| Leben in der Pegnitz |
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Wasserflöhe bewohnen vorwiegend
stehende Gewässer, so auch die Kleingewässer im östlichen Pegnitztal, Altarme der
Pegnitz und die strömungsarmen Buchten des Wöhrder Sees. Selbst in kleinen Tümpeln, die
nur wenige Monate im Jahr existieren, entwickeln sich manche Wasserfloharten aus
"Dauereiern", die hier im Boden ruhen oder vom Wind herbeigeweht wurden. |
So erkennt man den
Wasserfloh |
Weibchen 1-1,5 mm, Männchen
0,8-1 mm lang. Farbe gelblich bis rot, Körper seitlich zusammengedrückt und von einer
zweiklappigen Schale eingeschlossen, die auch den Kopf helmartig bedeckt und nach hinten
in einen Stachel ausläuft. Von den 2 Paar Fühlern ist das vordere sehr klein und trägt
Sinnesorgane; das hintere ist zu zweispaltigen "Ruderbeinen" umgebildet, die
große Schwimmborsten tragen. Mit diesen Fühlern bewegt sich der Wasserfloh stoßweise
"hüpfend" (Name) durch seinen Lebensraum. Am Kopf fällt ein großes, schwarzes
Facettenauge auf, das während der Entwicklung durch Verschmelzen zweier Seitenaugen
entsteht. |
So lebt der
Wasserfloh |
Der Brustabschnitt hat nur 4
Beinpaare, die zwischen dem Schalenpanzer einen ständigen Wasserstrom nach hinten
erzeugen. Blättrige Kiemenanhänge an den Beinen dienen zur Atmung, anhängende Borsten
zum Herausfiltern von Nahrung, hauptsächlich schwebenden Algen. Diese werden dem Mund
zugeführt. Unter dem Mikroskop kann man den oft von Algen grün gefärbten Darm und das
schlagende Herz erkennen. |
Wie sich der
Wasserfloh
fortpflanzt |
Vom gewöhnlichen Wasserfloh
findet man vom Frühjahr bis zum Spätsommer meist nur die großen Weibchen, die in der
Rückenpartie unbefruchtete Eier und Jungtiere in einem Brutraum mitführen, sich also
ungeschlechtlich vermehren. Erst spät im Jahr tauchen Männchen auf, die am Fehlen des
Brutraums und am größeren ersten Fühlerpaar zu erkennen sind. Nun kommt es zur Paarung,
und im Brutraum der Weibchen entstehen dunkel gefärbte Dauereier, die mit einer
schützenden Hülle abgelegt werden. Erst im nächsten Frühjahr entschlüpfen daraus
wieder Weibchen. Ursache für die Entstehung der Männchen sind Änderungen von Licht,
Wassertemperatur und Nahrungsangebot im Jahresverlauf. |
| Fachbezeichnung |
Daphnia pulex, Familie Wasserflöhe /
Daphnidae |
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