7. Zeppelintribüne

Zeppelintribüne, um 1938 (Stadtarchiv Nürnberg).
Der Pergamon-Altar aus Kleinasien (Pergamonmuseum, Berlin).
Ab 1933 nutzten die Nationalsozialisten das Gelände für die Reichsparteitage. Das Zeppelinfeld – benannt nach der Landung (1909) eines Luftschiffes des Grafen Zeppelin – war der zentrale Schauplatz für die Inszenierung der Parteitage. Architekt Albert Speer wählte den antiken Pergamonaltar als Vorbild für die Haupttribüne. Der in den Jahren 1935–1937 errichtete Bau besteht aus Beton und Ziegelmauerwerk, verblendet mit Muschelkalk. Die ursprüngliche Anlage galt als Musterbeispiel nationalsozialistischer Staatsarchitektur.

Sprengung des Hakenkreuzes auf der Zeppelintribüne, 22. April 1945 (Deutsche Wochenschau GmbH).
Sprengung der Pfeilergalerien der Zeppelintribüne, Juni 1967 (Nürnberger Nachrichten).
Während des Zweiten Weltkrieges blieb die Anlage weitgehend unzerstört. Am 22. April 1945 hielt die US-Armee eine Siegesparade vor der Haupttribüne ab. Anschließend sprengte die Armee das Hakenkreuz, um aller Welt das Ende des Nationalsozialismus vor Augen zu führen. 1967 ließ die Stadt Nürnberg die Pfeilergalerien wegen Baufälligkeit abbrechen. Ebenso wurden einige Jahre später die Seitentürme auf halbe Höhe abgetragen. Das NS-Baurelikt wird heute als Zuschauertribüne genutzt.
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