Startseite

Inhalt Projektbeschreibung Veranstaltungen Quiz Impressum

Bildungszentrum

kubiss

Wanderratte


Leben an der Pegnitz Die Wanderratte stammt ursprünglich aus Ostasien und wurde mit Verkehrsmitteln weltweit verschleppt. Im Gegensatz zur kleineren Hausratte, die in Deutschland heute fast nur noch in einigen Hafenstädten im Norden vorkommt, ist sie überall verbreitet und nicht - wie die Bisamratte - an Wasser gebunden. Obwohl überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, können vor allem am Wöhrder See und im Uferbereich der Pegnitzarme in der Altstadt auch tagsüber wenig scheue Exemplare schwimmend oder hüpfend beobachtet werden, vor allem dort, wo für Wasservögel gedachte Brotreste am Ufer liegen. Die Wanderratte ist die Stammform der weißen Laborratte (Albino der Wanderratte), die besonders in der medizinischen Forschung große Bedeutung hat.

So erkennt man die Wanderratte Rücken graubraun bis schwärzlich, Bauch schmutzigweiß bis grau; Augen und Ohren ziemlich klein. Kopfrumpflänge 20-28 cm, Schwanzlänge 17-23 cm, Gewicht 270-580g.

Wo die Wanderratte lebt

Bevorzugt werden menschliche Siedlungen, egal ob Dorf oder Großstadt. Keller, Tierhaltungen, Lagerhäuser, Kanalisationsanlagen und vor allem Müllplätze, aber auch Gewässerränder.


Wie die Wanderratte lebt Wanderratten leben in Familienverbänden in einer sozialen Rangordnung, die in gewissen Zeitabständen durch Kämpfe neu geregelt wird. Im freien Gelände werden Erdbaue mit mehreren Eingängen, Wohn- und Vorratskesseln gegraben. Das Männchen verteidigt sein Revier und den Bau gegen andere Männchen. Einen Bau bewohnen meist mehrere Weibchen. In Gebäuden dienen Zwischendecken, Hohlräume und gestapelte Materialien als Schlupfwinkel. Die Tiere können gut schwimmen, tauchen und klettern. Sie haben ein ungemein breites Nahrungsspektrum: Sämereien, Knospen, Früchte, Singvogeleier, Kleinsäuger, Vögel, Abfälle, Aas. Gelegentlich werden sogar Fische erbeutet, lebende Tiere und hilflose Menschen, z.B. Säuglinge, angefressen. In die Enge getrieben, greifen sie Hunde und auch Menschen an. Bei entsprechendem Nahrungsangebot ganzjährige Fortpflanzung; Tragzeit 24 Tage, 4-6 Würfe von jeweils meist 4-8 Jungen, die etwa 3 Wochen gesäugt, mit 6-7 Wochen selbständig und schon im Alter von 3 Monaten geschlechtsreif werden. Höchstalter etwa 4 Jahre.

Probleme Die Wanderratte verursacht erhebliche Schäden an Lebens- und Futtermitteln, die auch durch ihren Kot und Urin verdorben werden. Sie kann technische Unfälle auslösen durch Zernagen von elektrischen Kabeln, Blei- und Kunststoffrohren. Sie spielt als Verbreiterin gefährlicher Infektionskrankheiten besonders in Entwicklungsländern noch immer eine erhebliche Rolle. Der auf Wander- und Hausratte parasitierende Rattenfloh kann die Erreger von Pest, Toxoplasmose und Fleckfieber auf den Menschen übertragen.

Fachbezeichnung Rattus norvegicus, Familie Echte Mäuse / Muridae

© Copyright 1998 Bildungszentrum Nürnberg - All Rights Reserved -