Über Jahrtausende hinweg wurde der Talraum der Pegnitz - und somit auch Teile des
jetzigen Nürnberger Stadtgebiets - regelmäßig überschwemmt. Ein Auwald aus Weiden,
Erlen, Eschen und Ulmen bestimmte das Bild der Landschaft. Mit der Besiedlung wurden die Überschwemmungen zu einem Problem für die hier
lebenden Menschen. Hochwässer zerstörten immer wieder mühsam errichtete Brücken und
andere Bauwerke. Als Folge der Überschwemmungen führten Seuchen zum Tod vieler Menschen.
Dort, wo sich seit dem Mittelalter der Nürnberger
Hauptmarkt befindet, war ein gefürchteter Sumpf, von dem sich die Malaria als
todbringende Krankheit ausbreitete. Auch die Hochwässer der Neuzeit machten vor dem
Marktplatz - siehe Foto - nicht halt. Die Hochwasserkatastrophe von 1909 führte zu der
Einsicht, daß grundlegende Schutzmaßnahmen notwendig sind.
Das Wasserwirtschaftsamt Nürnberg hat in den folgenden
Jahrzehnten - in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Nürnberg - zahlreiche Baumaßnahmen
geplant und durchgeführt : |