<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>

<rss version="0.92">


<channel>

<title>Der Toposforscher (RSS-Feed)</title>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/index.html</link>
<description>Sporadisches zu neuen und alten Filmen, der Gutenberg-Galaxis, Entwicklungen beim Datenschutz …</description>
<language>de-de</language>
<copyright>Michael Schneider 2007</copyright>
<lastBuildDate>Thu, 22 Mar 2007 16:58:00 GMT</lastBuildDate>


<item>
<title><![CDATA[Schnipselgeburtstag]]></title>
<description><![CDATA[Es folgen Schnipsel von Wilhelm Genazino, Fritz Leiber und Theodore Sturgeon; aus dem Computerspiel »Sam &amp; Max Hit the Road«; aus dem Lexikon der Symbole von Bauer/Dümotz/Golowin, alte Namen für weibliche Accessoires betreffend; sowie einiges andere, neu und alt …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2007_03/blog2007_03_22.html#nr_120</link>
<pubDate>Thu, 22 Mar 2007 16:58:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[Pumaentführungen und andere Dummheiten]]></title>
<description><![CDATA[Im letzten halben Jahr sind mir im Kino und auf DVD eine Menge Coming-of-age-Filme und ein paar Filme mit recht jungen Protagonisten (etwa die zehnjährige Ofelia in El Laberinto del Fauno oder die Kids aus verschiedenen Erdteilen in Babel) untergekommen, und dabei fiel mir auf, dass all diese Geschichten mit einem Tod oder Beinahe-Tod, einer Krankheit, einem Unfall oder sogar einer (tödlichen) Selbstopferung befasst sind; wenn niemand buchstäblich stirbt, streifen die Filme dennoch unweigerlich das Thema. Warum das so sei, habe ich mich gefragt. Immerhin waren es ja keine Horror- oder Teenieslasherfilme (Scary Movie, Scream usw.), die ich mir angeguckt hatte. Dort muss selbstverständlich immer jemand dran glauben, und wenn es nur als Mutprobe für das junge Publikum ist – dafür werden diese Filme schließlich gemacht. In einem Coming-of-age-Film im  engeren Sinn würden doch schon Entzweiungen und Wiedervereinigungen, psychische Verletzungen, Liebeskummer, unkontrollierbare High-Gefühle, holpriges Seelenwachstum und andere Katastrophen ausreichen, um mir zu zeigen, dass ich unter Jugendliche geraten sei. Auch das eine Mutprobe. …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2007_03/blog2007_03_17.html#nr_119</link>
<pubDate>Sat, 17 Mar 2007 23:50:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[Meine »Freunde und Links«-Liste …]]></title>
<description><![CDATA[… musste leider um einen Link, der noch im Februar hier zu finden war, gekürzt werden, da die betreffende private Site (zum Film Brazil von Terry Gilliam) einfach aus dem Netz verschwunden ist. Ich kann auch keine neue Webdresse finden, es handelt sich also nicht um einem Umzug des Projekts. Vielleicht hat der Betreiber einfach das Interesse verloren (oder sein Geld, Haus, Hund und Hof). Schade, vorbei. Es gab da eine Menge DVD-Screenshots in guter Qualität und sinnige Hintergrundinformationen zu diesem großartigen Film, ohne den meine Pubertät vielleicht anders verlaufen wäre – na gut, ich übertreibe leicht, aber nur, um auf den folgenden Blogeintrag vorzubereiten, in dem es um die Jugend im Film gehen wird. Nebenbei: der Link zur Blade-Runner-Site funktioniert zwar noch, aber deren Betreiber weist inzwischen darauf hin, dass sie ja nun schon sooo lange im Netz stände und langsam in Rente gehen müsse …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2007_03/blog2007_03_17.html#nr_118</link>
<pubDate>Sat, 17 Mar 2007 20:49:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[Wikipedia-Mitarbeit: All die schönen Jas]]></title>
<description><![CDATA[Es soll keiner behaupten, dass ich flott im Raushauen von Texten sei. Sage und schreibe ein Jahr hat es gebraucht, bis ich neulich (endlich) den bisher vorhandenen, nicht gerade ausführlichen und wenig beglückenden Wikipedia-Artikel über die Schriftstellerin und Psychologin Alice Sheldon durch meine stark erweiterte Fassung aktualisiert habe (siehe die History des Artikels; meine Wikipedia-Autorenname ist Stanton A. Coblentz). Der Text über die US-amerikanische Lady (1915–1987), die von 1968 an bis zu ihrem Tod unter dem berühmt gewordenen Pseudonym James Tiptree, Jr. prima Science-Fiction-Storys veröffentlichte, war eigentlich schon im Frühjahr 2006 fast fertig … aber mir kam einfach zuviel dazwischen, um ihn zu beenden und bei Wikipedia einzubauen. …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2007_02/blog2007_02_18.html#nr_117</link>
<pubDate>Sun, 18 Feb 2007 23:46:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[»Kernbereich privater Lebensgestaltung«]]></title>
<description><![CDATA[Natürlich kommt es oft schlimmer, als man denkt – Schäuble, Wiefelspütz, Joachim Herrmann und die Gewerkschaft der Polizei legten gleich heute mit Forderungen nach einer Änderung des Schnüffel-Gesetzes noch eins drauf: …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2007_02/blog2007_02_05.html#nr_116</link>
<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 22:22:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[Das Rechtsverständnis von Schäuble …]]></title>
<description><![CDATA[… und Wiefelspütz möchte ich mal haben. Vermutlich würde ich in diesem Fall sofort als Staats- oder mindestens Verfassungsfeind eingelocht. Denn wenn – wie heute geschehen – der Bundesgerichtshof urteilt, dass die heimliche Überwachung eines mit dem Internet verbundenen Computers nicht mit dem Gesetz vereinbar ist, kündigt Innenminister Schäuble halt einfach an, die Gesetze zu ändern: …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2007_02/blog2007_02_05.html#nr_115</link>
<pubDate>Mon, 05 Feb 2007 17:59:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[Wind, der sich in Haaren fängt]]></title>
<description><![CDATA[2006 war, was meinen Konsum von bewegten Bildern anging, nahe am Overkill. Neben den ganzen aktuellen Filmen, die ich zusammen mit dem Kinoklub um Armin Stingl angeguckt habe, neben vielen ausgeliehenen und einigen billig gekauften DVDs gab es hauptsächlich zwei zusätzliche Posten, die Bildschirmzeit gefressen haben: Erstens hat Armin mir nach und nach alle fünf Staffeln der amerikanischen Fernsehserie Six Feet Under ausgeliehen, in schönen DVD-Boxen mit wundervollen Menüs – über sechzig Folgen zu je einer Stunde … Der zweite Posten an Filmmetern war für meinen Geldbeutel deutlich fataler: Man (genauer gesagt, die Münchner Universum Film) hat im Herbst 2005 endlich begonnen, die Filme des japanischen Animationsgenies Hayao Miyazaki und des von ihm mitbegründeten Studio Ghibli in einer angemessen schönen deutschen Edition zu veröffentlichen; da sich in meinem Freundeskreis keiner erbarmte und ich wenigstens alle neun von Miyazaki gedrehten Langfilme haben möchte, musste ich das, was bisher davon erschienen ist, wohl oder übel selbst kaufen. …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2007_02/blog2007_02_01.html#nr_114</link>
<pubDate>Thu, 01 Feb 2007 17:05:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[Kissenlandschaft]]></title>
<description><![CDATA[Weiter mit Syd. Nach flüchtiger Recherche habe ich im Internet noch eine Aussage von Mick Rock zur Madcap-Fotosession gefunden, die wohl irgendwann zwischen Sommer und Spätherbst 1969 in Syds Wohnung am Earls Court in London stattfand. The Madcap Laughs erschien Anfang Januar 1970. Wenn man die nackten Füße Barretts, das Erscheinungsbild seiner Freundin und das hereinflutende, wunderschöne Tageslicht bedenkt, tippe ich einfach nicht auf den Winter 1969–70 für den Fototermin, auch wenn ich sehe, dass Syd einen Mantel trägt und weiß, dass es so etwas wie Heizungen gibt. Ich glaube, dass Syd den Mantel eher als psychischen Schutz auf den Fotos trug, obwohl er damit wegen seiner nackten Füße dann doch ein widersprüchliches Bild abgab …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2007_01/blog2007_01_24.html#nr_113</link>
<pubDate>Wed, 24 Jan 2007 18:05:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[Hausmusik: Stars can frighten (3)]]></title>
<description><![CDATA[Kaltstart. Nach einer längeren Pause, deren Grund ich hier erklärt habe, nehme ich heute meine Beschäftigung mit Syd Barretts Leben und Wirken wieder auf. Die ersten zwei Texte über den kürzlich verstorbenen Musiker findet man hier und hier im Toposforscher … und kann nach deren Lektüre hoffentlich auch einen Zusammenhang zum heutigen Blogeintrag herstellen. Jetzt muss ich mich aber erst mal »warmlaufen«. Bin etwas raus. Es scheint, dass Syd Ende der Sechziger, Anfang der Siebziger immer mehr das Bedürfnis verspürte, sich vor Freunden und anderen Menschen, der Popszene und der gesamten Öffentlichkeit zurückzuziehen. Zur Ruhe kommen: Es war wohl eine Folge der ständigen (Drogen-)Exzesse, die vorausgegangen waren – man kann schon auf den Coverfotos von The Madcap Laughs, die in Syds damaliger Wohnung entstanden, wahrnehmen, dass diese Wohnung für ihn mehr und mehr zu einer schützenden Höhle wurde, die er nur noch ungern verließ. …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2006_11/blog2006_11_03.html#nr_112</link>
<pubDate>Fri, 03 Nov 2006 21:08:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[Schwur]]></title>
<description><![CDATA[Nie, nie, nie wieder schreibe ich unter einen Blog-Eintrag, der nach einer inhaltlichen Fortsetzung verlangt, die unheilvolle Phrase »Fortsetzung folgt«. Man soll nichts versprechen, was man dann nicht halten kann. Es scheint, als ob meine alte Liebe zum Fragment auch im Toposforscher dazu führt, eine Beschäftigung mit bestimmten Themenkomplexen (in meiner Diktion Topoi) einfach abzubrechen oder irgendwann ins Nichts auslaufen zu lassen. Wie im letzten Herbst, als ebenfalls eine lange Pause im Blogging entstand, gibt es durchaus eine Entschuldigung wegen anderer kultureller Aktivitäten: Ab Mitte Juli, hauptsächlich dann seit dem August haben zwei Lektorate mich davon abgehalten, weiter um Wasser- und Undinen-Motive, um goldene Fische und Phil Dick, um die alchemistischen vier Elemente und Füsslis Nachtmärchen, um Johnny Depp und Syd Barrett zu kreisen. Beide Lektorate, die zu einem schönen 64-seitigen Buch meines Freundes Stefan Krüskemper und dem Debüt-Katalog meiner Fürther Kollegin Ursula Kreutz beigetragen haben, waren zeitaufwendiger, als man sich das gemeinhin so vorstellt. …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2006_10/blog2006_10_22.html#nr_111</link>
<pubDate>Sun, 22 Oct 2006 18:42:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[Helle Lichter: Stars can frighten (2)]]></title>
<description><![CDATA[Zwischen dem Release von The Piper at the Gates of Dawn, dem Album, das hauptsächlich auf Syd Barretts Mist gewachsen war und in England ein Riesenerfolg wurde, und seinem Hinauswurf bei den Floyd im Frühjahr 1968 geschah einiges, das unbedingt in einen Johnny-Depp-Film passen würde. Es ist schwer zu entscheiden, ob der Mann nur gelegentlich ein wenig »over the top« und musikalisch experimentierfreudig oder wirklich krank war (bzw. langsam psychisch erkrankte); ein Problem mit der gedeihlichen Zusammenarbeit in einer Band hatte er auf jeden Fall: …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2006_08/blog2006_08_16.html#nr_110</link>
<pubDate>Wed, 16 Aug 2006 23:12:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[Helle Lichter: Stars can frighten (1)]]></title>
<description><![CDATA[Soviel vorweg: Es geht mit Piraten los. Aber dabei wird es nicht bleiben. Oder vielleicht doch, wenn man es durch einen Zauberspiegel anguckt? Neulich las ich in einem insgesamt sehr schönen Artikel in epd Film einige Sätze über Johnny Depps eigenwillige Darstellung des Jack Sparrow in den Filmen Fluch der Karibik I und II: »Im Verein mit Sparrows perlengeschmückter Rastafrisur, dem irgendwie esoterischen Blick, bei dem man sich fragt, ob der Mann zu viel gekifft oder ein zu helles Licht gesehen hat, und der offensiv ausgespielten schwulen Anmutung ergibt das einen Charakter, der gleichzeitig hip und offbeat wirkt – Jack steht in der Tradition der counterculture, die sich Ende der Sechziger, als der ›Pirates‹-Ride eröffnet wurde, gerade zu formieren begann.« Es folgt eine Eloge auf Depp, dann schwenke ich zum Tod Syd Barretts über, dessen Leben + Wirken den Hauptinhalt dieses Blogeintrags bilden soll …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2006_08/blog2006_08_11.html#nr_109</link>
<pubDate>Fri, 11 Aug 2006 18:36:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[Night-Märchen]]></title>
<description><![CDATA[Man wird vielleicht bemerkt haben, dass ich kein Wissenschaftler, sondern (schreibender und lesender) Künstler bin. Zumindest legt dies meine Vita nahe, falls das Finanzamt nachfragen sollte. Demzufolge kann und darf ich, wenn ich schreibe und über bestimmte Dinge nachdenke, mit den Begriffen, den Bauklötzchen der Sprache, spielen, ich darf ungenau und malerisch sein, darf frei heraus Lügen oder Halbwahrheiten hinstellen, wenn es der Erkenntnis, meinen Zwecken, Wünschen oder unbewussten Regungen dient. Und ich darf auch, wie neulich beim Begriff »nightmare« geschehen, die Etymologie und Bedeutung des Begriffs mit den Assoziationen vermischen, die dessen Klang in mir auslöst. Dafür gibt es auch eine einleuchtende Erklärung: Das Unbewusste (der mit Bildern, Entsprechungen und Ähnlichkeiten arbeitende Teil des Geistes) kann mit Klängen, weil sie sinnlich erfahrbar und daher erinnerbar sind, mehr anfangen als mit allen sprachwissenschaftlichen oder historischen Sinn-Herleitungen, die für einen Begriff denkbar sind. …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2006_08/blog2006_08_02.html#nr_108</link>
<pubDate>Wed, 02 Aug 2006 18:33:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[Bateson, Borges und andere über Träume und Metaphern]]></title>
<description><![CDATA[»Eine interessante Vermittlung zwischen der ikonischen Codierung von Tieren und der verbalen Codierung der menschlichen Rede lässt sich im menschlichen Traum und im menschlichen Mythos erkennen. In der psychoanalytischen Theorie sollen die Ergebnisse des Traumprozesses durch das Denken des ›Primärprozesses‹ charakterisiert sein (O. Fenichel, Psychoanalytic Theory of Neurosis, New York, Norton, 1945). Träume, seien sie verbal oder nicht, müssen als metaphorische Feststellungen aufgefasst werden, d. h. die Bezugspunkte des Traums sind Beziehungen, die der Träumende bewusst oder unbewusst in seiner wach erlebten Welt wahrnimmt. Wie bei allen Metaphern bleiben die Relata unerwähnt, und an ihrer Stelle erscheinen andere Einzelheiten, so dass die Beziehungen zwischen diesen Substituten dieselben sein werden wie die zwischen den Relata in der wach erlebten Welt. …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2006_07/blog2006_07_25.html#nr_107</link>
<pubDate>Tue, 25 Jul 2006 20:56:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[Undine, leider schlechtes Wetter]]></title>
<description><![CDATA[Es ist ein interessanter Zustand, wenn sich Vorstellungen im Kopf hauptsächlich aufgrund von Wortklängen und flüchtigen Assoziationen bilden, wenn also wenig (bewusst) erinnerbares Bildmaterial aus Medien und Alltag im Kopf ist, das die Imagination benutzen und in die innere Bild- und Bedeutungsproduktion einbauen könnte. Gedichte funktionieren oft so, aber wer liest schon Gedichte (schauen Sie Sich mal die Verkaufszahlen an: nach den Hitparaden zu urteilen, wird ausschließlich Prosa konsumiert). Gut, ich gebe zu, dass ich manchmal Gedichte lese; plötzlich steht dann da ein Sprachpartikel, das ich gar nicht im Bildungsbürger-Style auswendig lernen muss, weil es sich ganz von selbst in meinem Hirn festsetzt: »Vom Rand, wo alles zu Asche verweht« (Benn), »Herzwand um Herzwand blättert hinzu«, »Funken müssen hindurch, eine Atemnot lang« (Celan). …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2006_07/blog2006_07_23.html#nr_106</link>
<pubDate>Sun, 23 Jul 2006 16:58:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[Unter Wasser]]></title>
<description><![CDATA[Früher, in den alten Zeiten, als die Unwissenheit mir noch geholfen hat, gab es in meinem Kopf ein Vorstellungsbild, besser: einen atmosphärischen Komplex von Bildern, die mit verschiedenen Vorstellungen von Wasser, dem Unterwassersein, mit in Zeitlupe aufsteigenden Luftblasen und von Tannen umstandenen dunklen, aber klaren Seen zu tun hatten. Wolken hingen in der Regel ziemlich tief und vorgewittrig darüber; leises Murmeln (wie in einem Stück von John Cage für Stimme und Stille) oder undefinierbares Brabbeln von weit entfernten buddhistischen Mönchen lag als Tonspur darüber. Alles war in Watte gepackt, alles war verlangsamt. Etwas regte sich im Wasser, aber ich wusste nicht genau, was es war. Das war nicht bedrohlich, aber es war in einem gewissen Sinn ein kontemplatives Bild des Todes, das Bild eines ewig unter Wasser treibenden Körpers, dessen lange Haare sachte von der Strömung bewegt wurden. Ein wichtiges Element des Komplexes schien dabei auch die Tatsache (oder deren Repräsentation im Kopf) zu sein, dass Wasseroberflächen Grenzflächen zum Nicht-Wasser darstellen und ein Wasserspiegel damit auf radikale Weise zwei Welten trennt, sie aber zugleich auch verbindet: als Schnittstelle, als Interface, als Zollstation.  …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2006_07/blog2006_07_19.html#nr_105</link>
<pubDate>Wed, 19 Jul 2006 22:19:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[In eigener Sache: Umräumen]]></title>
<description><![CDATA[Da das läppische 10-Megabyte-Kontingent Webspace bei meinem bisherigen Webhoster NEFkom nun so langsam voll war, und der äußerst gewissenhafte UNIX-Server der NEFkom mir Anfang Juli schon bei 9 prall gefüllten Megabytes weitere Uploads verweigerte (das fehlende Megabyte ist wohl ein Sicherheitspuffer), bin ich nun zu Kubiss, dem Kultur- und Bildungsserver der Stadt Nürnberg (www.kubiss.de) hinübergewachsen, wo mir mehr Platz zur Verfügung steht. Das Nürnberger Kulturreferat hat mir damit sehr geholfen – an dieser Stelle einen herzlichen Dank an Micha Beißer für die blitzschnelle Einrichtung und fachkundigen Rat. Auf der bisherigen NEFkom-Startseite meiner Homepage findet man jetzt eine Weiterleitung zur »neuen« Kubiss-Startseite. Berichtigt gegebenenfalls eure Bookmarks. …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2006_07/blog2006_07_13.html#nr_104</link>
<pubDate>Thu, 13 Jul 2006 15:42:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[The Return of the Golden Fish, Part Three]]></title>
<description><![CDATA[Heute mal nur zwei längere Zitate, ohne dass ich mit einem langen Kommentar dazwischenfuhrwerke. Das erste ist aus Jim Dodges Roman »Die Kunst des Verschwindens« und führt das Motiv des goldenen Fisches fort, dem ich seit Anfang Juni im Toposforscher nachspüre; das zweite ist aus Philip K. Dicks Roman »Der galaktische Topfheiler« (»Galactic Pot-Healer«, 1969), von dessen literarischer und erfinderischer Qualität Dick später wenig hielt und von dem er sogar meinte, er zeige Anzeichen einer Psychose. Nun, Dick-Biograf Lawrence Sutin ist, was die Qualität dieses Texts angeht, ganz anderer Meinung, und ich pflichte ihm bei. Ab geht’s unter Wasser, zu wilden und unwilden Fischen, zu positiv denkenden Skeletten im Mare Nostrum und glühenden Knochen in der einfachen Hütte. …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2006_07/blog2006_07_03.html#nr_103</link>
<pubDate>Mon, 03 Jul 2006 20:02:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[Feuergestalten + Goldallusionen; es stürmt und zischt]]></title>
<description><![CDATA[Ein winziger und willkürlicher Apparat zum Thema Elementargewalten; intellektuelles Hinterland (eher Hinterländle) zum goldglimmenden Fisch bei Dodge und Dick, zum Feurio apocalyptico bei Blake und Bester. Es folgen Zitate von: Arno Schmidt, Friedrich de la Motte Fouqué, Heraklit, Alfred Bester, Jorge Luis Borges, Wolfgang J. Fuchs, Reinhold Reitberger …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2006_06/blog2006_06_27.html#nr_102</link>
<pubDate>Tue, 27 Jun 2006 18:24:00 GMT</pubDate>
</item>

<item>
<title><![CDATA[The Return of the Golden Fish, Part Two]]></title>
<description><![CDATA[Als es Daniel nach den Beanspruchungen des Virus am nächsten Tag wieder etwas besser geht, schiebt Volta dem Eingesperrten einen Zettel mit lakonischen Entschuldigungen und Instruktionen unter der Tür durch: »Deine Anweisungen für heute sind einfach. Zähle gemächlich in Siebenerschritten bis 63 000 und dann auf die gleiche Weise wieder zurück. Wenn du die Übung beendet hast oder sie dir nicht gelingt, entspanne dich und schlafe, ganz wie du möchtest. Lass deinen Verstand dahingleiten.« …]]></description>
<link>http://www.kubiss.de/schneider/blog/2006_06/blog2006_06_24.html#nr_101</link>
<pubDate>Sat, 24 Jun 2006 23:27:00 GMT</pubDate>
</item>

</channel>

</rss>

