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Hans Sachs thront über dem Wasser
Da der Spitalplatz (heute: Hans-Sachs-Platz) zu den tiefer gelegenen Teilen der Stadt gehört, wurden er und die umliegenden Straßen bei Hochwasser regelmäßig überflutet. Am 5. Februar 1909 ragte nur Hans Sachs auf seinem Denkmalsockel aus der Flut heraus. Zu seinen Füßen florierte wochentags der Handel mit Obst und Gemüse, Der Standort am Obstmarkt war zu klein geworden und ein Teil der Stände musste zum Spitalplatz ausweichen.

Hochwassergeschützte Synagoge

Beim Bau der Synagoge (1869-74) an der Spitalbrücke wurden hohe Wasserstände der Pegnitz berücksichtigt. Der Eingang lag oberhalb einer Freitreppe, die vom Spitalplatz in das Innere der Synagoge führte. Die Zeitungen berichteten 1909, dass an der Synagoge lediglich ein Teil der starken Sandsteinmauer, auf der ein eiserner Zaun ruhte, umgestürzt war. Die Synagoge wurde im August 1938 von den Nationalsozialisten zerstört. An sie erinnert nur noch ein Gedenkstein.


Ausverkauf-Stimmung am Hans-Sachs-Denkmal

Die Geschäfte im Überschwemmungsgebiet mussten in den folgenden Tagen und Wochen Ihre beschädigten Waren zu Schleuderpreisen verkaufen. So auch die Ladenbesitzer am Hans-Sachs-Platz. In unmittelbarer Nähe des Hans-Sachs-Denkmals drängten sich die Menschen vor einem Ausstattungs-Geschäft. Die Körbe stammten von den Händlern des Obst- und Gemüsemarktes. Sie waren mit Unrat und Schlamm bedeckt, wie auch der Straßenbelag des Platzes.


Gruppenfoto in den Spitalhöfen

Dort, wo sich heute ein großes Bankgebäude an der Westseite des Hans-Sachs-Platzes befindet, standen bis 1945 die beiden Spitalhöfe. Bewohner des Hinteren Spitalhofs haben sich nach dem Ablaufen der Flut ablichten lassen. Der höchste Wasserstand ist an der Balustrade eingezeichnet.

Dieses Bild stammt aus dem Hochwasseralbum "Nürnbergs grösste Hochwasser-Katastrophe" mit 20 großformatigen Bildern und einem Panorama vom Hauptmarkt als Klappbild. Dieses Album wurde schon wenige Tage nach dem Hochwasser in Zeitungsanzeigen angepriesen. 


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