Die WochenKlausur möchte
einen Beitrag leisten, indem sie den Streit kultiviert. Sie will Gruppen
und Einzelpersonen an einen Tisch bringen, die sich normalerweise
nicht »riechen« können. Aus den unterschiedlichsten
Bereichen und vielleicht nur für ein einziges Gespräch.
Dafür wird es einen attraktiven Raum geben und Moderatoren, aber
keine Kameras, keine Presse, kein Mikrofon. Einzig, daß die
Gespräche stattfinden und wer daran teilnimmt, wird öffentlich
bekannt. So ein Treffen wird nicht immer mit Friedensabkommen enden.
Aber es kann der Anfang eines Waffenstillstands und die vorsichtige
Suche nach einem strukturierten Nebeneinander sein.
Manchmal bewirken persönliche
Kontakte zwischen Parteien, wenn sie nicht im Rampenlicht stattfinden,
zwischen Personen mit scheinbar unvereinbaren Ansichten, kleine Annäherungen.
Mediale Auftritte werden hingegen von radikalen Streitparteien lediglich
genutzt, um Differenzen zu demonstrieren und dadurch zu vergrößern.
Die Differenzen sind notwendig. Aber sie können soziale, ökologische
oder politische Entwicklungen auch blockieren, wenn sie keine Struktur
finden, die eine friedliche Koexistenz garantiert. Eine erneuerte
Zivil-gesellschaft wird deshalb Balancen suchen, um konkurrierenden
Meinungen das Auskommen zu erleichtern. Mitte Oktober, wenn die »Konfliktgespräche«
bereits stattfinden, wird manche Struktur für Kontakte bereits
geschaffen worden sein, wo vielleicht niemand mehr eine Möglichkeit
dafür vermutet hätte.


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WochenKlausur
log.lounge
Erlangen Helmstraße 1, 91054 Erlangen
Tel.:
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e-mail:
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20.
August bis 20. September und 16. Oktober bis 31.Oktober 2000