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Eisvogel

Leben an der Pegnitz Dieser "fliegende Edelstein" unter unseren Vögeln brütet unregelmäßig am Oberen Wöhrder See. Nur selten bekommt man ihn zu Gesicht; am ehesten noch an dem Pegnitzarm westlich der Satzinger Mühle. Meist sieht man ihn nur vorbeifliegen, wobei der türkisblaue, metallisch schimmernde Rücken auffällt. Gelegentlich bemerkt man ihn nur durch seinen harten, durchdringenden Ruf, ein langgezogenes "ziii" oder einige kurze "tit tit tit".

So erkennt man den Eisvogel


Länge 16-17 cm; kurz, gedrungen mit mächtigem Schnabel und kurzem Schwanz; Oberseite leuchtend blaugrün, Unterseite rostfarben; Kehle und Fleck an den Halsseiten weiß. Weibchen meist mit viel Rot am Unterschnabel; sonst nicht vom Männchen unterscheidbar. Fliegt meist geradlinig, schnell, dicht über dem Wasserspiegel. Flügge Junge haben stumpfere Farben und schwarzbraune statt rote Beine.


Wo der Eisvogel lebt

Stehende und fließende Gewässer aller Art, mit reichlichem Bestand an Kleinfischen und geeigneten Sitzwarten über dem Wasserspiegel. In der Nähe sollte ein Steilufer oder ein Damm zur Anlage der Niströhre sein.


Wie der Eisvogel lebt

Von einer Sitzwarte aus, manchmal auch aus dem Rüttelflug erbeutet der Eisvogel im Stoßtauchen kleine Fische, Kaulquappen oder Wasserinsekten. In sandig-lehmigen Steilufern graben die Vögel mit dem Schnabel eine bis zu 1 m lange Niströhre, die in einer Kammer endet. Das Erdreich wird mit den kleinen Füßen hinausgescharrt; die Brutkammer bleibt ungepolstert. Von April bis August meist 2 Jahresbruten mit jeweils 5-7 Eiern; Brutzeit 18-21 Tage; Nestlingszeit 23-27 Tage. Das Männchen versorgt das Weibchen beim Brüten und löst es gelegentlich dabei ab. In der Nistkammer bilden die Jungen ein "Futterkarussell", wobei das hungrigste Junge jeweils dem Eingang zugekehrt ist. Die Jungvögel werden auch nach dem Ausfliegen noch einige Tage gefüttert und wandern dann ab.


Überlebensprobleme

Die Sterblichkeit der Jungvögel ist sehr hoch. Die Vögel versuchen auch im Winter, ihr Revier besetzt zu halten. Bei strengem Frost suchen sie eisfreie Gewässer auf. In harten Wintern mit weiträumig vereisten Gewässern - wie in Mittelfranken nicht selten - können sehr hohe Verluste auftreten.

Fachbezeichnung Alcedo atthis, Familie Eisvögel / Alcedinidae

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