Stockente |
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| Leben an der Pegnitz |
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Die Stockente ist bei uns die
häufigste Entenart und kann am Wöhrder See und auf den Pegnitzarmen der Innenstadt
beobachtet werden. Besonders zahlreich waren die
Stockenten im frostigen Winter 1996/97 im Stadtgebiet anzutreffen - in friedlicher
Eintracht mit Schwänen und Bläßhühnern.
Der Wöhrder See ist ein wichtiges Mauser- und Überwinterungsgebiet. |
So erkennt man die Stockente
mpeg-video
(174kb): Stockenten
auf der Pegnitz |
Länge 49-62 cm. Männchen im
Prachtkleid unverkennbar mit metallisch grünschillerndem Kopf, weißem Halsring, braunem
Kropf; Körper grau, Rücken bräunlich; Ober- und Unterschwanzdecken schwarz. Die zwei
mittleren Schwanzfedern an den Spitzen aufgerollt ("Erpellocken").
Flügelspiegel metallisch blau mit weißem Vorder- und Hintersaum; Schnabel gelbgrün.
Weibchen braune Tarnfärbung mit großer Variationsbreite in Farbton und Zeichnung;
Schnabel rotorange mit dunkler Zeichnung an Basis und First. Männchen im Schlichtkleid
(Juli und August) weibchenähnlich, meist etwas dunkler, aber am einfarbig olivgrünen
Schnabel vom Weibchen zu unterscheiden. |
| Wo die Stockente
lebt |
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Die Stockente brütet an fast
allen Gewässern, häufig zahm an Parkteichen; so auch im Stadtpark und am Wöhrder See.
Sie ist die Stammform unserer Hausentenrassen. Durch Paarung mit entkommenen Hausenten
verschiedenster Färbung, mit Hochbrutflugenten (einer kleineren, flugfähigen
Hausentenform) und durch Erbsprünge (Mutationen) treten viele Farbabweichungen auf:
reinweiße, fast schwarze, rötliche, gescheckte Formen und solche mit Federhäubchen; oft
kaum noch als Stockenten erkennbar. |
| Wie die Stockente
lebt |
Tag- und nachtaktiv; Nahrung vielseitig
pflanzlich und tierisch: Sämereien, Früchte, grüne Wasser-, Ufer- und Landpflanzen (oft
weitab vom Wasser), Insekten und ihre Larven, kleine Krebse und Würmer usw. An
Futterstellen Brot und Küchenabfälle. Nahrungserwerb im Wasser häufig durch
"Gründeln". Sie ist eine typische Gründelente. Vielfältiges Balzverhalten der
Männchen, in Gruppen mit "einleitendem Schütteln", "Grunzpfiff",
"Kurz-Hoch-Werden", "Nickschwimmen", "räb-Palaver" und
anderen, typischen Bewegungsweisen, auch beider Partner eines Paares. Die treffenden
Bezeichnungen für die Bewegungssprache der Enten stammen von dem Verhaltensforscher und
Nobelpreisträger Konrad Lorenz. |
| Aufzucht der Jungen |
Brutzeit März bis Juni, meist
früher als andere Enten. Eine Jahresbrut. Das Nest wird vom Weibchen allein, meist auf
dem Boden und oft weit vom Wasser entfernt, gebaut, aus Halmen und kleinen Zweigen und
dicht mit Daunenfedern ausgepolstert. Die 5-15 grünlichen Eier bebrütet das Weibchen
25-30 Tage. lang. Bereits am ersten Tag verlassen die Jungen das Nest
("Nestflüchter") und werden von der Mutter etwa 50-60 Tage geführt. Sie suchen
sich ihre Nahrung, überwiegend Wasserinsekten, selbständig. |
| Fachbezeichnung |
Anas platyrhynchos, Familie Entenvögel /
Anatidae |
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