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Die Kleine Insel Schütt verschwindet
Ein alter Mühlenstandort und ein beliebtes Ausflugsziel der Nürnberger war die Kleine Insel Schütt. Von der ehemaligen Idylle ist durch die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges nichts übrig geblieben. Der Seitenarm der Pegnitz, der die Kleine Insel Schütt umschloss, wurde im Rahmen der Maßnahmen des Hochwasserschutzes zugeschüttet. Die Sohle der Pegnitz wurde vertieft und der Fluss kanalisiert.

Ansicht vom Hohen Steg

Ansicht vom Hohen Steg

Für diesen Anblick sind Einheimische und auswärtige Besucher zur Kleinen Insel Schütt gekommen.

Diese Aufnahme wurde vom Hohen Steg gemacht, der auf der anderen Seite der Kleinen Insel Schütt seine Fortsetzung im Fischersteg fand.

Die Insel Schütt (links) wurde damals noch als Bleiche für weiße Wäsche benutzt. Im Hintergrund sind die Kuppel und Türme der Synagoge zu sehen.


Weggerissener Hoher Steg
Teile des Hohen Stegs liegen auf der Insel Schütt. Raumhoch war die Flutwelle durch die „Restauration“ gegangen. Die Schaulustigen wagten sich schon nahe an das Flussbett heran. Eine Rettungsmannschaft ist am Fischersteg mit Booten und Seilen unterwegs. Die Ruder waren mit Eisenkanten versehen, um sich besser vom Untergrund abstoßen zu können.

Der Hohe Steg wurde von den Fluten zertrümmert und weggeschwemmt, der Fischersteg von den Brückenpfeilern gehoben und quergestellt.

In der Bildmitte bei den Bäumen befand sich der Biergarten des Restaurants Theodor Körner, der im Volksmund „Schafftsgärtla“ hieß. Das Restaurant gehörte zur Fleischfabrik Emil Schafft. Dort reichte das Wasser zum Zeitpunkt dieser Aufnahme noch bis an das Obergeschoss.

Weggetriebenes Mobiliar

Die Fränkische Tagespost berichtete am 5. Februar 1909, dass drei Stege verschwunden seien, „die beiden am Restaurant Theodor Körner und der kleinere oberhalb, der vom Kassemattentor in die hintere Fischergasse führt. Die Trümmer der Stege liegen zum Teil an den Brückenbogen des Heiligengeistspitals festgekeilt. Auf der Spitalbrücke selbst lagern Tische, Stühle, Balken, die das Brückengeländer zurückgehalten hat.“


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