Bestandsaufnahme |
Ziele |
Handlungsmöglichkeiten |
| Boden- und Grundwasserschutz in
der Industrie - Durch flächenhafte Ermittlung von
Grundwasserverunreinigungen im Stadtgebiet wurden die Hauptbelastungen stofflich (LHKW)
und räumlich (Südstadt) erfaßt.
- Parallel durchgeführte branchen- und flächenbezogene
Betriebskontrollen ließen die Hauptverursacher, vornehmlich die metallverarbeitende
Industrie, erkennen.
- In den letzten 10 Jahren wurden etwa 200 Verdachtsgrundstücke untersucht und ca. 80
Sanierungsmaßnahmen (Boden- und Grundwasser) eingeleitet. Dadurch wurden bereits über
100 t LHKW aus Boden und Grundwasser erfolgreich entfernt.
- Daneben wurden in vielen Fällen technische Verbesserungen zur Vermeidung neuer Boden-
und Grundwasserverunreinigungen durchgesetzt. |
Grundlagenermittlung und
methodische Erfassung von Boden- und Grundwasserbelastungen als Voraussetzung für
erfolgreiche Handlungsstrategien Strategien zur
schrittweisen Reduzierung von Boden- und Grundwasserbelastungen unter Berücksichtigung
räumlicher Schwerpunkte und relevanter Branchen
Vorsorgestrategien zur Vermeidung neuer Grundwassergefährdungen
Vorbeugender Grundwasserschutz im Wasserschutzgebiet
Erlenstegen zur Sicherung der Trinkwasservorkommen |
Umsetzungsprogramme zur
Optimierung der Sanierung von Boden- und Grundwasserverunreinigungen Programme zur Optimierung der Schutzvorkehrungen bei den ansässigen
Gewerbebetrieben |
Abwässer aus Industrie und Gewerbe
Für den Bereich der metallverarbeitenden Industrie und der Zahnbehandlung konnte
inzwischen durch erfolgreiche Branchenkonzepte eine deutliche Reduzierung der
Schadstofffracht im Abwasser erzielt werden. Solche Verbesserungen sind jedoch noch bei
weiteren Branchen, die hochbelastete Abwasser erzeugen, erforderlich. |
Reduzierung der Abwasserbelastung durch neue
Reinigungstechnologien, Produktverfahren und Vermeidungsmaßnahmen |
Handlungsstrategien, die direkt beim Verursacher, also
betriebsbezogen, ansetzen Noch wirkungsvollere
Strategien zur Abwasserverbesserung bei Verursachern, insbes. auch im Vollzug der VGS und
EWS entwickeln und umsetzen. |
| Boden- und Gewässerschutz in der
Landwirtschaft Durch flächendeckende Beprobungen der
Grundwasserbrunnen wurde das Ausmaß der Nitratbelastung im Grundwasser in der räumlichen
Belastungsverteilung transparent nachweisbar. Darauf aufbauend gab das Umweltschutzamt den
Anstoß, die Grundsätze eines ökologisch orientierten, integrierten Gemüseanbaus auch
im Knoblauchsland schrittweise einzuführen.
Die Versorgung mit Beregnungswasser aus Tiefbrunnen sowie
die Beregnungstechniken werden derzeit aus ökologischen und wirtschaftlichen
Gesichtspunkten kritisch hinterfragt.
Zur Schonung der Grundwasserreserven und zur Reduzierung
der Grundwasserbelastung im Knoblauchsland planen das Wasserwirtschaftsamt und der
Wasserzweckverband Knoblauchsland außerdem die Verwendung von Uferfiltrat der Regnitz zur
Bewässerung. |
Verbesserung der Gewässerqualität in
landwirtschaftlichen Intensivanbaugebieten |
Bilanzierung und Minimierung des
Düngemitteleintrags insbes. im Gemüseanbaugebiet Knoblauchsland
Umstellung der Bewässerungstechniken
Umstellung der Versorgung
Die Verwendung von Beregnungswasser aus Tiefbrunnen soll weitgehend eingeschränkt werden.
Hierzu ist derzeit eine Überleitung von Wasser aus dem Regnitzgebiet (Uferfiltrat) in
Planung |
| Abwasserkontrolle - Reinigungsleistung der Kläranlage wurde in den letzten Jahren laufend
erhöht
- Verbesserung der Klärschlammqualität wurde erreicht
- Die Klärschlammentsorgung ist langfristig noch nicht
gesichert
- Übenwachungsprogramm hinsichtlich des Einflusses von Klärwerksableitungen und diffuser
Einträge auf die Gewässerqualität ist mit den bisher im Wasserrechtsbescheid
vorgegebenen Messungen nicht möglich |
Weitere Verbesserung der Leistung der
Kläranlage Optimierung des Gesamtbetriebes
Klärschlammqualität weiter verbessern
Langfristige Sicherung der Klärschlammentsorgung
Verbesserte Überwachung der Gewässerqualität |
Die 3. Reinigungsstufe ist im Rahmen der zeitlichen
Vorgaben der EU-Richtlinien zu verwirklichen Überführung
des Klärwerks in die Organisationsform Eigenbetrieb
Auswertung des laufenden Ideen-wettbewerbs zur
Klärschlammentsorgung und Umsetzung eines neuen Entsorgungskonzepts Aufbau eines Systems
von Flußmeßstationen zur kontinuierlichen Überwachung der Wasserqualität
Entwicklung und Umsetzung eines Konzepts zur Erfassung und
Reduzierung diffuser Einträge in die Gewässer |
| Regenwasserversickerungsprogramm -Satzungsmäßig Versickerung vorgeschrieben, wo möglich
Kanalherstellungsbeitrag entfällt für versiegelte Flächen, deren NiederschIagswasser
versickert wird. Getrennter Gebührenmaßstab für Schmutz- und Niedersch!agswasser in
Vorbereitung. Bei Versickerung von Niederschlagswasser ergibt sich künftig eine
Gebührenersparnis. |
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