| Leben an der Pegnitz |
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Die Wasserspitzmaus kann man an
der Pegnitz meist nur zufällig beobachten; am ehesten in einem harten Winter, wenn der
Fluß breite Eisränder hat und die Wasserspitzmaus von hier aus Tauchgänge unternimmt.
Dann fällt das dunkle, quirlige Tierchen auf dem hellen Eis besonders auf. |
| So erkennt man die Wasserspitzmaus |
Oberseite schwarz,
Unterseite meist weißlich, Kopfrumpflänge 7-9 cm, Schwanzlänge 6-7 cm, Gewicht 10-24 g,
weiße Schwimmborsten an Hinterfüßen und Schwanzunterseite, dichtes, samtartiges Fell,
dickere Schnauze als andere Spitzmausarten, Ohrmuscheln im Fell versteckt. |
Wo die Wasserspitzmaus
lebt |
Liebt reich bewachsene
Uferbereiche von klaren, sauberen, schnellfließenden Flüssen und Bächen; kommt aber
auch an stehenden Gewässern mit guter Wasserqualität vor. Bewohnt werden im Uferbereich
selbst gegrabene Höhlen oder von Mäusen und Maulwürfen angelegte Gänge mit einem
Ausgang zum Wasser. Die Nestkammer wird mit Moos, Laub und Gras gepolstert. |
Wie die Wasserspitzmaus
lebt |
Spitzmäuse sind keine Nagetiere, wie
Mäuse, sondern Insektenfresser, zu denen auch Igel und Maulwurf gehören. Ihr Gebiß
besitzt viele nadelspitze Zähne und gleicht mehr demjenigen eines kleinen Raubtieres.
Wegen des hohen Nahrungsbedarfs tag- und nachtaktiv mit kurzen Ruhepausen. Das Tier
schwimmt und taucht ausgezeichnet, ohne daß sein Fell naß wird. Tauchzeit maximal 24
Sekunden. Es erbeutet im und am Wasser Insekten und ihre Larven, Kleinkrebse, Würmer,
Schnecken, junge Fische und Frösche. Geschickt erklettert es auch Baumstrünke und
durchstöbert die Borke nach Insekten. Paarungszeit von April bis September, Tragzeit
24-27 Tage. Jährlich 1-3 Würfe mit 4-11 Jungen, die etwa einen Monat gesäugt werden und
nach 5-6. Wochen selbständig sind. Lebensdauer bis 2½Jahre. |
| Feinde |
Eulen, Wiesel, größere
Raubfische. Uferverbauung und Gewässerverschmutzung nehmen der Wasserspitzmaus den
Lebensraum. |
| Fachbezeichnung |
Neomys fodiens, Familie Rotzahnspitzmäuse /
Soricidae |
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