Die
Schwarzerle an der
Pegnitz |

An der Wöhrder Wiese |
An der Pegnitz ist die Schwarzerle die
häufigste Baumart. Sie säumt das Ufer, zusammen mit Bruchweiden, Schwarz- und
Silberpappeln, fast am gesamten Flußlauf, auch an seinem begradigten Teil ab dem Wöhrder
See und an den kleinen Altwassern, lediglich unterbrochen durch den bebauten Bereich in
der Altstadt und Teile des Wöhrder Sees. |
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So erkennt man die Schwarzerle |
Höhe bis ca. 25 m,
meist gerader Schaft, verkehrt eiförmige bis rundliche, im Frühjahr klebrige Blätter
mit stumpfer oder eingekerbter Spitze; im Winter violettbraune, gestielte Knospen. Erlen
zeigen keine nennenswerte Herbstfärbung und werfen ihr Laub grün ab. Aus den
wurstförmigen männlichen Blütenständen (Kätzchen) werden im zeitigen Frühjahr enorme
Mengen an Blütenstaub durch den Wind verweht (zum Leidwesen mancher Allergiker) und zu
den kleinen, roten, zapfenartigen weiblichen Kätzchen getragen (Windbestäubung), aus
denen sich bis zum Herbst holzige Zapfen mit kleinen Nüßchen entwickeln. Diese sind
durch einen Saum aus leichtem, luftigem Gewebe gut flug- und schwimmfähig und können so
weit verbreitet werden. Im Winter dienen sie Zeisigen und Stieglitzen als Hauptnahrung. An
den eiförmigen, holzigen Zapfen, kann eine Erle leicht erkannt werden. |
Ansprüche
an den
Lebensraum |
Die Schwarzerle verträgt sehr feuchte und
auch äußerst stickstoffarme Böden. Deshalb ist sie als Uferbaum und in Sümpfen fast
konkurrenzlos. Im Gebirge kommt sie nur bis Höhen von etwa 700 m noch vor. Ihr dichtes
Wurzelwerk schützt Flußufer vor der abtragenden Tätigkeit (Erosion) des fließenden
Wassers. In Hohlräumen hinter Erlenwurzeln suchen oft Forellen und Flußkrebse
Unterschlupf. Über dem Wasser bauen hier gerne Bach- und Bergstelze, Zaunkönig und
Wasseramsel ihr Nest. Wie bei den Hülsenfrüchtlern sitzen auch in Erlenwurzeln
Knöllchen mit Bakterien, die den Luftstickstoff binden und dadurch den Wirtspflanzen ein
üppiges Wachstum ermöglichen und den Boden verbessern. Die Bakterien profitieren dafür
von den Zuckern, die in den Blättern der Erlen gebildet und auch zu den Wurzeln geleitet
werden. Eine derartige Symbiose (Lebensgemeinschaft unterschiedlicher Arten zum
gegenseitigen Vorteil) macht die genannten Pflanzen unabhängig vom Stickstoffgehalt ihres
Standortes und ermöglicht ihnen, besonders viele eiweißreiche Samen zu bilden. |
| Nutzung |
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Das rötlichgelbe Holz eignet
sich besonders gut für Wasserbauten und zur Herstellung von Bleistiften und Furnieren. In
den letzten Jahren findet es auch als warmgetöntes, massives Möbelholz viele Liebhaber.
Es unterstützt so den begrüßenswerten Trend "weg vom Tropenholz, hin zu
einheimischen Holzarten". Geschlagene Erlenstämme zeichnen sich durch üppigen
Stockausschlag aus und wachsen somit rasch wieder nach. |
| Fachbezeichnung |
Alnus glutinosa, Familie
Birkengewächse / Betulaceae |
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