am 7. Dezember 2004 zu Gast in Nürnberg

Das Filmhaus Nürnberg präsentiert im Dezember eine Werkschau mit den Filmen des in München lebenden Regisseurs Peter Schamoni. Zu sehen sein werden 9 Kurzfilme und 13 Langfilme, die einen kompletten Überblick über sein Schaffen von den späten fünfziger Jahren bis heute geben. Peter Schamoni ist am Dienstag, den 7.12. in Nürnberg zu Gast zur Eröffnung seiner Ausstellung "Filmstücke" (19 Uhr) und zur Diskussion an den beiden Abendvorstellungen um 19.30 Uhr und 21.30 Uhr.

Foto: Peter Schamoni bei DreharbeitenPeter Schamoni ist seit den späten 50er Jahren aktiv und gehört zu den Mitunterzeichnern des Oberhausener Manifestes von 1962, mit denen sich junge deutsche Filmemacher vom verstaubten bundesdeutschen Kino der Nachkriegszeit lossagten. Vom heutigen Standpunkt aus wird der Regisseur als "Ausnahmeerscheinung unter den deutschen Cineasten" (Hilmar Hofmann) bezeichnet, da er in seiner Themenvielfalt mit keinem anderen deutschen Regisseur seiner Generation vergleichbar ist.

Bereits 1960 erregte er Aufsehen mit dem zusammen mit Alexander Kluge gedrehten Kurzfilm "Brutalität in Stein" über das Nürnberger Reichsparteitagsgelände. 1966 erhielt er drei Bundesfilmpreise für seinen ersten Spielfilm "Schonzeit für Füchse". 1968 produzierte Schamoni den erfolgreichsten Spielfilm des jungen deutschen Kinos, "Zur Sache Schätzchen".

Foto: Daniel der ZaubererNeben weiteren Spielfilmen (u.a. "Frühlingssinfonie", 1983, "Die letzte Geschichte von Schloss Königswald", 1987) legte Peter Schamoni ab den 70er Jahren seinen Schwerpunkt immer mehr auf feinfühlige Künstlerportaits, so den für den Oskar nominierten Film "Hundertwassers Regentag"(1972), den in der DDR gedrehten "Caspar David Friedrich – Grenzen der Zeit"(1986), mehrere Filme über und mit Max Ernst ("Max Ernst – mein Vagabundieren, meine Unruhe", 1991) wie auch Niki de Saint Phalle ("Wer ist das Monster – du oder ich?", 1995). Sein aufwändig recherchiertes Portrait über Kaiser Wilhelm den II., den ersten Medienstar des noch jungen Kinos ("Majestät brauchen Sonne", 2000) erhielt den bayerischen Filmpreis.