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Verloren in der Zeit
An einem sonnigem Nachmittag, kurz nachdem die deutsche Fußballnationalmannschaft das durchaus wichtige Spiel gegen Mexiko gewonnen hat, was nur deswegen wichtig war, weil es dieser Mannschaft den Einzug in das nächste Finale möglich machte, widmete sich ein völlig verplanter, mittelgroßer, unauffälliger Junge seinem Computer, um zu gucken, was sich so alles anstellen ließe. Nach kurzer Überlegung und einer weiteren Minute griff er zur Tastatur, um die leblose Chipmasse des Rechners in Bewegung zu setzen. Das planlose Tippen und die unkoordinierten Bewegungen seiner Finger gaben ihm zu denken, denn das, was auf seinem Bildschirm erschien, war alles andere als beruhigend; es war erschreckend, fremd und besonders ekelhaft. Das Flimmern des Bildschirms verursachte kurz danach eine unkontrollierte Explosion seiner Netzhaut, was ihn, diesen Jungen für den Rest seines Lebens blind machte. Zuerst dachte er eigentlich nur, dass es sich hierbei wieder um eine kurzfristige Störung auf der lichtspendenden Sonne handelt wo die Mitglieder der Sun-Gewerkschaft eine ihrer Protestaktionen veranstalteten, was immer wieder eine völlige Dunkelheit auf der Erde zur Folge hatte. Das war es leider nicht. Der Junge ist ganz einfach blind geworden. (He, He, Anm. des Autors) Durch seinen Kopf düsten die düstersten Gedanken und er verspürte eine leichte aber doch mit der Zeit zunehmende Angst auf der Unterseite seines Zwerchfells wachsen. Diese Gedanken ließen das Blut in seinen Adern erstarren und die Haare von seinem Kopf verschwinden (Anm. Der Redax: HÄH?) Doch die schrecklichsten Gedanken waren die, dass er nie wieder fähig sein würde, selbstständig die Zeit von der Turmuhr abzulesen. Im dem Augenblick ging nur ein einziger Schreckruck durch seine Glieder, die Angst pachte ihn an seinen Venen und zerrte ihn durch alle Dimensionen. In dem Augenblick dachte er sich nämlich nur eins: Oh shit, ich bin ja in der Zeit verloren. Christoph K. Kolodziejski
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