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Graugans


Seit einigen Jahren hat sich auf dem Oberen Wöhrder See ein kunterbuntes Gänsevolk eingestellt, das vor allem an der Insel oberhalb der Gustav-Heinemann-Brücke ganzjährig beobachtet werden kann: Inzwischen mindestens 2 Dutzend zahme Graugänse, einige Hausgänse (zum Haustier gewordene Nachfahren der Graugans), einige Kanadagänse mpg-video (294 kb), asiatische Schwanen- und Höckergänse (die dort zum Haustier gewordenen Nachfahren der Schwanengans), eine wechselnde Anzahl von Weißwangengänsen, sogar eine indische Streifengans und verschiedene Mischlinge. Bis auf die Grau- und Weißwangengänse handelt es sich wohl um entflohene Vögel und deren Nachkommen.

Hier wird nur auf die Graugans näher eingegangen.


So erkennt man die Graugans Länge 76-89 cm; kräftige, graubraune Gans mit großem Kopf, bei der westlichen Rasse orangerotem Schnabel und rosa Beinen. Im Flug ein auffallend silbergraues Feld auf den Oberflügeln.

Wo die Graugans lebt Größere stehende Gewässer mit alten Röhrichtzonen oder mit Weidengebüsch und kleinen Inseln. Zahm auch auf vielen Parkgewässern.

Wie die Graugans lebt Ernährt sich von Gras und anderen Grünpflanzen, im Winter auch von Saat, Getreidekörnern und Wurzeln.

Die wildlebenden Populationen Nord- und Mitteleuropas ziehen im September / Oktober zum Überwintern größtenteils in die westlichen Mittelmeerländer und kehren meist schon Anfang März in ihre Brutgebiete zurück. Zahme Parkvögel bleiben meist ganzjährig und lassen sich von der Bevölkerung mit Brot und Getreide durchfüttern.

Aufzucht der Jungen Graugänse leben meist in Dauerehe. Das Nest wird vom Weibchen allein aus Pflanzen der nächsten Umgebung gebaut; sein Rand dicht mit Daunen gepolstert. Die meist 4-9 Eier bebrütet ebenfalls das Weibchen allein 27-30 Tage lang. Das Männchen überwacht die Umgebung des Nestes. Die geschlüpften Jungen sind Nestflüchter und werden von beiden Eltern geführt. Auch am Wöhrder See kann man im Mai 2-3 Familien beobachten, wie sie in "Kiellinie", die Küken zwischen Mutter und Vater über die Wasserfläche ziehen. Bei Bedrohung werden die Jungen besonders vom Männchen mit Zischen, Bissen und Flügelschlägen verteidigt. Im Alter von 8 Wochen werden sie flugfähig, bleiben jedoch weiterhin bei den Eltern. Mehrere Familien schließen sich meist zu Schwärmen zusammen. Erst im Winterquartier entfernen sich die Jungen aus dem Familienverband.

Fachbezeichnung Anser anser, Familie Entenvögel / Anatidae

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