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| Michael Schneider / Standbilder im Weg / (8) / (8.4) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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(8.4) Solche Denkfiguren – oder Wahrnehmungsmodi – des Raumes findet man zum Beispiel häufig in Gedichten von Rainer Maria Rilke. Einige Zitate ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder ausführliche Interpretation, ausnahmslos zu finden in Reclams Universal-Bibliothek 9623.
Ich und Himmel tauschen auf vertrackte Weise »Leere« aus, die jedoch nicht »leer« ist, sondern ein lebendes Volumen mit unbestimmten Eigenschaften:
Seite 149.
Für die eben Erwachende steht die Grenze zwischen Innen (Traum, Wahrnehmung, eigenes Leben) und Außen (Raum, Welt, Nacht) in Frage, hervorgehoben durch das Bild des Fensters, das gerade nicht diese Grenze bezeichnet:
Seite 157.
Eine sich entfaltende Reihe von Be- und Entgrenzungen in Raum und Zeit. Das fein geschachtelte Innere von Rosenblüten nimmt hier eine Art »Weltäther« auf und gibt ihn dann – wegen Überfülle – wieder an die Welt, an die Tage ab; als Reaktion entsteht eine Wand um die Sommertage*, die ein Zimmer bildet, das wiederum von einem Traum umfasst wird:
Seite 159.
Volumen von Leere (die zuerst in den eigenen geöffneten Händen lagen) können dem Welt-Raum hinzugefügt werden, indem man sie an ihn verschenkt. Vom Nichts zum Volumen, vom Ich zum Raum:
Seite 186.
Der Raum projiziert sich nach innen und durchgeht das Ich:
Seite 233.
Orte, Stellen im Raum verkörpern die Geliebte, und der Raum wirft ein Spiegelbild des lyrischen Ich zurück:
Seite 238.
Die Vereinigung von Innen und Außen in der Wahrnehmung. Der Mensch ist das »halboffenstehende Sein« (Bachelard):
Seite 243.
Der weite Himmel (8.4.1) verwandelt sich (trotz all seiner Grenzenlosigkeit) in ein ansprechbares – oder fühlbares – Gegenüber, in einen nahen Gefährten:
Seite 245.
Der Raum wölbt sich und wird zur beschützenden Kuppel für die in der Gegenwart suspendierten Dinge der Natur (die eine Zukunft haben):
Seite 254.
Die Welt zieht sich ins Draußen zurück und wird fern:
Seite 258.
Wieder der Wunsch nach Korrespondenz und Ergänzung von Innen und Außen. Das Innen ist hier die geistige Steigerung des Außen, und zwischen beiden ist die Wand so dünn, dass es schmerzt:
Seite 262.
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