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Das Wasser kommt - Was sagen die Pegel? 

Die auf Nürnberg zulaufende Flutwelle kann aus den Messungen des Wasserstandes an den einzelnen Pegeln entlang des Flusslaufes genau rekonstruiert werden.
4. Februar:
Das Wasser steigt langsam am gesamten Flusslauf.

5. Februar 1.00 Uhr und 4.00 Uhr: 
Pegelhöchststände in Hersbruck und Lauf. Dieser Wasserberg sorgt für die Überflutung Nürnbergs.

5. Februar 1.00 Uhr und 6.00 Uhr:
Pegelhöchststände in Behringersdorf und – mit Verzögerung durch das Vollaufen der dazwischen liegenden Talaue – Nürnberg (Museumsbrücke).

5. Februar 4.00 Uhr und 14.00 Uhr:
Pegelhöchststände in Michelfeld und Hohenstadt (obere Pegnitz). Dieses Wasser kommt "zu spät" nach Nürnberg.


Die Grafik zeigt die Pegnitzpegel von der Quelle (oben) bis zum Zusammenfluss mit der Rednitz (unten). 


Wo kommt das Wasser her?

Hirschbach, Högenbach und Happurgerbach liefern mit ca. 200 cbm fast die Hälfte. Sittenbach, Hammerbach, Schnaittach und die Röthenbäche füllen ca. 100 cbm auf. ...und es regnet in Strömen!

Quelle: K.B. Hydrotechnisches Bureau München 1910

Verlauf des Pegelstands in Nürnberg

4. Februar,23.00Uhr:
Nichts Ungewöhnliches wird bemerkt, 
man feiert Fasching. 

5. Februar,1.00Uhr: 
Das Wasser ist in 2 Stunden um 2 m
gestiegen, die Pegnitz verlässt ihr Bett.

5. Februar 8.00 Uhr: 
Weitere 2 m zum Höchststand, die 
untere Stadt steht unter Wasser, viele
Straßen gleichen reißenden Flüssen.

6. Feb. 24.00 Uhr: 
Das Hochwasser ist nach nur zwei 
Tagen weitgehend abgelaufen.

Links: Pegel an der Museumsbrücke,der blaue Strich kennzeichnet den Höchststand von 1909. 


Wieviel Wasser floss eigentlich? 

Die Pegnitz führt normalerweise 10-12 Kubikmeter / Sekunde (blauer Kreis). Beim Katastrophenhochwasser 1909 flossen bis zu 430 Kubikmeter / Sekunde (großer Kreis), das sind 430.000 Liter! 

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