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Mühlen am Schwabenwehr - Hindernisse im Fluss

Das Schwabenwehr wurde um 1450 neu errichtet. Es wurde von der Schwabenmühle auf der Lorenzer Seite gemeinsam mit der Pfannenmühle am Sebalder Ufer und der Schleifmühle auf der Trödelmarktinsel genutzt. Die Schwabenmühle, die ihren Namen von der im 16. Jh. belegten Müllersfamilie Schwab erhallten hatte, lag auf einer kleinen Insel im Fluss. 


Gewerbeförderung

Die alte Schwabenmühle ließ die Stadt 1856 abreißen, weil sie immer wieder bei Überflutungen zerstört wurde und unwirtschaftlich war. Die Wasserbauten dienten nun als Energieerzeuger für Gewerbebetriebe. Am Lorenzer Ufer wurde von der Stadt ein großes Werkstättengebäude (auf den Bildern hinter der Radstube der Schwabenmühle) errichtet. 

Unter anderem gründete hier Sigmund Schuckert 1873 die Keimzelle des späteren Weltunternehmens "Siemens-Schuckert-Werke".

Die Mühlen stellten auch in diesem Pegnitzabschnitt ein großes Hindernis für den schnellen Ablauf des Hochwassers dar.

Nach 1945 wurde dieser Pegnitzabschnitt von allen Einbauten befreit und verbreitert. Außerdem wurde ein Hochwassertunnel zwischen Museumsbrücke und Schwabenwehr gebaut, der unter den Büro- und Geschäftsbauten an der Pegnitz verläuft.

 

Hölzerner Notsteg Pfannenmühle
Ein hölzerner Notsteg machte bei Hochwasser die schmale Straße Zwischen den Fleischbänken begehbar. Dieser Steg war ausdrücklich in der Hochwasserverordnung der Stadt Nürnberg vorgesehen.
In § 16 der Hochwasserordnung von 1905 heißt es: „Sobald das Wasser am Schleifersteg austritt und ein höherer Wasserstand als 120 Zentimeter am Pegel oberhalb der Museumsbrücke zu erwarten steht, hat der städtische Zimmerpalier den Notsteg zwischen den Fleischbänken am Schleifersteg aufzustellen“. Die Mühle am Schleifersteg wurde Pfannenmühle genannt. Konrad Heinrich Kellermann (Name an der Hauswand, oben) kaufte diese Mühle und baute sie 1852/53 mit neuer Technik um.

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