Comenius Schulprojekt

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COMENIUS Schulprojekt

Kooperation mit ausländischen Übungsfirmen
Fahrt nach Cordoba in Spanien
Vom 23.11.2004 bis 27.11.2004

In unserem dritten und letzten Projektjahr fand ein Treffen der Projektpartner in Cordoba, Spanien, statt. Unsere kleine Reisegruppe, Fabrizia Laporta aus der Klasse H 10 B, Frau Helmreich und ich, machte sich am 23. November 2004 auf den Weg nach Spanien.  

Vom Flughafen Nürnberg aus flogen wir über Palma di Mallorca nach Sevilla. Mit dem Überlandbus ging es dann weiter nach Cordoba. Dort bezogen wir nach fast 12-stündiger Reise unser Quartier im alten jüdischen Viertel. Die Straßen in diesem Teil der Altstadt sind so eng, dass nur besonders kleine Taxis dort verkehren können. 

Unser Hostal, so werden dort die „Bed and Breakfast“- Unterkünfte genannt, hatte einen recht unscheinbaren Eingang; aber der typisch andalusische Innenhof war dafür umso beeindruckender: Palmen, bunte Blumenranken und eine faszinierende Wandkeramik. Kein Wunder also, dass wir uns trotz der recht eisigen Temperaturen gleich wohl fühlten.

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Am nächsten Tag trafen wir auf die Teilnehmern aus den Partnerländern Slowakei und Tschechien, die Gruppe aus Finnland war diesmal leider nicht dabei. In der spanischen Partnerschule Centro Zalima begrüßte uns Maria Jose Palma, die Projektleiterin der Schule, überaus herzlich. Zusammen mit der Schulleiterin starteten wir zu einem Rundgang durch das Schulhaus.

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Die Schule Centro Zalima ist eine reine Mädchenschule, an der ausschließlich weibliche Lehrkräfte unterrichten. Die Schülerinnen besuchen die Klassen 10 bis 12 im Vollzeitschulbetrieb und erhalten am Ende ihrer Schulzeit einen Abschluss, der mit unserem Abschluss des Kaufmanns für Bürokommunikation vergleichbar ist. Mit höchstens 14 Schülerinnen pro Klasse sind die Klassen nach unseren Maßstäben  sehr klein und überschaubar. Die Ausstattung der Räume ist  modern, PCs stehen überall, dazu mehrere Kopiergräte, die auch von den Schülerinnen genutzt werden können.

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Das alte Schulgebäude ist wundervoll renoviert, die Palmen im Innenhof wirken auf uns Mitteleuropäer wie eine Oase der Ruhe. Zum Schulkomplex gehört auch eine hübsche alte Kirche, die von den Schülerinnen gerne besucht wird. Im Herbst ist es im gesamten Schulhaus recht kalt, es gibt nur Steinfußboden. Der ist auch recht zweckmäßig, denn spätestens im April beginnt in Südspanien die heiße Jahreszeit, und diese Hitze hält bis weit in den September hinein an.

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Nach dem Mittagessen, zu dem wir von unseren Gastgebern eingeladen wurden, fand ein Treffen mit dem Schulinspektor der Provinz Andalusien statt. Er zeigte sich beeindruckt von unserem Projekt mit den zahlreichen Teilnehmern aus so vielen europäischen Ländern. Am Abend besichtigten wir einen Industriebetrieb, dort werden aus Kupferplatten Drähte herstellt.

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Am nächsten Tag präsentierten die einzelnen Schulen ihre Übungsfirmen. Da es an der Schule Centro Zalima kein Unterrichtsfach Übungsfirma gibt, haben die Schülerinnen in einem Projekt  die „Olive Oil Company“ ins Leben gerufen. Der Unternehmenszweck dieser neu gegründeten Übungsfirma ist der Verkauf von Olivenöl, es ist Andalusiens Hauptexportprodukt.

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Unsere Übungsfirma „Teleline“ wurde von Fabrizia Laporta präsentiert, natürlich auf Englisch. Unsere Stadt  Nürnberg mit all ihren Sehenswürdigkeiten stellten wir in einem englischsprachigen Film vor. Dieses Video überreichten wir der Schule als Geschenk.

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Nach einem typischen spanischen Mittagessen, Tapas und Sandwiches, begann die Stadtführung, in deren Mittelpunkt stand die Besichtigung der Moschee „Mezquita“, unzweifelhaft Cordobas berühmteste Sehenswürdigkeit. Das Gotteshaus wurde im 8. Jahrhundert von einem maurischen Kalifen für die in Spanien lebenden Muslime gebaut. Im Jahr 1236, der Rückeroberung Cordobas durch die Christen, wurde die Mezquita zur christlichen Kathedrale geweiht. Im Inneren der Moschee entstand ein gewaltiges Kirchenschiff mit Chorgestühl und Altar. Die Moschee gilt als das schönste und originellste Bauwerk ganz Spaniens. Rund um die Moschee findet man weitere historische Bauwerke wie die Romanische Brücke und den Palast der christlichen Könige – den „Alcazar“. Der eigentliche Mittelpunkt der Stadt ist die „Plaza de las Tendillas“, deren Uhr die Stunden mit einem Gitarrenton anschlägt.

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Am vierten Besuchstag fand ein weiterer offizieller Termin statt. Mit der Aushändigung der Diplomas und der Diskussion über eine offizielle Schulpartnerschaft endete der schulische Teil. Der Höhepunkt des kulturellen Teils fand dann am Samstag statt, dem vorletzten Tag unser Spanienreise. Wir besuchten die Alhambra in Granada. Die gesamte Anlage steht als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO.  Die Alhambra, die den Sultanen im 15. Jahrhundert als Residenz diente, beherbergt wunderschöne Paläste mit handgearbeiteten Wanddekorationen und Mosaiken, großzügig angelegten Gärten, in denen selbst im November noch alles grünt und blüht.

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Am Sonntag traten wir die Heimreise an. Glücklich und voller schöner Eindrücke kehrten wir nach Nürnberg zurück.

 

Christiane Zinth

 

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