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Historische Hochwasser in Nürnberg

Die Überschwemmungen trafen vor allem die nördliche Pegnitzseite, von der Insel Schütt und den angrenzenden Straßen über den Hauptmarkt  bis zum Maxplatz (siehe nebenstehende Karte von 1909). Während am Südufer (Lorenzer Seite) das Gelände schnell ansteigt, liegt die Nordseite (Sebalder Seite) tiefer und war von alters her ein Sumpfgebiet.

1349 wurde das Gelände des früheren Judenviertels mit ca. 1 Million Kubikmeter Abraum aufgeschüttet und darauf ein Marktplatz (der heutige Hauptmarkt) errichtet. Von Zeit zu Zeit aber holte sich der  Fluss sein altes Ausbreitungsgebiet zurück.

Die Lage an der Pegnitz war immer besonders attraktiv für Mühlen, die die Wasserkraft nutzten und die für die Entwicklung der Stadt wichtig waren. Es wurden vielfältige Einbauten in den Fluss vorgenommen, die bei Hochwasser leicht weggerissen und zum Treibgut wurden.

... und immer wieder der Hauptmarkt

1682 wurde der südliche Teil des Hauptmarktes, der auch Grüner Markt (Gemüsemarkt) hieß, überschwemmt. Auch 1849 traf es den Hauptmarkt (rechts). Hier blickt der Ochs` von der Fleischbrücke auf den westlichen Marktplatz (Herrenmarkt) mit den damaligen Kolonnaden und dem Schönen Brunnen.

Stadteinlauf 1849 am Kasemattentor. Gefährliches Treibgut wird von städtischen Mitarbeitern mit langen Stangen beiseite geschafft. Manche Schaulustigen betätigen sich als "Angler".

 

Stadtauslauf 1849. Im Hintergrund der überflutete Kettensteg, in dessen Seilen das Treibgut hängen blieb. Von der Hallertorbrücke aus konnte unbeschadet die Pegnitz-Flut betrachtet werden.


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