Tiere
und Pflanzen |
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am
Wöhrder See |
Der künstlich geschaffene Stausee wird von der Natur erobert
Der Wöhrder
Stausee wurde im Jahr1981 vollendet. Bevor der Stausee
existierte, durchfloß die Pegnitz seit Jahrhunderten in zwei Armen eine Flußaue. Das
Pegnitztal blieb wegen der häufigen Überschwemmungen vom Menschen weitgehend unberührt.
Es konnte sich ein artenreiches Biotop entfalten. Nach dem 2.Weltkrieg bildeten sich in
den Bombentrichtern kleine Tümpel, die Raum für Insekten, Amphibien und kleine Fische
boten. Durch die Bauarbeiten am Wöhrder See wurde dieses Rückzugsgebiet für viele
Tierarten zunächst zerstört. Nachdem die Pegnitz zum Wöhrder See aufgestaut worden war,
dauerte es einige Zeit, bis die Tier- und Pflanzenwelt den See zurückeroberte - soweit
Eingriffe des Menschen dies nicht verhinderten. Der Wöhrder See ist inzwischen wieder -
besonders im oberen Bereich - zu einem Naturresservat geworden. Aber nicht ohne Probleme
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Unterer Wöhrder See
zum Hochwasserschutz |
Neben der Hochwasserfreilegung
der Nürnberger Altstadt standen noch folgende Funktionen im Mittelpunkt:
- Schaffung eines stadtnahen Erholungsgebietes
- Beseitigung der Bombentrichter-Landschaft in den
Pegnitzwiesen
- Setzen eines städtebaulichen Akzents, um die Stadt
attraktiver zu machen
Beim Unteren Wöhrder See läßt die monotone
Uferausformung abwechselungsreiche landschaftliche Akzente vermissen. Die Wassertiefe ist
zu gering und verursacht zahlreiche ökologische Probleme. Die ursprünglich gedachte
Nutzung als Freizeitsee, z.B. für Surfer, konnte der See nur kurze Zeit erfüllen. |
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| Oberer Wöhrder See als Naturparadies |
Beim Bau des zuletzt geschaffenen
Oberen Wöhrder Sees wurde der Natur stärker Geltung verschafft. Bereiche des See und
seines Ufers entwickelten sich in ein Paradies für
Wasservögel. Kleine Feuchtbiotope für Amphibien und Insekten wurden zusätzlich
angelegt. |
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Besonders die unterschiedlich
gestalteten Uferbereiche des Sees sind entscheidend für die Entwicklung von
Arteneinfalt oder
Artenvielfalt. |
Pflanzen
am und im Wasser |
Der heutige Bewuchs wurde zum größten Teil
erst nach dem Bau des Sees angepflanzt. Häufig verwendete Pflanzen sind u.a.
Silber-Pappel, Schwarz-Pappel, verschiedene Weidenarten, Schwarzerle
und Feldahorn. An Uferbereichen des Wöhrdersees finden sich als Frühlingsblüher u.a. Große Traubenhyazinthe, Scharbockskraut,
Dolden-Milchstern und Rote Taubnessel.
Für die Vögel wichtige Pflanzen sind auch Rohrkolben in der Flachwasserzone und als
Wasserpflanzen vor allem Laichkräuter. Die Laichkräuter
wuchern im Sommer aufgrund des nährstoffreichen Wassers der
Pegnitz so stark, daß die Gefahr des "Umkippens"
des Sees besteht. |
| Ein Paradies für Wasservögel |
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Der Wöhrder See ist vor allem
ein Paradies für Wasservögel. Zahlreiche Vogelarten sind hier
anzutreffen. Da er nur selten völlig zufriert, dient er als Überwinterungsgebiet für
Lachmöwe, Tafelente und Reiherente sowie für Höckerschwäne
und Bläßhühner. Im eisigen Winter 1996/97 war die Zahl der Wintergäste besonders groß. Ein Teil dieser Wasservögel bleibt
gleich das ganze Jahr, da genug Nahrung zu finden ist. So ist das ganze Jahr über ein
kunterbuntes Gänsevolk anzutreffen. Eisvögel
sind selten zu sehen. Kormorane und Graureiher sind - zum
Leidwesen der Fischer - keine seltenen Gäste mehr. |
Nahrungsraum
für viele Tierarten |
Der See ist auch
Nahrungsraum zahlreicher Schwalben (Mehl-, Rauch-, Uferschwalbe) und Mauersegler,
besonders in der Zugzeit und an kühlen Tagen, da von der Oberfläche des Sees viele
geschlüpfte Insekten aufsteigen. Für fischfressende Vogelarten sind als Nahrung
verschiedene Weißfischarten von Bedeutung, für Weichtierfresser die Wandermuschel, die -
aus dem Schwarzmeerraum stammend - inzwischen Gewässer ganz Mitteleuropas und auch den
Wöhrdersee besiedelt hat. Sogar Hechte und Welse halten sich im Wöhrder See auf. Unter
den Säugetieren sind insbesondere Bisamratte und Wanderratte zu nennen. In den Altarmen der Pegnitz und
neu angelegten Biotopen haben sich Amphibien, z.B. die Erdkröte,
und Libellen ausgebreitet. |
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