| Eine Reihe von Faktoren müssen zusammenwirken, damit die Pegnitz Hochwasser der Größenordnung von 1909 führt:
Tiefgefrorener Boden
Ab dem 18. Januar 1909 herrscht starker Frost. Der Boden ist bis auf eine Tiefe von 1 m gefroren. Damit wird das normale Eindringen des Wassers in den Boden verhindert. Auch der Abfluss durch den Karst ist plombiert: Alles Wasser muss an der Oberfläche abfließen.
Stattliche Schneedecke
Ab dem 31. Januar setzen ergiebige Schneefälle ein, die zu einer dicken durchgehenden Schneedecke von bis zu einem halben Meter auf der Alb führen.
 Fränkische Tagespost vom 4. Februar 1909
Plötzlicher Wärmeeinbruch
Die Temperaturen, die in den ersten Tagen des Februar noch weit unter Null liegen, steigen vom 2. bis zum 4. Februar um etwa 10 Grad Celsius an.

Temperaturaufzeichnung am Hohenpeißenberg. Am 3. Februar steigt die Temperatur über den Gefrierpunkt (Quelle: Deutscher Wetterdienst).
Starker Regen
Am 3. Februar setzt ein warmer Südwestwind ein. Der Schneefall geht im Laufe des 4. Februar in starken Dauerregen über.
Die Niederschlagssummenverteilung zeigt heftige Schnee- und Regenfälle vor allem im Quellgebiet der Pegnitz.
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Schneeschmelze
Der Regen dringt in die lockere Schneedecke ein, wird aufgesogen und erwärmt sie bis zum Abschmelzen. Das Schmelzwasser verstärkt die zu Tal fließenden Wassermassen.

Schneehöhenverteilung im Pegnitzgebiet am 3. Februar (oben) und am 5. Februar (unten).

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