10. Luitpoldhalle

Innenansicht der Luitpoldhalle vor der Umgestaltung durch das NS-Regime (Germanisches Nationalmuseum Nürnberg).
Die Originalfassade der Luitpoldhalle (Germanisches Nationalmuseum Nürnberg).
Aus Anlass der Bayerischen Landesausstellung 1906 ließen die Vereinigten Maschinenfabriken Augsburg und Nürnberg (MAN) eine Halle (180 m x 49 m) zur Präsentation von großen Maschinen errichten. Der Industriebau aus Stahl und Glas hatte eine jugendstilähnliche Fassade. Benannt nach dem bayerischen Prinzregenten Luitpold (1821–1912) wurde die Halle nach 1906 weiterhin als Ausstellungs- und Veranstaltungsort genutzt.

Die Luitpoldhalle mit veränderter Fassade in der NS-Zeit (Stadtarchiv Nürnberg).
Eröffnung des „Parteikongresses” in der Luitpoldhalle, 1934 (Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände).
Von 1933 bis 1935 bauten die Nationalsozialisten die Luitpoldhalle zu einem Tagungsort ausschließlich für die Reichsparteitage um. Architekt Albert Speer versah die Halle mit Verblendungen aus Muschelkalk, um sie stilistisch den anderen NS- Monumentalbauten anzugleichen. Auch im Inneren wurden die modernen Konstruktionselemente verhüllt und mit NS-Symbolen dekoriert. Die Halle bot 16.000 Menschen Platz.

Die zerstörte Luitpoldhalle, 1942 (Stadtarchiv Nürnberg).
Meistersingerhalle, 1963 (Stadtarchiv Nürnberg)
In der Nacht zum 29. August 1942 wurde die Luitpoldhalle bei einem Bombenangriff zerstört. Nach 1945 ließ die Stadt Nürnberg die Halle nicht wieder errichten. Als neue Konzert- und Veranstaltungshalle entstand 1963 an der Nordseite des Luitpoldhains die Meistersingerhalle.
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