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Hauseinsturz in Kleinweidenmühle

Kleinweidenmühle am südlichen Pegnitzufer vor den Toren der Nürnberger Altstadt wurde 1487 durch einen Steg mit dem nördlichen Großweidenmühle verbunden. Hochwasser verwüstete immer wieder die Mühlen und ihre Nebengebäude und brachte die Bewohner in Gefahr. Die Kleinweidenmühle, die 300 Jahre der Papierherstellung diente, wurde nach Überflutungen immer wieder in Betrieb gesetzt. Ab Ende des 19. Jahrhunderts wurden Gebäude und Wasserkraft an verschiedene Handwerker vermietet.


Von den Fluten eingeschlossen

Kleinweidenmühle war am 5. Februar 1909 zu einer Insel im Strom geworden. Das erschwerte die Rettung der Bewohner aus den einsturzgefährdeten Häusern.

Das eingestürzte Haus in Kleinweidenmühle wies die bedeutendsten Gebäudeschäden im Hochwassergebiet auf. Hier hatten sich am 5. und 6. Februar 1909 dramatische Szenen abgespielt. Die Feuerwehr versuchte von diesem Haus aus Bewohner eines Nachbargebäudes zu retten.

Durch verdächtiges Knistern und Krachen aufmerksam geworden, flüchteten die Feuerwehrleute gerade noch rechtzeitig vom Balkon in den hinteren Teil des Hauses, bevor die Eckwand wegbrach.

Während beim Einsturz der Außenwand niemand zu Schaden kam, fielen beim gleichzeitigen Zusammenbruch eines Nebengebäudes und eines Gartenhauses zwei Feuerwehrleute in die Pegnitz. Sie konnten gerettet werden. 

Die Bewohner des Nachbarhauses mussten vierundzwanzig Stunden ausharren, bevor sie erschöpft hinausgebracht wurden. 

Die Gebäude der Papiermühle in Kleinweidenmühle sind noch heute erhalten. Das ehemalige Gesindehaus der Örtelschen Papiermühle befindet sich links hinter dem eingestürzten Haus. Das heute sichtbare Fachwerk des Gesindehauses wurde erst vor wenigen Jahren bei Restaurierungsarbeiten  freigelegt.


Umgepflügte Deutschherrnwiese

Nachdem die Pegnitz an der Deutschherrnwiese wieder in das angestammte Flussbett zurückgelaufen war, wurde Treibgut sichtbar, wie dieser Dachstuhl unbekannter Herkunft. Im Hintergrund die Johannisbrücke.

Hochwasserschutz

Weiter Flussabwärts in den Ortsteilen Doos und Schnieglinge wurde schon in den 20er Jahren das Gewässerbett erweitert und der Pegnitzlauf begradigt, damit das Wasser schneller ablaufen konnte. 


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