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Der Wöhrder See der besonderen Art
Das Hochwasser 1909 verwandelte Teile von Wöhrd und die Talaue in einen riesigen See. Wöhrd erhielt spöttisch den Beinamen: See- und Hafenstadt. Jahrzehnte später wurde hier in zwei Abschnitten von 1968 bis 1981 der Wöhrder See als Naherholungsgebiet angelegt. Als Rückhaltebecken bei Hochwasser ist er aber wegen seiner geringen Tiefe nicht geeignet. Über den Wöhrder See hinweg ist die Kirche St. Bartholomäus im historischen Zentrum von Wöhrd zu sehen.

Mühlenstandort vor den Toren Nürnbergs

Bis zum Bau des Wöhrder Sees floss die Pegnitz in zwei Armen an Wöhrd vorbei. Die Flussaue war sumpfig und morastig und blieb als Überschwemmungsgebiet unbebaut. Der nördliche Pegnitzarm am Rand der Niederung war gut geeignet für das Betreiben von Mühlen. Noch 1902 nutzen ein Metallwerk, eine Würzmühle und ein Nickelwerk die Wasserkraft der Pegnitz. Die große Zeit der Wöhrder Mühlen war aber längst vorbei.


Wöhrd als `See- und Hafenstadt´

Im Hintergrund Mühlen- und Fabrikgebäude an der Pegnitz. Vor der „Restauration goldener Anker" wird ein Bierkrug hochgehalten.

Wenn Boote nicht in Reichweite waren, mussten zusammengezimmerte Flöße, Bretter und Türen dazu dienen, weiter zu kommen. 


Rettungsmaßnahmen der Feuerwehr

Obwohl Warnungen rechtzeitig ergangen waren, wurden sie zum Teil nicht ernst genommen. In Wöhrd musste die Feuerwehr in der Nacht vom 4. zum 5. Februar etwa 15 Personen retten, die durch das steigende Wasser bedroht waren.

Blick von der Taubengasse Richtung Wassertorstraße zur Schweinemetzgerei von Konrad Schwab. Schulkinder und Jugendliche machten sich einen Spaß daraus, die vom Hochwasser fortgetriebenen Würste mit langen dünnen Stangen aus der Pegnitz zu fischen.


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