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Lokale
Agenda 21

Handlungsfeld:
Wasser und Abwasser


Entwurf für
Lokale Agenda 21
AGENDA 21 Im September 1996 hat der Umweltausschuß des Nürnberger Stadtrats den Entwurf für eine Lokale Agenda 21 einstimmig beschlossen. Dieser Entwurf dient als Grundlage für einen breit angelegten Diskussionsprozeß für ein Handlungsprogramm zur nachhaltigen Entwicklungs Nürnberg. Aus diesem Entwurf ist der Text zum Handlungsfeld Wasser und Abwasser entnommen.

Bestandsaufnahme

Ziele

Handlungsmöglichkeiten

Boden- und Grundwasserschutz in der Industrie

- Durch flächenhafte Ermittlung von Grundwasserverunreinigungen im Stadtgebiet wurden die Hauptbelastungen stofflich (LHKW) und räumlich (Südstadt) erfaßt.

- Parallel durchgeführte branchen- und flächenbezogene Betriebskontrollen ließen die Hauptverursacher, vornehmlich die metallverarbeitende Industrie, erkennen.

- In den letzten 10 Jahren wurden etwa 200 Verdachtsgrundstücke untersucht und ca. 80 Sanierungsmaßnahmen (Boden- und Grundwasser) eingeleitet. Dadurch wurden bereits über 100 t LHKW aus Boden und Grundwasser erfolgreich entfernt.

- Daneben wurden in vielen Fällen technische Verbesserungen zur Vermeidung neuer Boden- und Grundwasserverunreinigungen durchgesetzt.

Grundlagenermittlung und methodische Erfassung von Boden- und Grundwasserbelastungen als Voraussetzung für erfolgreiche Handlungsstrategien

Strategien zur schrittweisen Reduzierung von Boden- und Grundwasserbelastungen unter Berücksichtigung räumlicher Schwerpunkte und relevanter Branchen

Vorsorgestrategien zur Vermeidung neuer Grundwassergefährdungen

Vorbeugender Grundwasserschutz im Wasserschutzgebiet Erlenstegen zur Sicherung der Trinkwasservorkommen

Umsetzungsprogramme zur Optimierung der Sanierung von Boden- und Grundwasserverunreinigungen

Programme zur Optimierung der Schutzvorkehrungen bei den ansässigen Gewerbebetrieben

Abwässer aus Industrie und Gewerbe
Für den Bereich der metallverarbeitenden Industrie und der Zahnbehandlung konnte inzwischen durch erfolgreiche Branchenkonzepte eine deutliche Reduzierung der Schadstofffracht im Abwasser erzielt werden. Solche Verbesserungen sind jedoch noch bei weiteren Branchen, die hochbelastete Abwasser erzeugen, erforderlich.
Reduzierung der Abwasserbelastung durch neue Reinigungstechnologien, Produktverfahren und Vermeidungsmaßnahmen Handlungsstrategien, die direkt beim Verursacher, also betriebsbezogen, ansetzen

Noch wirkungsvollere Strategien zur Abwasserverbesserung bei Verursachern, insbes. auch im Vollzug der VGS und EWS entwickeln und umsetzen.

Boden- und Gewässerschutz in der Landwirtschaft

Durch flächendeckende Beprobungen der Grundwasserbrunnen wurde das Ausmaß der Nitratbelastung im Grundwasser in der räumlichen Belastungsverteilung transparent nachweisbar. Darauf aufbauend gab das Umweltschutzamt den Anstoß, die Grundsätze eines ökologisch orientierten, integrierten Gemüseanbaus auch im Knoblauchsland schrittweise einzuführen.

Die Versorgung mit Beregnungswasser aus Tiefbrunnen sowie die Beregnungstechniken werden derzeit aus ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten kritisch hinterfragt.

Zur Schonung der Grundwasserreserven und zur Reduzierung der Grundwasserbelastung im Knoblauchsland planen das Wasserwirtschaftsamt und der Wasserzweckverband Knoblauchsland außerdem die Verwendung von Uferfiltrat der Regnitz zur Bewässerung.

Verbesserung der Gewässerqualität in landwirtschaftlichen Intensivanbaugebieten Bilanzierung und Minimierung des Düngemitteleintrags insbes. im Gemüseanbaugebiet Knoblauchsland

Umstellung der Bewässerungstechniken

Umstellung der Versorgung
Die Verwendung von Beregnungswasser aus Tiefbrunnen soll weitgehend eingeschränkt werden. Hierzu ist derzeit eine Überleitung von Wasser aus dem Regnitzgebiet (Uferfiltrat) in Planung
Abwasserkontrolle

- Reinigungsleistung der Kläranlage wurde in den letzten Jahren laufend erhöht

- Verbesserung der Klärschlammqualität wurde erreicht

- Die Klärschlammentsorgung ist langfristig noch nicht gesichert

- Übenwachungsprogramm hinsichtlich des Einflusses von Klärwerksableitungen und diffuser Einträge auf die Gewässerqualität ist mit den bisher im Wasserrechtsbescheid vorgegebenen Messungen nicht möglich

Weitere Verbesserung der Leistung der Kläranlage

Optimierung des Gesamtbetriebes

Klärschlammqualität weiter verbessern

Langfristige Sicherung der Klärschlammentsorgung

Verbesserte Überwachung der Gewässerqualität

Die 3. Reinigungsstufe ist im Rahmen der zeitlichen Vorgaben der EU-Richtlinien zu verwirklichen

Überführung des Klärwerks in die Organisationsform Eigenbetrieb

Auswertung des laufenden Ideen-wettbewerbs zur Klärschlammentsorgung und Umsetzung eines neuen Entsorgungskonzepts Aufbau eines Systems von Flußmeßstationen zur kontinuierlichen Überwachung der Wasserqualität

Entwicklung und Umsetzung eines Konzepts zur Erfassung und Reduzierung diffuser Einträge in die Gewässer

Regenwasserversickerungsprogramm

-Satzungsmäßig Versickerung vorgeschrieben, wo möglich Kanalherstellungsbeitrag entfällt für versiegelte Flächen, deren NiederschIagswasser versickert wird. Getrennter Gebührenmaßstab für Schmutz- und Niedersch!agswasser in Vorbereitung. Bei Versickerung von Niederschlagswasser ergibt sich künftig eine Gebührenersparnis.

   

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