Tiere und Pflanzen |
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am Fabrikgut Hammer |
Pegnitz
am
Fabrikgut Hammer |
Die Pegnitz betritt Nürnberger
Stadtgebiet am ehemaligen Fabrikgut Hammer. Flußaufwärts und weiter stadteinwärts
fließt die Pegnitz noch weitgehend unreguliert. Das
historische Fabrikgut Hammer liegt im engeren Wasserschutzgebiet und wurde deshalb von den
Nürnberger Wasserwerken aufgekauft. An die ehemalige industrielle Nutzung der Pegnitz als
Antriebskraft der Messinghämmer und anderer Maschinen erinnert nur noch ein kleines
Wasserkraftwerk zur Stromerzeugung.
Eingangstor zum Fabrikgut
Hammer
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Bäume
behindern
die Pegnitz |
Für den natürlichen Verlauf der Pegnitz in
diesem Abschnitt des Flusses sind "Mäander" ein deutliches Zeichen.
"Mäander" werden Flußschleifen genannt, die der Fluß selbst geschaffen hat
und immer wieder durch die eigene Strömung verlagert. Allerdings schränken Baumarten der
Ufervegetation dieses Bestreben der Pegnitz ein. Schwarzerle,
Weiden- und Pappelarten sind Bäume, die zeitweilige Überschwemmung ertragen und mit
ihrem reichverzweigten, starken Wurzelwerk den Boden zusammenhalten. Dadurch wird der
Fluß an der Außenseite seiner Krümmungen, wo die stärkste Strömung herrscht, auf
natürliche Weise daran gehindert, sich rascher weiter ins Ufer einzuschneiden. |
| Seltene Tierarten |

Dichter Uferbewuchs am Hammer-Wehr |
| Unberührte Flußabschnitte
ziehen seltene Tierarten, wie Eisvogel, Wasseramsel und Wasserspitzmaus an. Viele Singvogelarten sind um die Ruine
Oberbürg und entlang der Pegnitz zu beobachten. Besonders im Winter - wenn das deckende
Blattwerk gefallen ist - kann man Kohl-, Blau-, Sumpfmeise, Kernbeißer, Gimpel,
Rotkehlchen, Kleiber und Schwärme von Erlenzeisigen sehen.
Außerdem Bunt- und Grünspecht, Elster, Eichelhäher, Rabenkrähe, Ringeltaube u.a. Vereinzelt findet man auf der Pegnitz
die ansonsten häufig anzutreffenden Stockente und Teichralle
("Teichhuhn"). |
| "Hungerkünstler" auf Sand-Magerrasen |
Auf den eiszeitlichen Pegnitzterrassen trifft
man Sand-Magerrasen man. Hier haben sich die Pflanzen an den nährstoffarmen, meist sauren
Sandboden der Flußterrasse angepaßt. Das Niederschlagswasser versickert rasch und große
tages- und jahreszeitliche Temperaturschwankungen können auftreten. Das Wurzelwerk ist
tiefreichend und weitverzweigt. Die Wuchsform ist klein, oft mit Blattrosetten
(Hirtentäschel, Bauernsenf) oder polsterförmig (Grasnelke).
Die Blätter sind klein oder zurückgebildet (Besenginster), z.T. mit Wachsüberzug
(Taubenkropf) oder Behaarung als Verdunstungsschutz (Arten der Königskerze). Viele dieser
"Hungerkünstler" wenden gleich mehrere derartige Überlebensstrategien an, um
in diesem armseligen Typ von Lebensraum zu bestehen. |
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