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Als Brutvogel war der Kormoran in
Süddeutschland bis vor wenigen Jahren ausgerottet, da er als Fischfresser Anglern und
Fischzüchtern verhaßt ist. Nachdem er unter Schutz gestellt wurde, nahmen etwa ab 1980
im Nord- und Ostseeraum die Bestände stark zu. Er gründete auch im Binnenland wieder
neue Brutkolonien, z.B. im Nürnberger Tiergarten, am Ismanninger Speichersee bei München
und am Altmühlsee. Am Wöhrder See sind seit wenigen Jahren
ganzjährig ca. ein Dutzend Kormorane zu beobachten, vor allem im oberen Bereich unterhalb
der Ludwig-Erhard-Brücke. Während der Zugzeiten (März / April und Oktober) fallen
manchmal kurzfristig Schwärme von über 100 Exemplaren hier ein. |
So erkennt man den
Kormoran |
Etwa gänsegroß, überwiegend schwarz; im
Brutkleid mit Bronzeschimmer, weißen, feinen Federn an Kopf und Hals und großem,
rundlichem weißem Fleck am Schenkelansatz sowie einem Federschopf am Hinterkopf.
Jungvögel sind mehr braun mit hellerem Bauch. Der Kormoran schwimmt tiefliegend mit
geradem Hals und schräg aufwärts gerichtetem Schnabel. Das Flugbild ist durch den langen
Hals und Schwanz fast kreuzförmig. Gruppen ziehen in Keil- oder Linienformation hoch
über Land. |
| Wo der Kormoran lebt |
Küsten und größere,
fischreiche Binnengewässer, sofern sich höhere Bäume als Rast-, Schlaf- oder Brutplatz
in der Nähe befinden. |
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| Wie der Kormoran lebt |
Der Kormoran ernährt sich hauptsächlich von
Fischen, die er - oft in Gruppen jagend - im schnellen Unterwasserschwimmen mit seinem
kräftigen, langen Hakenschnabel erbeutet und im Ganzen verschlingt. Tauchtiefe bis zu 30
Meter; Tagesbedarf 300-500 g Fisch. Die großen Ruderfüße erzeugen einen raschen
Vortrieb unter Wasser; der lange Schwanz dient dabei als wendiges Höhensteuer. Das
Gefieder ist - ungewöhnlich für einen Wasservogel - nicht wasserabstoßend. Hierdurch
kann der Kormoran zwar besser tauchen, denn die Luft im Gefieder wird durch Wasser
verdrängt. Nach jedem Aufenthalt im Wasser müssen aber die Federn getrocknet werden.
Hierzu sitzt der Vogel oft in charakteristischer "Wappenadlerhaltung" mit
ausgebreiteten Flügeln auf Klippen, Ästen, Pfählen, im Wöhrder See auch auf Schildern.
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| Aufzucht der Jungen |
Nest im Binnenland auf Bäumen;
oft in Kolonien, manchmal gemischt mit Graureihern. Typische Balzbewegungen mit
zurückgelegtem Kopf und klappenden Flügeln. Legezeit: April bis Juni; 1 Jahresbrut; 3-4
hellblaue Eier mit kalkigweißem Überzug; Brutzeit 23-30 Tage; Nestlingszeit der
Jungvögel ca. 50 Tage. Sie sind aber erst nach über 60 Tagen voll flugfähig und noch
weitere 12 Wochen von den Altvögeln abhängig.
Wegen Schäden in Fischteichen und Angelgewässern werden Abschußgenehmigungen erteilt
und sogar Vernichtung von Brutkolonien gefordert. |
| Fachbezeichnung |
Phalacrocorax carbo, Familie
Kormorane / Phalacrocoracidae |
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