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Pegnitz

 

im weltweiten Wasserkreislauf


Text dieser Seite in Anlehnung an ein Informationsblatt zur Ausstellung WASSER=LEBEN des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen. Diese Ausstellung wurde im Rahmen des Projekts Nürnberg und die Pegnitz - Die Stadt und ihr Fluß vom 8.9.-15.10.97 in Nürnberg gezeigt.

Unser Leben und die Weltmeere

Himmelsspiegelung auf der Pegnitz

Der größte Wasserkreislauf der Erde wird mit Sonnenenergie in Gang gehalten: Verdunstung, Wolkenbildung, Regen, Versickerung und Rückfluß ins Meer. Das gigantische Wasserreservoir der Ozeane ist nicht nur die Basis unseres Klimas. Es ist auch die größte Sauerstoffquelle der Erde: Seine gewaltigen Planktonmassen steuern die Lufterneuerung in einem immerwährenden Recycling. Schädigen wir das Meeresleben durch weitere Giftzufuhr, so zerstören wir allmählich seine kostenlose Leistung für unser aller Leben.

Das Weltwasser
in Zahlen
Von den gewaltigen Wassermassen der Weltmeere sind nicht einmal ein Prozent an dem Kreislauf über, auf und unter dem Land beteiligt. Beim Rückfluß ins Meer wird das Wasser nicht etwa vollständig mit dem Ozeanwasser verdünnt. Denn die Durchmischung der oberen Schichten mit dem Tiefseewasser ist auch in den kalten Breitengraden minimal. So verweilen auch gelöste Giftstoffe oft über Jahrzehnte relativ konzentriert nahe der Oberfläche, ehe sie auf den Meeresboden absinken.

Das Weltwasser in Zahlen:

Ozeanwasser 1.300.000.000 km³
in Polareis u. Gletschern 27.800.000 km³
in der Atmosphäre 13.000 km³
in Seen und Flüssen 225 000 km³
im Grundwasser 8.000.000 km³
Niederschlag aufs Land 330 km³/Tag
Niederschlag auf Meer u. Polareis 1.040 km³/Tag
vom Wind aufs Land verweht 110 km³/Tag
Verdunstung vom Land 220 km³/Tag
Verdunstung vom Meer 1.150 km³/Tag
Abfluß ins Meer 110 km³/Tag

Trotz Wassermassen droht Wasserknappheit

Tropfender Wasserhahn

3-20 l Autowaschen
3-30 l Geschirrspülen
20-50 l Toilettenspülung
5-50 l Körperpflege
10-90 l Wäsche waschen, Raumreinigung
20-150 l Baden, Duschen
2-10 l Trinken, Kochen

Wassernutzung im Haushalt
(pro Kopf und Tag)

Katastrophale Überschwemmungen können den Eindruck entstehen lassen, daß Süßwasser im Überfluß vorhanden ist. Im Vergleich zum gesamten Weltwasser beträgt der nutzbare Süßwasseranteil aber nur 0,3 Prozent.

Mit diesem Süßwasseranteil müssen wir gut haushalten und ihn möglichst lange auf dem Land zurückhalten. Denn der Kreislauf zwischen Verdunstung, Regen und Abfluß kann als Ganzes vom Menschen nicht beeinflußt werden.

Durch FIußregulierungen und Dränung (Entwässerung), höheren Wasserverbrauch, Ableitung des Abwassers in Sammelkanälen und nicht zuletzt durch die Versiegelung unseres Bodens mit Gebäuden, Straßen und Plätzen beschleunigen wir nur den Rückfluß ins Meer, ohne daß durch Niederschläge mehr Wasser nachkommt. Außerdem nimmt die Wasserqualität weltweit stetig ab, der Aufwand wird größer, Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Und diesen "Luxus" können sich nur die reichen Länder leisten, die zudem verschwenderisch mit dem Wasser umgehen.


Wasser schützen und Wasser sparen Wasser- und Gewässerschutz ist keineswegs ausschließlich eine Angelegenheit von staatlichen oder kommunalen Behörden auf lokaler und Landesebene, zum Gewässerschutz kann jeder durch einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und durch Wassereinsparungen im Haushalt beitragen. Im Entwurf für eine Lokale Agenda 21 in Nürnberg wurden im Handlungsfeld Wasser und Abwasser Ziele und Handlungsmöglichkeiten insbesondere für den Boden- und Grundwasserschutz in der Industrie entwickelt.

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