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Hochwasser in Nürnberg - Stadt unter Wasser
Seit alters her gehören Überschwemmungen der Pegnitz zu den nicht sehr häufigen, aber doch spektakulären Ereignissen der Nürnberger Stadtgeschichte.

 

Nürnberger Stadtchronik

Die Nürnberger Stadtchronik verzeichnet seit dem 14. Jahrhundert alle Hochwasserereignisse. Die Aufzeichnungen nennen 85 mittlere Hochwasser, 44 große Hochwasser und 12 Katastrophenhochwasser bis 1909.

Zwischen den katastrophalen Hochwassern liegen fast immer Zeiträume von einer oder mehreren Generationen. Offenbar wurden sie als sehr seltene Ereignisse angesehen.

Das könnte erklären, warum bis zum 20. Jahrhundert durchgreifenden Maßnahmen zwar diskutiert, aber nicht in die Tat umgesetzt wurden.

Alle Katastrophenhochwasser fanden in den Wintermonaten Januar und Februar statt. Die einzige Ausnahme bildet das Sommerhochwasser 1342.

Das  Hochwasser von  1784 überflutete die Deutschherrnwiese und  riss Gebäudeteile in Kleinweidenmühle mit sich. In der Bildmitte ist im Hintergrund das sogenannte Gesindehaus der Mühle zu erkennen. Kupferstich von G. A. Will.

Hochwassermarken

Wenn man aufmerksam durch die Altstadtstraßen nördlich der Pegnitz geht, findet man immer wieder Marken an den Hauswänden, die von der Höhe früherer Hochwasser künden.

Die heutigen Markierungen am Hauptmarkt Nr. 3 zeigen von unten nach oben Hochwasser von 1845, 1830, 1655, 1862, 1876. Bis 1945 stand hier das Bäumlersche Haus mit der Hausnummer 5

Eine Höhe von 1,50 m überstiegen die Hochwasser vom Februar 1595, vom 27./28. Februar 1784 und vom 13. Januar 1849. Ganz oben, in einer Höhe von 2,55 m über dem Gehsteig, prangt die Marke des Katastrophenhochwassers vom 5./6. Februar 1909.

Abbildung der Originalmarkierung. Die Höhe des Hochwassers von 1909 überstieg die bisherigen Vorstellungen so sehr, so daß die Markierung (weißer Pfeil) quer durch die Überschrift 'Wasserhöhen" gezogen werden musste.


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