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Die Blaue Nacht 2015: Freiheit

Die Lange Nacht der Kunst und Kultur
Am Samstag, 2. Mai 2015 wird die Altstadt zum 16. Mal in ein Meer aus Licht und Farben getaucht. Doch das ist nicht alles: über 70 Institutionen, die in Nürnbergs Zentrum – der Bühne der Blauen Nacht – ihren Sitz haben, öffnen ihre Türen und bieten ein Kaleidoskop von Programmen, die sich – im engeren wie im weiteren Sinn – mit dem Jahresthema Freiheit auseinandersetzen. Sie alle repräsentieren zusammen die Vielfalt des Nürnberger Kulturlebens: Seien es das Germanische Nationalmuseum, das Neue Museum oder die im "KulturDREIeck Lessingstraße" vereinten Häuser Staatstheater, Museum für Kommunikation und DB Museum aber auch die kleineren Perlen KREIS Galerie, das JazzStudio, der CVJM und der Kunstverein Nürnberg / Albrecht Dürer Gesellschaft sowie die Kirchen der Altstadt.

Über allem thront – im wahrsten Sinne des Wortes – die Kaiserburg: 2015 ist es Roger Libesch, Erlanger Künstler und Kulturförderpreisträger, der für die Entwürfe der fanta-sievollen Projektion "Blue Bayou" verantwortlich ist. Auf dem Hauptmarkt, einem der Blaue-Nacht-Schauplätze schlechthin, werden der Nürnberger Kulturförderpreisträger Frieder Weiss und Johannes Brendel – der eine in der ganzen Welt mit Licht- und Soundinstallationen z.B. für Kylie Minogue unterwegs, der andere vielen z.B. vom digitalen Künstlerkollektiv Elektropastete bekannt – "Lady Liberty’s Fackel" installieren.

Die Kunst spielt in einer Langen Nacht der Kunst und Kultur selbstredend eine große Rolle – in den Museen und Galerien sowieso, aber auch an ungewöhnlichen Plätzen. Hier punkten die zwölf neuen Arbeiten aus dem Blaue-Nacht-Kunstwettbewerb mit Witz und Hintersinn. Von der Gründung einer eigenen Partei, dem Durchschreiten virtueller Räume, dem Einreißen einer Mauer, dem berühmten Sprung Eppeleins über die Burgmauer oder dem befreien-den Schreien, das zwar nicht Berge versetzt aber die Beleuchtung steuert, ist alles möglich.

Datum: 02.05.2015, 19–4: Uhr
Ort: Altstadt, Nürnberg
Eintritt: € 16,50 (Abendkasse); 14,30/8,30 Euro (im Vorverkauf), 65,00 Euro (Fünf-Freunde-Ticket)
Link: www.blauenacht.nuernberg.de

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Siegfried

Oper von Richard Wagner
Mit "Siegfried" setzt das Staatstheater Nürnberg die Neuproduktion der Tetralogie in der Inszenierung von Georg Schmiedleitner und unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Marcus Bosch fort. Die von den Menschen zerstörte Natur und der Kampf um ihre Ressourcen sind die großen Themen, die Schmiedleitner mit seinem Ausstattungsteam, Stefan Brandtmayr und Alfred Mayerhofer, in "Der Ring des Nibelungen" erzählt. Während in "Das Rheingold" die Grundlagen dieses Kampfes geschaffen werden und "Die Walküre" vor allem von Wotans scheiternden Plänen erzählt, zeigt "Siegfried" eine Welt des erbarmungslosen Kampfes aller gegen alle. Mit dem furchtlosen Siegfried, der von den Göttern nichts weiß, betritt zugleich die neue Kraft eines "freien" Menschen den Kampfplatz, der seine Interessen rücksichtslos durchsetzt. Die Herrschaft der Götter ist zu Ende, von nun an übernehmen die Menschen die Herrschaft über die Welt.

Zeitraum: bis 19.07.2015
Ort: Staatstheater Nürnberg, Richard-Wagner Platz 2-10, 90443 Nürnberg
Eintritt: ab 12,70 Euro

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Blue Bayou

Ausstellung
In jeder Blauen Nacht pilgern Tausende Besucher zur Nürnberger Kaiserburg, deren Fassaden sich in gigantische Projektionsflächen für phantastische Bilder verwandeln. Am 2. Mai 2015 wird die Bilder-Geschichte des Erlanger Künstlers Roger Libesch an die Fassaden projiziert. Sie erzählt von der Überwachungsdrohne "Blue Bayou". Diese führt uns deutlich vor Augen, dass alles, was wir tun, überwacht und gespeichert wird: Wann und wo wir unsere Handys benutzen, auf welchen Internetseiten wir unterwegs sind, warum wir welche E-Mails verschicken und an wen. "Blue Bayou" zeigt uns, dass unsere Passwörter quasi öffentlich sind, dass unsere Unterhaltungen abgehört und unsere Daten verändert und missbraucht werden können.

Wir glauben, so frei zu sein, tun und lassen zu können, was wir wollen. Welch ein Irrtum!

Eine Dokumentation zur Entstehung der Projektion in Form von Storyboards, Notizen und zugrunde liegenden Arbeiten sowie weitere Werke von Roger Libesch werden in der Ausstellung im Künstlerhaus im KunstKulturQuartier präsentiert.

Zeitraum: 29.04.–25.05.2015
Vernissage: 29.04.2015, 19:00 Uhr
Ort: Künstlerhaus im KunstKulturQuartier, Glasbau 1. OG, Königstr. 93 90402 Nürnberg
Öffnungszeiten: Di.-So. 10-18 Uhr, Mi. bis 20 Uhr
Eintritt: frei

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"Egmont" von J.W. von Goethe

Theater
Graf Egmont, niederländischer Statthalter von Flandern unter spanischer Krone, ist ein Lebemann. Er nimmt die Sache nicht so genau, ob "neue oder alte Lehre", lässt Gnade vor Recht walten und außerdem ist er in ein Mädchen aus dem Volk verliebt. Mit Albas Ankunft in den Spanischen Niederlanden wären nun Voraussicht und Besonnenheit gefragt, doch Egmont läuft allen Warnungen zum Trotz in Albas Falle. Egmont liebte die Freiheit – doch vermochte seine Freiheitsliebe es nicht, Albas Morden aufzuhalten und ein Fürsprecher für die andersdenkenden Protestanten zu werden.

Es reicht nicht, vom Sofa aus zu protestieren. Ohne ein bisschen eigenen Aktivismus laufen die Dinge schnell in die falsche Richtung. Egmont war ein liberaler Denker, aber zu unpolitisch für seine Zeit. Doch in welcher Zeit leben wir?

Der Schweizer Regisseur Laurent Gröflin und sein Team folgen Goethes Historiendrama und schauen mit "Egmont" in das vergangene und das gegenwärtige Brüssel. Seit über 400 Jahren ist die Stadt Schauplatz für Auseinandersetzung und Diskussion. Damals waren es die Bilderstürmer, die gegen die spanischen Besatzer kämpften, heute ist hier der EU-Hauptsitz Ankerpunkt für zahlreiche Debatten um Rechte und Freiheiten.

Zeitraum: 22.04.–16.05.2015
Ort: Gostner Hoftheater, Austraße 70, 90429 Nürnberg
Eintritt: 11,50 / 9,50 Euro im Vorverkauf; 13,00 / 10,50 Euro Abendkasse

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10. Polnische Filmwoche

Das Krakauer Haus feiert das zehnjährige Jubiläum des Polnischen Filmfestes!
Den Auftakt macht die Eröffnung der Fotoausstellung "Roman Polanski als Regisseur und Schauspieler" - am 9.4. im Foyer des Internationalen Hauses Nürnberg (Heilig-Geist-Haus, Hans-Sachs-Platz 2, Ausstellungsdauer: 09.04.2015 – 03.05.2015) Die Ausstellung zeichnet das Bild eines detailbewussten Filmemachers, der sich auf jedes Projekt akribisch vorbereitet. Zahlreiche Fotos aus dem Bestand des Filmmuseums Lodz zeigen, wie stark Polanski in alle Ebenen der Produktion involviert ist. Die Ausstellung begibt sich aber auch auf die Spuren von Roman Polanskis Kindheit im Krakauer Ghetto und ruft seine frühe künstlerische Karriere als Kinderstar im polnischen Radio und auf der Theaterbühne ins Gedächtnis.

Die neusten polnischen Filme gibt es vom 23.4. bis 29.4. im Cinecitta zu sehen. Eine weitere Auswahl interessanter Produktionen vom 7.5. bis 13.5. im E-Werk. Die Zuschauer dürfen sich auf den neusten Film von Malgorzata Szumowska freuen, der von der FAZ als "einer der überraschendsten und aufregendsten Filme der Berlinale 2015" bezeichnet wurde und den den Silbernen Bär für die beste Regie gewann.

Weitere Filme bieten eine spannende Mischung aus Emotionen und Themen und reichlich viel Diskussionsstoff - wie zum Beispiel ein Spionage-Politthriller "Jack Strong" von Wladyslaw Pasikowski, der umstrittene Kriegsfilm „Warschau 44“ von Jan Komasa, ein Beziehungsdrama "Liebe" von Slawomir Fabicki... Die Wiederholung des Oscarpreisträgers "ida" wird im Programm selbstverständlich auch nicht fehlen.

Das Abschlusskonzert findet am 23.5. im Festsaal des Künstlerhauses statt.

Zeitraum: 23.04.–29.04.2015
Ort: Cinecitta Multiplexkino , Gewerbemuseumsplatz 3, 90403 Nürnberg

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Peter Fulda: Jazz Composer

5 Konzerte
Piano-Solo-Idyllen, rasante Trio-Improvisationen, ekstatische Geisterstimmen, bizarre Quartett-Architekturen und ein funkensprühendes Metropol-Sextett, Harfen-Nocturnes und schwarze Blitze - der Pianist und Komponist Peter Fulda schürft im Klangbergwerk der Galerie des Kunstvereins Kohlenhof.

  • Di, 21.04. - Piano, Harp & Vibes
  • Mi, 22.04. - Lost Words: Obsolete
  • Do, 23.04. - Trio in Focus
  • Fr, 24.04. - Sparks of Metropolmusik
  • Sa, 25.04. - Hubert! Hubert! Hubert!

Zeitraum: 21.04.–25.04.2015, jeweils: 20 Uhr
Ort: Galerie Kunstverein Kohlenhof am Germanischen Nationalmuseum, Grasersgasse 15, 90402 Nürnberg
Kartentelefon: 0911 / 56 949 069

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Neuer Wir-lassen-lesen-Podcast verfügbar

Helwig Arenz
Auf diesem Podcast ist ein Ausschnitt seines Debütromans "Der böse Nik" zu hören – gelesen von Helwig Arenz. Das Gespräch mit ihm führte Tobias Lindemann, Redakteur bei Radio Z.

Podcast kostenlos herunterladen

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Jan Bräumer: Daiquiri in Bombay

Ausstellung
Jan Bräumers Zeichnungen gewinnen ihren Reiz aus einer speziellen Form der ironischen Aneignung scheinbar einfacher Bildmotive und -konzepte. Der Künstler streift durch das überbordende visuelle Angebot unserer Zeit – er findet seine Motive in der klassischen Kunst ebenso wie im Comic, im Film, in einem Baumarktprospekt oder bei Beate Uhse. Jedem Dogmatismus, jedem Formalismus abhold nutzt der Künstler für seine Bildfindung die unterschiedlichsten Ausdrucks- und Stilmittel zur Schaffung seiner humorvollen Bildwelten.

Im Bernsteinzimmer zeigt Jan Bräumer Zeichnungen auf Papier. Und da dem Betrachter hier keine selbstzufriedene Kunstfertigkeit zur Schau gestellt wird, könnte sich der Besuch dieser Bildersammlung als Vergnügen herausstellen. Vielleicht.

Zeitraum: bis 17.05.2015
Ort: Galerie Bernsteinzimmer, Großweidenmühlstraße 11, 90419 Nürnberg
Öffnungszeiten: Sa.+So. 15-19 Uhr
Eintritt: frei

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Dellbrügge & de Moll: Camp der Renegaten

Ausstellung
Die Künster verlassen die Stadt. Seit Jahren schon zieht es sie fort aus Nürnberg, Stuttgart, Hamburg, Köln… Das Ziel ist klar: Berlin. Berlin ist eine Stadt der Beginner und liebt seine Neuankömmlinge. Rund 10.000 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt sind mittlerweile in Berlin gelandet. Die meisten leben prekär und haben nicht viel von dem Glamour, den sie der Kunststadt Berlin verleihen. Was wenn sie bleiben und in Berlin alt werden? Wohin mit den Kunstgreisen in 30, 40 Jahren?

Dellbrügge & de Moll setzten das Thema im Rahmen der Großen Weltausstellung 2012 auf dem Tempelhofer Flugfeld Berlin auf die Agenda. Mit dem "Camp der Renegaten" stellten sie ein Siedlungsprojekt für die alternde Berliner Künstlercommunity vor. Die Galerie Sima zeigt nun in ihrer vierten Einzelausstellung von Dellbrügge & de Moll eine Reflexion des Projektes.

Zeitraum: bis 23.05.2015
Ort: Galerie Sima, Hochstrasse 33, 90429 Nürnberg
Öffnungszeiten: Di. 17-20 Uhr
Eintritt: frei

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Gisèle Freund - Fotografische Szenen und Porträts

Ausstellung
Gisèle Freund (1908-2000) gehört zu den berühmtesten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre vielfach in Ausstellungen und Büchern präsentierten Farb-Porträts bedeutender Literaten und Künstler wie James Joyce, Simone de Beauvoir, Virginia Woolf oder Frida Kahlo sind längst zu Ikonen geworden. Neue Sichtweisen werden auf ein scheinbar bekanntes Werk eröffnet, indem die Porträtfotografin nun so gezeigt wird, wie sie sich selbst immer verstanden wissen wollte: als Foto-Reporterin.

Zeitraum: bis 21.06.2015
Ort: Kunsthaus im KunstKulturQuartier, Königstraße 93, 90402 Nürnberg
Öffnungszeiten: Di.-So. 10-18 Uhr, Mi. 10-20 Uhr
Eintritt: € 5,00/2,50

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Bierchen und Bühnchen

Kneipenfestival Gostenhof
Der einmalig tolle Nürnberger Stadtteil Gostenhof wird Austragungsort der ersten Ausgabe von Bierchen und Blümchen. Den ganzen Abend wird es an den unterschiedlichsten Orten und Locations wunderbare Künstlerinnen und Künstler zu erleben geben. Mit dabei sind einige der schönsten Clubs, Bars und Orte in Gostenhof: La Ola, Willich, Große Freiheit, Mops, Herr Lenz, Palais Schaumburg, Café Mainheim, Eisdiele, Hempels, Regina, Edel Extra, Café Fernweh, MUZclub uvm. Zu hören und zu erleben gibt es zwischen 19 Uhr und 23 Uhr in unterschiedlichsten Locations die unterschiedlichsten Bands, Singer-Songwriter und DJs. Und am Ende gibt es eine große Aftershowparty mit Gold & Butter im MUZclub.

Datum: 25.04.2015, 19–23 Uhr
Ort: diverse Clubs und Bars, Gostenhof, Nürnberg
Eintritt: frei

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Viva la Feria

Tanz, Musik, Gesang und spanische Spezialitäten
Mit Tanz, Musik und Gesang laden wir Sie dazu ein, beim Flamencofest mitzumachen und mitzutanzen. Dazu gibt es spanische Spezialitäten wie Tapas und Getränke. Verschiedene Gruppen vom Centro Español e. V. treten auf.

Datum: 25.04.2015, 19:00 Uhr
Ort: Werkstatt 141 - Auf AEG, Bau 14, Muggenhoferstr. 141, 90429 Nürnberg
Eintritt: frei

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21. Civil Academy – Gutes auch gut tun!

Die Werkstatt für deine Engagementidee
Dir geht schon lange eine Idee im Kopf herum, die dir am Herzen liegt, um anderen zu helfen, aber du weißt nicht, wie du diese gestalten kannst? Dann bist du in der Civil Academy genau richtig - egal, ob du dich weltweit oder in deinem Kiez engagieren willst. Hier lernst du, wie du eine gute Idee auch gut umsetzen kannst. Wenn du zwischen 18 und 27 Jahre alt bist, dann bewirb dich jetzt für die 21. Runde der Civil Academy! An drei Wochenenden unterstützen dich Profis aus Unternehmen und Trainer aus dem Social-Profit-Bereich bei der Weiterentwicklung und Umsetzung deiner Idee für ein ehrenamtliches Engagement.

Zeitraum: bis 25.05.2015
Link: www.civil-academy.de

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Ausschreibung für den 6. Literaturpreis 2016

Internationaler Wettbewerb deutschsprachiger Literatur - Thema:
Die Welt ist schön. Doch schon lange sagt sie uns etwas anderes. Die Hoffnung dienst uns als Antrieb, der zumeist nur noch in Freiheit funktioniert und der Kraftstoff zum Leben ist. Und für diese Freiheit, die in unserem Grundrecht verankert ist, auf Leben und körperliche Unversehrtheit, die Unverletzlichkeit unseres größten Guts, suchen wir Geschichten.

Das Preisgeld beträgt 1.500 Euro.
Einsendeschluss ist der 30. Mai 2015.

Zeitraum: bis 30.05.2015
Link: www.antho-logisch.de

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Veranstaltungsideen für den Z-Bau gesucht

Der Z-Bau sucht ab sofort Ideen für Veranstaltungen ab Oktober 2015. Alle Informationen hierzu finden Sie unter: z-bau.com/aktuelles

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Alicja Kwade

Ausstellung
In den Werken von Alicja Kwade (geb. 1979 in Kattowitz/Polen, lebt und arbeitet in Berlin) spielt das Material, seine Zusammensetzung, Historie und Wertigkeit eine zentrale Rolle. In den vergangenen Jahren entwickelte die Künstlerin mit konzeptueller Stringenz einen vielfältigen Werkstoffkanon, den sie in ihren Arbeiten immer wieder variiert. Dabei finden gesammelte Alltagsobjekte wie Lampen, Uhren oder Porzellan­figuren ebenso Verwendung wie Metallplatten, Spiegel oder Steine.

Alicja Kwade gelingt in ihrem Werk der Spagat zwischen diskursiver Qualität und ästhetischer Präzision: Ihre Skulpturen, Installationen und Videoarbeiten thematisieren physikalische, gesellschaftliche, ökonomische, empirische oder auch kosmologische Phänomene, die unsere alltägliche Realität bestimmen. Durch pointierte Eingriffe wie Verformungen und Spiegelungen, Doppelungen und Vervielfältigungen aber auch durch eine ungewöhnliche Kombinatorik provoziert die Künstlerin jedoch ein gedankliches Stolpern. Neue Kausalketten lassen uns an der Absolutheit naturwissenschaftlicher Gesetze oder kollektiver Wertvorstellungen zweifeln, vermeintliche Wahrheiten werden ebenso auf den Kopf gestellt wie vertraute Sehgewohnheiten.

Zeitraum: bis 24.05.2015
Ort: Kunsthalle Nürnberg, Lorenzer Straße 32, 90402 Nürnberg
Öffnungszeiten: Di., Do.-So. 10-18 Uhr, Mi. 10-20 Uhr
Eintritt: € 5,00 / 2,50

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König Roger - Król Roger

Oper in drei Akten von Karol Szymanowski
Karol Szymanowskis 1926 uraufgeführte Oper "König Roger" bringt den Konflikt von Religion und Sinnlichkeit, von Christentum und heidnischem Kult, von seelischer Reinheit und erotischem Rausch auf die Bühne. Der polnische Komponist war ein Leben lang fasziniert von der Kultur des Mittelmeeres und besuchte mehrfach Sizilien. Hier erlebte er selbst die besondere Atmosphäre eines Ortes, an dem sich Okzident und Orient seit Jahrhunderten begegnet sind.

In seiner einzigen Oper lässt er die sinnliche Seite des Orients in Gestalt des jungen Hirten auftreten, der mit seiner körperlichen Verführungskraft sowohl die Königin als auch den König in seinen Bann zieht. Die unterschwellige Erotik ist das eigentliche Thema dieses oratorienhaften Dramas, in das Elemente von Euripides’ Tragödie "Die Bakchen" ebenso eingeflossen sind wie von Wagners "Tristan und Isolde".

Szymanowskis Musik überwältigt den Hörer mit einer Fülle von impressionistischen Klängen, die an Claude Debussy und Maurice Ravel erinnern, aber auch an den exotischen Reiz von Richard Strauss’ "Salome". Die strenge und archaische Musik der byzantinischen Kirche, die dem König zugeordnet ist, steht den flirrenden und schillernden Klängen des Hirten gegenüber, die ihren Höhepunkt in einem erotischen Tanz im dritten Akt finden.

Zeitraum: bis 09.05.2015
Ort: Staatstheater Nürnberg, Richard-Wagner Platz 2-10, 90443 Nürnberg
Eintritt: ab 9,40 Euro

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Gesichter – ein Motiv zwischen Figur, Porträt und Maske

Ausstellung
Heutzutage tritt in der Kunst das Gesicht vielfältig in Erscheinung, sei es als Videobild, als Fotografie, als Skulptur, als Zeichnung oder in Installationen. Doch dies war gerade in der jüngeren Kunstgeschichte nicht immer so, wie es der radikale Umschwung der Kunst in den sechziger Jahren zeigt, als sachlichen und objektivierbaren Fragestellungen der Vorrang gegeben wurde, um Kunst in der Gesellschaft zunächst teilbar sein zu lassen und auch für alle zugänglich zu gestalten. Wurde damals jegliche Form der menschlichen Figur prinzipiell abgelehnt, kehrten in den achtziger Jahren narrative und emotionale Werkaspekte in die Kunst zurück und damit auch das Gesicht als dominantes Element der menschlichen Figur. Dieses Motiv erlebt dann seit den neunziger Jahren eine wahre Explosion.

Die durch das Neue Museum ausgerichtete Ausstellung stellt von heute ausgehend die jeweils vielfältigen Einsatzweisen des Motivs Gesicht in der zeitgenössischen Kunst in monografischen wie thematischen Räumen vor.

Zeitraum: bis 21.06.2015
Ort: Neues Museum, Klarissenplatz, 90402 Nürnberg
Öffnungszeiten: Di.-So. 10-18 Uhr; Do. 10-20 Uhr
Eintritt: € 6,-/5,-

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Sonia Kacem: Loulou replay

Ausstellung
In ihren Arbeiten entwickelt Sonia Kacem (*1985, Genf, CH) teils skulpturale, teils ephemere Tableaux vivants, in denen die Materialitäten und Farben auf ihre kulturellen Erscheinungsformen zurückverweisen und die Betrachter aktiv in ein neues Zeit-Raum-Gefüge einbeziehen. In den Räumen des Kunstvereins Nürnberg präsentiert die Schweizer Künstlerin eine weiterführende Version ihrer großformatigen Installation Loulou, die sie letztes Jahr im Musée d’art moderne et contemporain in Genf erstmals präsentiert hat.

Zeitraum: bis 26.04.2015
Ort: Kunstverein Nürnberg - Albrecht Dürer Gesellschaft , Kressengartenstraße 2, 90402 Nürnberg
Öffnungszeiten: Di.-Fr. 14-18 Uhr; Sa.+So. 13-18 Uhr
Eintritt: € 2,50/1,50

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